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Update am Abend - Die EU erhöht den Druck auf Lukaschenko

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ZDFheute Update

Guten Abend,

zehn Tage sind seit der Präsidentschaftswahl in Belarus vergangen. Tage, in denen die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja nach Litauen fliehen musste und Tausende Demonstranten festgenommen wurden. Berichte über Folter und Misshandlungen in Gefängnissen lassen wenig Zweifel daran, dass Präsident Lukaschenko jedes Mittel recht ist, um an der Macht zu bleiben. Ein Demonstrant starb heute in einem Militärkrankenhaus: er hatte eine Schusswunde am Kopf erlitten, nachdem Sicherheitskräfte mit scharfer Munition auf Demoteilnehmer geschossen hatte.

Nun haben auch die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten auf die Situation in Belarus reagiert: Sie erkennen die Wahl nicht an, verurteilen die brutale Gewalt und fordern die Freilassung aller Gefangenen Demonstranten. Und erhöhen damit den Druck auf Lukaschenko.

Die Wahlen waren weder fair noch frei. Und deshalb kann man die Ergebnisse dieser Wahlen auch nicht anerkennen.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Lukaschenko kontert mit Verweisen auf die Proteste der Gelbwesten in Frankreich und die Unruhen in den USA. Damit solle sich die EU erstmal befassen. Seine Regierung hat er aufgefordert, Unruhen zu verhindern und die Grenzen stärker zu sichern.

Gelöst wird der Konflikt am Ende wohl eher nicht auf der europäischen Bühne, sondern in den regionalen Behörden der Städte und Gemeinden: In der Stadt Grodno an der Grenze zu Polen etwa wurde ein Rat gegründet, bei dem Vertreter der Zivilgesellschaft und Behörden an einem Tisch sitzen sollen. Hier sollen auch Proteste auf zentralen Plätzen erlaubt bleiben.

Auch am Dienstagabend protestierten in Minsk wieder zahlreiche Menschen gegen Präsident Lukaschenko. "Mein Gefühl ist, dass Lukaschenko die Wahlen nicht gewonnen hat", so der belarussische Schriftsteller Viktor Martinowitsch.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 228.543 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.230 dazu. Insgesamt sind 9.246 Menschen gestorben. (Stand: 19.8.2020 16:27 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Trauer und Ruf nach Konsequenzen in Hanau: Vor sechs Monate erschoss der 43-jährige Tobias R. in Hanau neun Menschen. Die schockierende Tat ist noch allgegenwärtig in der Stadt, doch in die Trauer der Angehörigen um die Opfer des Anschlags mischt sich auch Unmut über die Behörden.

Corona-Infektionen bei den Jüngeren nehmen zu: Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist auf dem höchsten Stand seit Mai. Vor allem bei den jüngere Menschen steigt die Zahl konstant an. Meine Kollegin Michaela Waldow hat die aktuelle Lage in Grafiken aufbereitet.

Bayern trifft im Halbfinale der Champions League auf Lyon: Für den Favoriten FC Bayern wird es besonders auf die Absicherung gegen Lyons Konter ankommen. Gefordert sind vor allem Alaba und Boateng, aber nicht nur die Innenverteidiger, analysiert Maik Rosner aus unserer Sportredaktion.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Heute begehen die Vereinten Nationen den Welttag der humanitären Hilfe. Damit sollen alle Helfer geehrt werden, die bei humanitären Einsätzen ihr Leben verloren haben oder verletzt wurden. Der Tag bezieht sich auf einen Angriff auf UN-Einrichtungen am 19. August 2003 in Iraks Hauptstadt Bagdad, bei dem 22 Menschen getötet wurden.

Länder mit meisten Angriffen auf humanitäre Helfer*innen.
Quelle: ZDFheute, AWSD

Weitere Schlagzeilen

Streaming-Tipps für den Feierabend

Gerade in der Pubertät spielen Anerkennung und Akzeptanz eine große Rolle. Bin ich schön genug, schlank genug? Besonders in den sozialen Netzwerken wird der eigene Körper mehr und mehr zum Statussymbol. Das Arte-Magazin "RE:" zeigt eine Reportage über junge Frauen, die in extrem dünnen Influencerinnen die falschen Vorbilder fanden.

Was bleibt, wenn ein Unfall zum Supergau wird? Was bleibt, wenn kranke Methoden zur Praxis werden? Was bleibt, wenn aus Heimat Ruinen werden? Der Doku-Vierteiler "Lost Places - Geheime Welten" besucht verlassene Schauplätze der alten USA, des Sowjetreiches, des britischen Empires und Jugoslawiens.

Verlassene Schauplätze des amerikanischen Traums, Monumente des Selbstbewusstseins einer mächtigen Nation.

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Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

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