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Update am Morgen - Verschleppt, verjagt, verhaftet

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Antje Pieper

Guten Morgen,

"Hunderte von Menschen werden eingesperrt, vergewaltigt und geschlagen. Das sollte in Europa nicht Norm sein." Mit eindringlichen Worten forderte Swetlana Tichanowskaja gestern vor dem Europarat mehr internationalen Druck auf Belarus. Zugeschaltet war die Oppositionsführerin aus dem Exil in Litauen.

Bedroht, ausgeschaltet, außer Landes genötigt - das Schicksal vieler Oppositionspolitiker. Als letzte aus dem weiblichen Polittrio, das bei der Wahl vor einem Monat gegen den Diktator Lukaschenko antrat, war bisher Maria Kolesnikowa in Minsk geblieben. Die 38-Jährige war Gesicht und - nicht nur Ihrer typischen Geste nach - Herz der Proteste. Auch sie wurde jetzt offensichtlich verschleppt und/oder verhaftet.

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Wie geht es jetzt weiter mit dem Widerstand gegen das Regime? "Lukaschenko tut alles, um auf seinem Posten zu bleiben. Und er lässt sich jetzt auf jegliche Methoden ein, um die Menschen einzuschüchtern", meint Ales Beljazki, Gründer der Menschenrechts-Organisation Wesna. Der Unterschied zu vorangegangenen Wahlen sei, dass Lukaschenko nun die ganze belarussische Gesellschaft aufgebracht habe.

Unterstützt werden die Proteste auch von einem Großteil der belarussischen Hightechfirmen. Die IT-Branche ist eine tragende Säule der Wirtschaft, erzielt mehr als 20 Prozent der Exporte. Einige Firmen haben entlassenen Mitarbeitern von Staatsbetrieben finanzielle Hilfe zugesagt - und geraten jetzt selbst unter Druck des Regimes, führende Manager wurden verhaftet. Wie stark ist die Opposition in Belarus? ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtet darüber heute im auslandsjournal.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen
Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

Was heute noch wichtig ist

Feuer im Flüchtlingslager Moria: Das Lager auf Lesbos wurde evakuiert. Die Ursache für die Feuer ist noch unklar:

Im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und Umgebung sind in der Nacht mehrere Brände ausgebrochen. Das Lager wurde evakuiert. Die Ursache für die Feuer ist noch unklar.

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Bundestag befragt Finanzminister Scholz: Die Befragung beginnt um 13 Uhr. Scholz selbst dürfte zum Beispiel über das Treffen der EU-Finanzminister sprechen, das am Freitag und Samstag unter seiner Führung in Berlin stattfindet - sowie über den Wiederaufbauplan der EU nach der Corona-Krise. Danach können die Abgeordneten auch Fragen zu anderen Themen der Regierungsarbeit stellen. Bei uns verpassen Sie nichts: Unter dem Link können Sie die Befragung im Livestream verfolgen.

20 Jahre nach Beginn der NSU-Mordserie: Im Prozess ist das letzte Wort immer noch nicht gesprochen. Warum sich die Justiz so schwer tut? Mein Kollege Günther Neufeldt ist dieser Frage nachgegangen.

Altmaier nach Autogipfel: "Chance für Kaufprämie nicht sehr groß": Die angeschlagene Autobranche kann auf zusätzliche Hilfen für den Strukturwandel hoffen. Die Diskussion um eine PKW-Kaufprämie für Verbrenner könne man "nicht mit Brechstange führen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im ZDF-Interview. Bis Mitte November suche man weiter nach Lösungen:

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 254.957 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.260 dazu. Insgesamt sind 9.336 Menschen gestorben. (Stand: 9.9.2020 4:28 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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(K)ein Lichtblick

Und? Wie lange hat diese Seite bzw. Mail hier geladen? Mal im ernst: Haben Sie schnelles Internet bei sich in der Region? Oder gibt es da noch Verbesserungsbedarf? Der Glasfaserausbau in Deutschland geht nur schleppend voran, das Internet ist immer noch verhältnismäßig langsam - die Gründe haben wir hier im Überblick.

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Mittwoch ist es im Norden meist stark bewölkt und es kann regnen. Dazu weht ein lebhafter, an der See starker Westwind. Südlich des Mains gibt es nach Frühnebelauflösung viel Sonne. Die Höchstwerte liegen bei 19 und 28 Grad.

Am Mittwoch ist es im Norden meist stark bewölkt und es kann regnen. Dazu weht ein lebhafter, an der See starker Westwind. Südlich des Mains gibt es nach Frühnebelauflösung viel Sonne. Die Höchstwerte liegen bei 19 und 28 Grad.

Zusammengestellt von Andreas Kronhart.

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