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Update am Abend - Blick zurück nach 20 Jahren in Afghanistan

Datum:
ZDFheute Update

Guten Abend,

Am 7. Oktober 2001 begann der Einsatz der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan. Es war die Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September bei denen mehr als 3.000 Menschen starben. Wenig später - am 22. Dezember 2001 - wurde auch der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan vom Deutschen Bundestag beschlossen, im Rahmen der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe (ISAF).

Heute, fast 20 Jahre später, soll mit einem Großen Zapfenstreich ein Schlussstrich unter den Einsatz gezogen werden. Und die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten gewürdigt werden. Rund 160.000 deutsche Streitkräfte haben Dienst am Hindukusch geleistet, 59 Soldaten verloren dabei ihr Leben.

Die Bilanz des Einsatzes: Durchwachsen. Man habe das "militärische Ziel erreicht, diejenigen zu besiegen, die vor zwanzig Jahren aus Afghanistan heraus furchtbaren Terror über unsere Verbündeten gebracht haben", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede beim zentralen Abschlussappell in Berlin.

"Aber unser weiter gestecktes Ziel, in Afghanistan stabile staatliche Strukturen aufzubauen, haben wir nicht erreicht"
Frank-Walter Steinmeier

Für die Zukunft müssten nun Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz gezogen werden. So sieht es auch unser Hauptstadt-Korrespondent Thomas Reichart: Die Kranzniederlegung, die Reden, der Große Zapfenstreich seien wichtige Signale der Anerkennung und des Respekts gegenüber all jenen, die in Afghanistan ihr Leben riskiert oder verloren haben. Jetzt müsse aber eine ehrliche Aufarbeitung des Auslandseinsatzes folgen, der die Bundeswehr geprägt habe wie kein anderer.

Kommentar

Ehrung für Afghanistan-Einsatz - Jetzt beginnt die Aufarbeitung  

Mit der Ehrung ist es nicht getan. Die Aufarbeitung des längsten und verlustreichsten Auslandseinsatzes der Bundeswehr muss heute beginnen, damit sich die Fehler nicht wiederholen.

von Thomas Reichart

Angefangen damit hat heute Nachmittag schon die noch amtierende Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Für eine ehrliche Bilanz sei festzustellen:

Deutschlands Anspruch in Afghanistan war größer als das, was die Bundeswehr hätte leisten können.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

Wir zeigen den Großen Zapfenstreich auf dem Platz der Republik, vor dem Reichstagsgebäude, ab 19 Uhr hier im Livestream:

Was sonst noch wichtig ist

Wie geht es weiter mit dem Pflegenotstand? Fünf Wochen streikten Berliner Krankenhausbeschäftigte für bessere Arbeitsbedingungen. Nun gibt es eine Einigung, die Entlastung bringen soll. Doch der Pflegenotstand geht weiter.

Spahn hält Lohnforderungen der Pflegekräfte für erreichbar: Bei 2.700 Euro liegt derzeit der Mindestlohn für Pflegefachkräfte. Gesundheitsminister Spahn könnte sich vorstellen, den anzuheben - das sei aber nicht allein Aufgabe der Politik.

RKI weist Impfquoten-Vorwürfe zurück: Das Robert Koch-Institut hat die Vorwürfe wegen offenbar zu niedrigen, offiziell gemeldeten Impfquoten zurückgewiesen. Eine zu niedrige Erfassung sei kein Fehler des RKI, hieß es.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 11.903 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 65,4. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 68,6 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 65,4 Prozent sind vollständig geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

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Grafik des Tages

Naturkatastrophen, Stromausfälle und andere Notlagen - darauf müssten sich Behörden und Bürger*innen besser vorbereiten, meint das Deutsche Rote Kreuz. Anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung empfiehlt es daher, immer ausreichend Trinkwasser und einen Notfallrucksack griffbereit zu haben. Was da reingehört? Eine Checkliste.

Was in den Notfallrucksack sollte

Zahl des Tages

500.000: So viele Pflegekräfte werden in Deutschland bis 2030 fehlen um die bis dahin erwarteten 5,1 Millionen Pflegebedürftigen zu versorgen. So berechnet es der Deutsche Pflegerat. Bereits heute fehlten nach deren Angaben in Kliniken und Pflegeeinrichtungen mehr als 200.000 Pflegerinnen und Pfleger.

Gesagt

Das ist einfach der totale Klamauk, was da passiert ist.
Christian Drosten, Virologe

Vergangene Woche wurde sehr ausführlich über unterschiedliche Erhebungen zum Stand der Impfkampagne in Deutschland berichtet und diskutiert. Laut einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts könnte die Impfquote bis zu fünf Prozent höher liegen als bisher angenommen. Es gab dabei auch Kritik am RKI. Virologe Christian Drosten nahm das Institut nun in Schutz. Das Thema sei nicht neu und das RKI habe schon länger auf die Problematik hingewiesen. Letztlich sei die öffentliche Aufregung um die Diskrepanz "komplett umsonst", sagte Drosten.

Weitere Schlagzeilen

Streaming-Tipps für den Feierabend

"Grenzen entstehen im Kopf". Das sagt zumindest Janis McDavid, seines Zeichens Motivationsredner und Buchautor. Janis ist ohne Arme und Beine zur Welt gekommen. Das hindert ihn aber nicht daran, auf den Kilimandscharo zu steigen. 37 Grad hat den 28-Jährigen "Gipfelstürmer" bei seinem Abenteuer begleitet. (29min, verfügbar bis 12.10.2026)

Beitragslänge:
29 min
Datum:

In der schwedischen Thrillerserie "BOX 21" will die ehemalige Prostituierte Lidia Rache an ihren Peinigern nehmen. Ihr Schicksal vereint sich mit dem des Polizisten Ewert Grens, der den Verbrecher Jochum Lang jagt. Die Geschichte basiert auf dem Roman "Blasse Engel" der Nordic-Noir-Autoren Roslung & Hellström. (44min, verfügbar bis 05.12.2021, Altersbeschränkung)

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Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team.

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