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Wir waren, sind und bleiben Charlie

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Update am Abend - Wir waren, sind und bleiben Charlie

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ZDFheute Update

Guten Abend,

aktuell wird ja viel darüber diskutiert, was Satire darf und was nicht. Darf ein öffentlich-rechtlicher Sender Kinder ein Lied singen lassen, in dem die Oma zur "Umweltsau" wird? Darf eine Autorin die Polizei als "Müll" bezeichnen? Darf eine Kabarettistin antisemitische Witze machen? Darf ein Komiker in seinem Programm Klimawandel und Corona-Pandemie verharmlosen? Die Antwort darauf lautet viermal: Ja! Auch wenn das nicht jedem gefallen muss.

Und ja: Eine Zeitschrift darf auch Mohammed-Karikaturen abdrucken, wie es das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" heute in einer Sonderausgabe tat. Anlass ist der Prozessbeginn rund um die Anschlägen auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" vor fünfeinhalb Jahren. Wegen einer simplen, satirischen Mohammed-Kariaktur wurde das Blatt damals zur Zielscheibe von Extremisten.

Nach dem islamischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo vor fünfeinhalb Jahren beginnt nun die juristische Aufarbeitung.

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Am 7. Januar 2015 stürmten bewaffnete Islamisten die Redaktionsräume des Satire-Magazins und töteten elf Menschen. Bei weiteren Angriffen starben zwei Polizisten und vier jüdische Franzosen in einem koscheren Supermarkt. Die drei Angreifer kamen ebenfalls ums Leben. In Paris werden nun 13 Männer und eine Frau beschuldigt, die Täter mit Waffen, Autos und Logistik versorgt zu haben.

"Die Monate nach dem Anschlag wollte natürlich jeder ein Satirefreund sein. Ich denke, das ist wieder vorbei", erklärt "Titanic"-Chefredakteur Moritz Hürtgen im Interview mit meiner Kollegin Luisa Houben. Der 2015 so prominente Satz "Je suis Charlie" scheint aus dem Gedächtnis verflogen. Dabei sollte auch fünf Jahre nach dem Anschlag gelten: Wir waren Charlie, wir sind Charlie und wir werden Charlie bleiben.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 246.276 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.200 dazu. Insgesamt sind 9.320 Menschen gestorben. (Stand: 2.9.2020 15:28 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Nawalny mit Nervenkampfstoff vergiftet: Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist mit einem chemischen Nervenkampfstoff vergiftet worden. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, wurde die Substanz der sogenannten Nowitschok-Gruppe zweifelsfrei nachgewiesen. Am Nachmittag verurteilte Außenminister Heiko Maas den Angriff aufs "Allerschärfste" und bestellte den russischen Botschafter ein.

Wohin entwickeln sich die Corona-Demos?: Der Protestforscher Edgar Grande untersucht, wie die Deutschen über die Proteste gegen die Corona-Politik denken. Im Interview mit meiner Kollegin Julia Klaus plädiert er dafür, den Protest zu deradikalisieren.

Bund soll laut Umfrage beim Thema Bildung mehr entscheiden: Eine Mehrheit der Deutschen möchte, dass der Bund wichtige Entscheidungen in Bildungsfragen treffen kann. Außerdem soll das Bildungssystem einheitlicher und vergleichbarer werden. Mein Kollege Jan Schüßler hat die Ergebnisse des "ifo Bildungsbarometers 2020" in mehreren Grafiken zusammengefasst.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Infografik: Deutsches Bildungssystem

Weitere Schlagzeilen

Um Kosten auszugleichen und Strukturen zu verbessern, muss in die Krankenhäuser investiert werden.

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Ein Lichtblick

Die Sonne ist der Fixpunkt unseres Planetensystems. Umso wichtiger ist es für Forscher, sie zu verstehen. Dem Teleskop Gregor sind nun sehr detaillierte Bilder gelungen.

Ein Sonnenfleck in höchster Auflösung, beobachtet mit dem Gregor Teleskop, aufgenommen am 01.09.2020
Ein Sonnenfleck in höchster Auflösung, beobachtet mit dem Teleskop Gregor.
Quelle: dpa

Streaming-Tipps für den Feierabend

Bei dem Begriff "sozialer Brennpunkt" denkt man gleich an Armut, Verwahrlosung, Kriminalität. Für viele sind die Wohnsiedlungen aber auch Heimat und ein Ort des Zusammenhalts. Der Doku-Mehrteiler "Aschenberg" nähert sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln an. Im Fokus steht der Aschenberg in Fulda, abschätzig "Wodka-Berg" oder "Netto-Ghetto" genannt. Zehn Monate lang begleitete ein Kamerateam die Bewohner des Bezirks, entstanden sind fünf Folgen voller Träume, Hoffnungen, Niederlagen und Neubeginne. (Sehen Sie alle fünf Folgen in der ZDF-Mediathek.)

Katharina Hilkevic kämpft für ein sauberes Mietshaus, Fawad Ahmad will seinen Realschulabschluss nachholen und Nezam und Christoph engagieren sich für den SV Aschenberg United.

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Der Fernsehfilm "Ich werde nicht schweigen" widmet sich einem der vielen dunklen Kapitel der deutschen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte: sogenannten "Heil- und Pflegeanstalten", in denen Ärzte und Pfleger Verbrechen an psychisch kranken Menschen verübten. In dem Film spielt Nadja Uhl eine Frau, die in den Fünfzigerjahren versucht, sich nach dem Aufenthalt in einer solchen Einrichtung zurück in die Gesellschaft zu kämpfen. (Sehen Sie den Fernsehfilm noch bis Ende November in der ZDF-Mediathek)

Genießen Sie Ihren Abend!

Katja Belousova und das gesamte ZDFheute-Team

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