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Update am Morgen - Adventszeit mit Virus

Datum:
Ilka Brecht

Guten Morgen,

Heute, am 1. Dezember, wird das erste Türchen im Adventskalender aufgemacht. Dreiundzwanzig Türchen noch bis Heiligabend - und bei jedem Türchen, jedem Tag, wird wohl das Gefühl vorherrschen, dass diese Zeit so gar nichts von "alle Jahre wieder" hat.

Was Kinder denken, weiß der Nikolaus ziemlich genau - beziehungsweise das Nikolauspostamt in dem kleinen Ort St. Nikolaus im Saarland. Die Anzahl der Briefe und Wünsche für die Weihnachtzeit, so hört man von dort, sei zwar so wie in normalen Jahren, aber der Inhalt werde von der Pandemie beherrscht. "Dass Corona weggehen oder das Virus verschwinden soll", steht auf den Wunschzetteln ganz oben. Oder: "Dass die Kinder mit der ganzen Familie Weihnachten feiern und auch wieder die Oma besuchen wollen."

Die Kleinen bringen damit das derzeitige Dilemma auf den Punkt. Weil viele Menschen ersehnten und auch forderten, dass zu Weihnachten mehr möglich sein müsse als ansonsten im Shutdown, waren Bund und Länder Konflikten ausgewichen und beschlossen Lockerungen über die Feiertage. Als wäre Corona so freundlich, Weihnachten weniger ansteckend zu sein. Einige Bundesländer - zum Beispiel Berlin - machten das Türchen der Lockerung dann auch gleich wieder zu und stellten eigene Regeln auf.

All das wirft Fragen auf. So dürfen die Kirchen - anders als im Frühjahr - offen bleiben. Könnten Gottesdienste und Christmetten trotz Abstandsregeln nun zu einer Art Großveranstaltung mit Risiko geraten? Und wie passt das zu den verschärften Regeln in den Einkaufsstraßen und Geschäften? Gerade vor Supermärkten könnten sich durch die begrenzten Kundenzahlen ungeordnet lange Schlangen bilden, fürchten Unternehmer. Sie warnen, dass ihr Sicherheitspersonal nicht einschreiten darf, wenn es zu Chaos kommt. Muss also dann die Polizei kommen?

Und so bescheren die neuen Regeln neuen Ärger - da helfen auch geöffnete Türchen wenig. Frontal21 berichtet heute Abend, um 21 Uhr.

Herzliche Grüße aus Berlin

Ilka Brecht, Moderatorin und Leterin des ZDF-Magazins Frontal 21

Was heute noch wichtig ist

Verschärfte Corona-Regeln treten in Kraft: Strengere Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht vor Geschäften und auf Parkplätzen sowie neue Maßnahmen für den Einzelhandel - das sind die Regeln, die ab heute gelten:

Bund und Länder haben die Corona-Maßnahmen für den Dezember beschlossen. Der Teil-Shutdown wurde bis zum 20.12. verlängert, die Kontaktbeschränkungen verschärft. Die Maskenpflicht soll künftig auch vor Geschäften und auf belebten Plätzen gelten.
Quelle: ZDF

Wie wirkt sich der Teil-Shutdown auf den Arbeitsmarkt aus? Die Bundesagentur für Arbeit gibt heute die Zahlen für den Monat November bekannt, auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will sich am späten Vormittag äußern.

In Sachsen-Anhalt will die CDU gegen die Erhöhung des Rundfunkbeitrags stimmen - gemeinsam mit der AfD. Die Kenia-Koalition könnte an dieser Entscheidung zerbrechen. Denn SPD und Grüne lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab. So auch CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff, der deswegen heute im Koalitionsausschuss nach einer Lösung sucht.

Seit einem Jahr ist Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin. Gestartet ist sie damals mit großen Ambitionen. Aber was hat sie bislang erreicht? Stefan Leifert, unser Korrespondent in Brüssel, zieht Zwischenbilanz - und blickt dabei zurück auf ein Jahr, das wegen Corona ganz anders verlaufen ist als ursprünglich geplant.

Heute ist Welt-Aids-Tag: Etwa 38 Millionen Menschen weltweit leben mit HIV. Und auch wenn es Fortschritte gibt: Immer noch sind es Hunderttausende, die jedes Jahr an der Krankheit sterben. Meine Kollegin Michaela Waldow hat aufgeschrieben, wo die Welt im Kampf gegen Aids steht. Im Video können Sie zudem sehen, welche Folgen Corona für HIV-Patienten hat:

Wer als HIV-Patient medizinisch gut versorgt wird, ist durch Corona meist nicht stärker gefährdet. Aber es gibt viele unerkannte und unbehandelte Infizierte.

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1 min
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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 1.069.912 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 17.640 dazu. Insgesamt sind 16.694 Menschen gestorben. (Quellen: Risklayer, Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Corona-Tests im Vergleich
Quelle: ZDFheute/ap

Weitere Schlagzeilen

In einem Schwerpunkt zum Thema Pressefreiheit schaut das ZDF-Morgenmagazin heute nach Polen. Das Land liegt im Ranking der Pressefreiheit auf Platz 62 – von insgesamt 180 Staaten. Vor allem regierungsnahe Medien prägen das gesellschaftliche Klima. Die Arbeit unabhängiger Medien wird zunehmend eingeengt, so die Organisation "Reporter ohne Grenzen". 

Die Pressefreiheit in Polen wird zunehmend eingeengt, so die Organisation "Reporter ohne Grenzen."

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Ein Lichtblick

Schwedische und britische Forscher*innen haben nach eigener Angabe eine Methode zur Vorhersage der Alzheimer-Erkrankung entwickelt. Anhand von Blutanalysen könne die Krankheit bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome erkannt werden, indem Blut auf bestimmte Proteine untersuchen werde, schreiben die Wissenschaftler*innen in der Fachzeitschrift "Nature Aging".

Die Hintergründe von Alzheimer sind zwar noch nicht vollständig erforscht. Expert*innen gehen aber davon aus, dass die Krankheit durch eine Anhäufung von Proteinen im Gehirn ausgelöst wird. Einige dieser Proteine lassen sich im Blut nachweisen.

Bild des Tages

Pinguine in London schauen Weihnachtsfilme
Quelle: ZDFheute/dpa

Ein Aquarium in London hält seine Pinguine während des Teil-Lockdowns mit Weihnachtsfilmen bei Laune. "Es ist großartig zu sehen, wie sehr unsere Pinguine die Weihnachtsfilme genießen, die wir ihnen zeigen", erzählt Aquaristin Leah Pettitt der britischen Nachrichtenagentur PA.

Die Mitarbeiter des Unterwasserzoos sind überzeugt, dass Besucher wichtig für die Tiere sind. Sie beobachteten die Besucher genauso wie die Menschen die Pinguine.

Auch anderswo haben Aquarien und Zoos ihren Pinguinen in diesem Jahr besondere Ausflüge ermöglicht: In Kansas City durften die Vögel ein Kunstmuseum erkunden. In Klaipeda in Litauen und in Chicago konnten Pinguine in die Rolle der Besucher schlüpfen und die anderen Tiere in ihren Zoos anschauen.

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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2 min
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So wird das Wetter heute

Am Dienstag bleiben die Wolken dicht. Dazu wird es im Westen regnen, im Süden vor allem am Vormittag schneien. Im Osten bleibt es meist trocken. Die Temperatur steigt auf Werte von 0 bis 9 Grad.

ZDF- Wetter vom 01.12.2020
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Kevin Schubert.

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