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Update am Abend - Ansteckende Demos

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Hunderttausende haben in Deutschland gegen Rassismus protestiert. Doch wie sieht es dabei eigentlich mit der Corona-Infektionsgefahr aus? Das und mehr im ZDFheute Update.

ZDFheute Update

Guten Abend,

Hunderttausende haben in Deutschland am Wochenende demonstriert - aber halt, diesmal ging es nicht um die Corona-Regeln. Eher schien Corona ziemlich weit weg zu sein, angesichts der Bilder von dichtgedrängten Menschenmassen mit Plakaten.

Nach den Anti-Rassismus-Protesten am Wochenende mit zehntausenden Teilnehmern mahnt die Bundesregierung zur Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen auch bei Massendemonstrationen.

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Damit werfen die Demos einige Fragen auf: Sind sie in der Corona-Krise nicht gefährlich? Und warum jetzt und nicht etwa nach dem Anschlag in Hanau oder den NSU-Morden? Diese Fragen und noch mehr hat meine Kollegin und Hauptstadt-Korrespondentin Kristina Hofmann dem Autor Olaf Sundermeyer gestellt, der bei den Demos in Berlin dabei war - und sie kritisiert hat. Er sagt: "Es war unmöglich, Regeln durchzusetzen."

Sylvie Nantcha ("The African Network of Germany") fordert eine unabhängige Beschwerdestelle, die sich mit rassistischen Übergriffen beschäftigt. "Rassismus in Deutschland gegen Schwarze muss benannt, erkannt und bekämpft werden", so Nantcha.

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Mögen die Demonstranten bei ihrem Umgang mit Corona teilweise unrecht haben, so haben sie mit allem anderen Recht. Rassismus ist ein Problem - und zwar auch in Deutschland. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken will deshalb gegen Rechtsextreme und Rassisten insbesondere in der Polizei vorgehen. Unterdessen fordern die Grünen das Wort "Rasse" aus dem Grundgesetz zu streichen.

Vielleicht weniger konstruktiv, aber dafür symbolkräftig waren Demonstranten im englischen Bristol unterwegs: Sie warfen die Statue eines Sklavenhändlers kurzerhand ins Hafenbecken.

In Bristol haben Demonstranten bei Anti-Rassismus-Protesten die Statue eines britischen Sklavenhändler im Hafenbecken versenkt. Auch in London wurde eine Statue beschädigt.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 185.869 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 300 dazu. Insgesamt sind 8.690 Menschen gestorben. (Stand: 08.062020 16:30 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Sonne, Strand und Wellenrauschen: Viele vermissen in der Corona-Zeit vor allem das Meer? Dafür vermisst das Meer uns aber gar nicht: In der Krise haben sich die Weltmeere was Flugzeuge, Schiffslärm und -dreck angeht etwas erholt, aber langfristig in Gefahr sind sie trotzdem. Darum geht es beim heutigen "Welttag der Ozeane" - Hauptproblem bleibt auch in der Corona-Krise der Plastikmüll.

Die Weltmeere haben sich in der Corona-Krise etwas erholt, doch dieser Effekt dürfte kaum von Dauer sein. Der Welttag der Ozeane soll auf die Bedrohung der Meere aufmerksam machen.

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Das Meer in Großbritannien bleibt für alle Reisenden erstmal tabu - außer man bringt viel Zeit mit: Während andere Länder lockern, gilt auf der Insel die Quarantänepflicht für alle Einreisenden.

In Großbritannien müssen Reisende nun nach ihrer Ankunft für zwei Wochen in Quarantäne. Vor allem Fluggesellschaften protestieren dagegen.

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Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Weitere Schlagzeilen

Mit Maskenpflicht, geschlossenen Geschäften und deutlich weniger Passagieren hat der Münchner Flughafen wieder geöffnet.

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Ein Lichtblick

Seit über zwei Wochen keine neue Infektion und die letzte Patientin ist genesen: Neuseeland erklärt sich Coronavirus-frei. Mögen viele Länder bald folgen können!

Gesagt

Die meisten Abschlussfeiern in den USA mussten wegen Corona dieses Jahr ausfallen - aber Stars und Politiker haben den Absolventen in einer vierstündigen Online-Zeremonie gratuliert. Sängerin Alicia Keys bezog sich direkt auf die aktuelle Situation:

Zitat von Alicia Keys
Quelle: ZDF

Tipps für den Feierabend

  • Film, Serie oder Doku? Wenn es ein Film sein soll, wie wäre es mit "Mein Ein, mein Alles" - ein französisches Beziehungsdrama, hochkarätig besetzt mit Vincent Cassel und Emmanuelle Bercot. Letztere erhielt für ihre Darstellung der Anwältin Tony, die ihre zerstörerische On-Off-Beziehung reflektiert, in Cannes den Preis als beste Darstellerin.
  • Oder lieber was richtig Spannendes? Da wäre noch "Outside the Box" - über ein Bootcamp für Unternehmensberater aus dem eine echte Entführung wird.
  • Für Serienliebhaber wäre die Thriller-Serie "Mirage - Gefährliche Lügen" zu empfehlen: Die ersten zwei von sechs Folgen gibt es vorab in der Mediathek zu sehen.

Claire trifft ihren tot geglaubten Ex-Partner.

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  • Doch lieber Lust auf eine Doku? Die Kollegen von "Arte Re:" haben für "Wem gehört das Heilige Land?" zwei deutsche Juden begleitet, die im Westjordanland siedeln wollen.

Genießen Sie Ihren Abend!

Meike Hickmann und das gesamte ZDFheute-Team

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