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Update am Abend : Unbekümmerter Corona-Herbst?

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ZDFheute Update

Guten Abend,

Was sich Anfang des Jahres noch kaum jemand vorstellen konnte, ist seit ein paar Wochen Wirklichkeit: Der Frühsommer in Deutschland lebt sich für die meisten Menschen fast wie vor der Corona-Pandemie. Die meisten Regeln sind gefallen, viele planen wieder Urlaub, treffen sich mit Freund*innen, drinnen und draußen, auch umarmt wird wieder.

Doch nach dem Sommer kommt der Herbst. Für den hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) heute seine Strategie vorgestellt. Denn die Pandemie ist noch nicht vorbei:

Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Sein Plan sieht vor:

  • Bereitstellung von drei unterschiedlichen Impfstoff-Arten: a) an Omikron angepasster Impfstoff, b) ein Kombi-Impfstoff gegen Omikron und herkömmliche Varianten, c) ein Impfstoff gegen ältere Varianten wie Delta
  • Allen Menschen soll eine vierte Impfung angeboten werden können
  • Weiterführung der Impfzentren mit Unterstützung vom Bund mit 100 Millionen Euro pro Monat
  • Pandemie-Pakt auf G7-Ebene, um auf neue Pandemien schnell reagieren zu können

[Alle Details zur Corona-Strategie für den Herbst lesen Sie hier.]

Wenn es nach dem Gesundheitsminister ginge, würde die Ständige Impfkommission eine generelle Empfehlung für eine vierte Impfung aussprechen. Allerdings fehle für eine solche Empfehlung derzeit die medizinische Grundlage, da noch lange nicht klar sei, mit welchen Varianten es das Land im Herbst zu tun haben werde.

Noch ist Zeit bis zum Herbst. Noch kann die Grundlage gelegt werden für einen weniger sorgenvollen Herbst als in den vergangenen zwei Jahren - oder zumindest dafür, nicht unvorbereitet auf die nächste Welle zu treffen. Der Bundesgesundheitsminister hat heute einen Anfang gemacht.

Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist

959 Azovstal-Kämpfer ergeben sich: Fast 1.000 Kämpfer des Stahlwerkes in Mariupol haben sich laut russischen Angaben seit Anfang der Woche ergeben. Die Ukraine hofft auf einen Gefangenenaustausch. Was jetzt aus den Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft wird, hat meine Kollegin Julia Klaus hier aufgeschrieben.

London: Mariupol kostet Russland viele Kräfte: Russland hat - laut britischen Erkenntnissen - im Ukraine-Krieg große Probleme beim Nachschub und der Truppenverstärkung. Allein der Kampf um Mariupol habe große Verluste gebracht.

Beginn des ersten Kriegsverbrecherprozesses: Der erste Kriegsverbrecherprozess gegen einen russischen Soldaten seit Kriegsbeginn hat begonnen. Ein 21-Jähriger muss sich vor einem Bezirksgericht in Kiew verantworten. Er hat sich schuldig bekannt, einen unbewaffneten Zivilisten erschossen zu haben.

Was darüber hinaus wichtig ist

  • Wärmste sieben Jahre der Geschichte: Die Temperaturen steigen, Weltmeere versauern: Der Klimawandel schreitet laut WMO-Klimabericht weiter voran. Bei mehreren Klimawandel-Indikatoren wurden Höchstwerte gemessen.
  • Schröder soll Büro verlieren: Die Forderungen gibt es schon länger, jetzt drückt die Ampel aufs Tempo: SPD, Grüne und FDP haben sich geeinigt, Altkanzler Schröder Büro und Mitarbeiter zu streichen.
  • Türkei blockiert Nato-Beitrittsgespräche: Erdogan stellt sich quer und blockiert in der Nato den Beginn der Beitrittsgespräche mit Finnland und Schweden.
Grafik: Finnland und Schweden beantragen Nato-Beitritt
Quelle: ZDF/Nato

Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis, zum Stand der Impfungen und zur allgemeinen Lage in Deutschland und weltweit.

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Weitere Schlagzeilen

  • Eintracht Frankfurt im Europa-League-Finale: Die Frankfurter treffen in Sevilla auf die Glasgow Rangers. 42 Jahre nach dem Gewinn des UEFA-Pokals wollen die Hessen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte einen internationalen Titel holen.
  • So will die EU weg von russischer Energie: Die EU-Kommission hat dazu ein Paket vorgelegt - und ehrgeizige Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren sowie beim Energiesparen gesetzt.
  • Sterbehilfe neu regeln - aber wie? Der Bundestag debattiert über eine mögliche Neuregelung der Sterbehilfe. Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein neues Gesetz dringend nötig.
  • US-Militär rätselt über Ufos: Ein "kugelförmiges Objekt" fliegt an einem Kampfjet vorbei - ein Fall von vielen: Dem US-Militär liegen immer mehr Meldungen über Ufos vor. Im Kongress gab es dazu eine Anhörung.

Ein Lichtblick

Zwischen Agnes und Amir liegen über 70 Jahre: Agnes ist 102, Amir 28. Trotzdem wohnen sie in einer WG. Wäre der junge Mann, der aus dem Iran geflohen ist, nicht bei ihr eingezogen, hätte Agnes ins Pflegeheim gemusst. Stattdessen hat sie mit über 100 Jahren nicht nur einen Mitbewohner, sondern auch einen besten Freund gefunden. "Wir verstehen uns", sagt sie mit ihrem Berliner Charme "wie zwei linke Latschen".

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Zahl des Tages

Grafik: Weltweit jeder sechste Tod wegen Umweltverschmutzung
Quelle: ZDF/The Lancet

Umweltverschmutzung ist einer Studie zufolge für weltweit jeden sechsten vorzeitigen Todesfall verantwortlich. Im Jahr 2019 starben neun Millionen Menschen verfrüht, wie aus einer in der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlichten Studie hervorgeht.

Hauptursache sind demnach schlechte Luftqualität und chemische Schadstoffe, insbesondere Blei. 6,7 Millionen vorzeitige Todesfälle waren laut der Studie auf Luftverschmutzung zurückzuführen, 1,4 Millionen auf Wasserverschmutzung und 900.000 auf Bleibelastung.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Die Ahr-Flut reißt zwölf Bewohner mit Behinderungen im Lebenshilfehaus in Sinzig in den Tod. Ein Jahr nach der Tragödie geht die ZDF-Dokumentation "Allein gelassen in der Flut" der Frage nach: Wäre das Unglück vermeidbar gewesen? Um zu verstehen, was in der Flutnacht im Juli vergangenen Jahres geschah, gehen Cristina Helberg und Johannes Musial den Geschehnissen auf den Grund. Akribisch rekonstruieren sie die Abläufe der Stunden, bevor das Erdgeschoss des Behindertenwohnheims in den Wassermassen der Ahr versank (29 Minuten)

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29 min
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Auf Befehl von Präsident Putin überfällt Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine. Viele wurden von dem Angriffskrieg überrascht, doch unvorhersehbar war er nicht. Viele fragen sich seitdem: Wurde Putin unterschätzt? Bernd Reufels sucht Antworten in "Putin - Der gefährliche Despot" (43 Minuten).

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43 min
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Jacqueline Vieth und das gesamte ZDFheute-Team

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