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Update am Morgen - K-Frage geklärt - und Corona?

Datum:
Antje Pieper

Guten Morgen,

die K-Frage ist also geklärt, zurück zu Corona. Das Virus hat leider keine Pause gemacht, wurde nicht etwa in Schockstarre versetzt angesichts des Machtkampfs in der Union. In Deutschland steht heute deshalb im Bundestag wieder die seit Wochen diskutierte Notbremse zur Debatte, nach der vor allem Intensivmediziner nahezu flehen. Und ein Blick nach Indien lässt bei Wissenschaftlern weltweit die Alarmglocken klingeln. Dort breitet sich eine neue Mutation aus: B.1.617 heißt die Variante, die auch für Europa zur Gefahr werden kann, warnt unter anderem Karl Lauterbach.

Neue Variante B.1.617 - Wie gefährlich ist die indische Mutante? 

Wieder eine neue Corona-Variante, diesmal aus Indien. Sie verbindet mehrere Mutationen, die Forschern Sorgen bereiten. Ob sie gefährlicher ist, lässt sich noch nicht klar sagen.

Videolänge
2 min
von Jan Schneider

Über 200.000 Neuinfektionen jeden Tag - das ist inzwischen traurige Wirklichkeit in Indien. Mehrere Superspreader-Events verschärften die Lage vor Ort. So sieht die Welt teils ungläubig staunend zu, wie sich Hunderttausende während des Hindu-Festes Kumbh Mela im Ganges reinigen. "Für mich ist klar: Der Glaube besiegt Corona", ist einer der Pilger überzeugt.

Viele Sadhus, die "heiligen Männer" bzw. Mönche im Hinduismus, sind darin geübt, sich ganz von der Welt zurückzuziehen. Diese asketische Lebensweise half ihnen bisher, jeden Lockdown während der Pandemie zu überstehen. Doch das Bad im Ganges?

Sadhu Govind verteilt Masken und Desinfektionsmittel an seine gläubigen Brüder. Er ist keiner, der Corona leugnen würde. Vorsicht könne nicht schaden. Angst jedoch müsse nicht sein, meint er: "Das Wasser des heiligen Ganges ist mächtig. Keiner unserer heiligen Männer, die darin baden, ist jemals krank geworden." Leider doch. Dutzende Sadhus sind positiv getestet worden, mindestens einer ist inzwischen sogar gestorben. Eine eher unheilige Bilanz, meint unser Korrespondent Normen Odenthal. Sein Bericht über Indien, Corona und Kumbh Mela - zu sehen heute im auslandsjournal.

Bis heute Abend!

Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

Was heute noch wichtig ist

George-Floyd-Prozess: Ex-Polizist schuldig gesprochen: Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd ist der weiße Ex-Polizist Derek Chauvin in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen verurteilten den 45-Jährigen wegen Mordes zweiten Grades, Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades.

Bundestag will Änderungen im Infektionsschutzgesetz beschließen: Der Abstimmung sind tagelange Verhandlungen vorausgegangen. Geplant sind etwa Ausgangsbeschränkungen von 22 Uhr bis 5 Uhr. Die geplante Bundes-Notbremse soll gezogen werden, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet werden. Heute ab 11 Uhr soll der Bundestag die neuen gesetzlichen Regeln beschließen.

Bundestag berät über die Neuregelung der Sterbehilfe: Nachdem das Bundesverfassungsgericht die alten gesetzlichen Regeln für verfassungswidrig erklärt hat, debattiert der Bundestag heute Nachmittag erstmals über eine Neuregelung der Sterbehilfe.

Putin hält jährliche "Rede an die Nation": Der russische Präsident dürfte sich vor allem zur schweren sozialen und wirtschaftlichen Lage in seinem Land im Zuge der Corona-Pandemie äußern.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 3.186.038 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 20.620 dazu. Insgesamt sind 81.171 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer). Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Ausführlich informiert

"Was nun, Herr Laschet?": Fragen an den Kanzlerkandidaten der Union von ZDF-Chefredakteur Peter Frey und der stellvertretenden Chefredakteurin Bettina Schausten (20 Minuten)

Frontal 21: Verzweiflung auf der Intensivstation - Warten auf die Notbremse (35 Minuten)

Markus Lanz: Thema unter anderem die Neuordnung des Infektionsschutzgesetzes (75 Minuten)

Zahl des Tages

483 - so viele Menschen wurden laut Amnesty International im Jahr 2020 weltweit hingerichtet. Das sei zwar der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 2007, aber kein Grund zur Entwarnung: Besonders große Sorgen bereitet Amnesty Ägypten. Mindestens 23 Menschen seien dort im Zusammenhang mit politischer Gewalt zum Tode verurteilt worden. Einige Todesurteile hätten auf erzwungenen "Geständnissen" basiert.

Ein Lichtblick

Standbild einer Überwachungskamera im Bahnhof Vangani (Maharashtra/Indien).Rechts im Bild ein herannahender Zug und ein Mann im Gleisbett. Links am Bahnsteigrand ein geretteter Junge.
Eine Überwachungskamera am Bahnhof in Vangani (Indien) hat die Rettungsaktion aufgenommen.
Quelle: via Reuters: 3TP NARCH/NARCH30

In Indien hat ein unerschrockener Bahnarbeiter einen kleinen Jungen in letzter Minute vor einem Schnellzug gerettet. Das Kind war zuvor ins Gleisbett gestürzt. Die Hilfeschreie der sehbehinderten Mutter hatten den 30-jährigen Retter alarmiert. Er packte den Jungen und warf ihn zurück auf den Bahnsteig, ehe er sich selbst nur Augenblicke vor dem Eintreffen des Expresszugs in Sicherheit brachte. Mehr aktuelle Nachrichten, die Hoffnung machen, finden Sie übrigens jederzeit in unserem "Good-News-Blog".

Weitere Schlagzeilen

Gesagt

Es werden wieder bessere Tage kommen, wir werden mit unseren Freunden vereint sein, wir werden mit unseren Familien vereint sein. Wir werden uns wiedersehen.
Die britische Königin, Elizabeth II., wird heute 95. Das Zitat stammt aus ihrer Weihnachtsansprache 2020.

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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2 min
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So wird das Wetter heute

Am Mittwoch wechseln Sonne und Wolken. Im Norden zieht etwas Regen durch; in der Mitte und im Süden entwickeln sich vor allem nachmittags einige Schauer und Gewitter. Die Höchstwerte liegen zwischen 9 und 18 Grad.

Am Mittwoch wechseln Sonne und Wolken. Im Norden zieht etwas Regen durch; in der Mitte und im Süden entwickeln sich vor allem nachmittags einige Schauer und Gewitter. Die Höchstwerte liegen zwischen 9 und 18 Grad.

Zusammengestellt von Andreas Kronhart

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