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Update am Abend - Alle Corona-Zahlen höher als vor einem Jahr

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ZDFheute Update

Guten Abend,

das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute eine Inzidenz von 130,2, Tendenz stark steigend. 1.808 Patienten liegen mit Covid-19 auf der Intensivstation, Mediziner warnen vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Es gibt im Schnitt 86 Corona-Tote pro Tag.

Heute vor einem Jahr meldete das das RKI eine Inzidenz von 93,6, Tendenz stark steigend. 1.569 Patienten lagen mit Covid-19 auf der Intensivstation, Mediziner warnten vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Es gab im Schnitt 44 Corona-Tote pro Tag.

Infografik: Covid-19-Patient*innen in Intensivbehandlung

Heute vor einem Jahr beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz einen Shutdown ab 2. November. Es galten Kontaktbeschränkungen, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen mussten schließen, später auch teilweise Einzelhandel, Schulen und Kitas. Gestern haben die Ampel-Verhandler einen neuen Lockdown ausgeschlossen.

Die Corona-Trends gleichen denen des vergangenen Jahres, die Kennzahlen sind sogar höher - wo liegen also die Unterschiede? Diesen Fragen ist die Virologin Sandra Ciesek im NDR-Podcast nachgegangen.

Auf der Positivliste: Rund 80 Prozent der Erwachsenen sind geimpft - und unter ihnen gibt es wesentlich weniger Todesfälle. Doch laut einer Studie im Auftrag der Bundesregierung dürfte die Impfquote kaum noch zu steigern sein.

Ciesek warnt davor, die Pandemie zu unterschätzen. Sorgen bereiten ihr vor allem die vielen Neuinfektionen bei Älteren. Mit Blick auf die Intensivstationen stünden wir "im Vergleich zum letzten Jahr eigentlich sogar schlechter da". Sie rät vor allem über 60-Jährigen mit Vorerkrankungen zu Booster-Impfungen - und warnt vor einer trügerischen Sicherheit bei 2G- und 3G-Veranstaltungen.

Die meisten Menschen, die wegen Covid ins Krankenhaus müssen, seien nicht geimpft, sagt Gerald Gaß, Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Wie dramatisch ein Corona-Herbst trotz Impfstoff werden kann, zeigt das Beispiel England. Dort stauen sich die Rettungswagen stundenlang vor Notaufnahmen - mindestens zwei Patienten starben während der Wartezeit vor der Klinik.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 28.037 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 130,2. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 69,3 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 66,5 Prozent sind vollständig geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Was sonst noch wichtig ist

Schon jetzt 30 Millionen Klimaflüchtlinge: Laut der Rot-Kreuz-Bewegung sind dieses Jahr nach Katastrophen wie Waldbränden, Stürmen, Überschwemmungen oder Dürren weltweit mehr als 30 Millionen Menschen auf der Flucht - und damit dreimal mehr als wegen Konflikten und Gewalt (8,9 Millionen).

Woher unser Strom kommt - jetzt und künftig: Um die Erderwärmung zu bremsen, muss die Strom-Produktion auf klimafreundlich umgekrempelt werden. Aber woher kommt unser Strom eigentlich? Wie sicher ist die Versorgung? Und was können die Verbraucher tun? Mark Hugo aus der ZDF-Umweltredaktion gibt Antworten.

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Story-Highlight

Ist die 40-Stunden-Woche noch zeitgemäß? Welche Alternativen es gibt - und was für und gegen sie spricht, zeigt diese Story:

Zahl des Tages

4,5 Prozent - die Inflation ist so hoch wie seit 28 Jahren nicht. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts waren Waren und Dienstleistungen diesen Oktober 4,5 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Die Hauptgründe: die steigenden Energiepreise und eine geringere Mehrwertsteuer im zweiten Halbjahr 2020.

Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Freiburg im Breisgau, Stadtansicht.
Quelle: imago

Das laut "Lonely Planet" drittbeste Städtereiseziel für 2022 liegt in Deutschland: Für den Reiseführer ist das Freiburg, nach Auckland und Taipeh. "Die charismatische, umweltbewusste Schwarzwaldmetropole kann vielen von uns noch ein paar Tricks zeigen, wie man verantwortungsbewusst lebt", heißt es über die Studentenstadt mit gut 230.000 Einwohnern.

Streaming-Tipp für den Feierabend

Mythos Cerro Torre - Reinhold Messner auf Spurensuche
Reinhold Messner auf Spurensuche am Cerro Torre
Quelle: arte

Wer hat als erstes den Cerro Torre bestiegen? Er liegt im Süden Argentiniens, ist 3.128 Meter hoch und gilt als "schwierigster Berg der Welt" - seine Form gleicht einer Granitnadel. 1959 sollen es Cesare Maestri und Toni Egger auf den Gipfel geschafft haben. Doch Egger verunglückte beim Abstieg tödlich - und Maestri konnte nicht beweisen, dass er wirklich oben war. In der Dokumentation "Mythos Cerro Torre" begibt sich Bergsteiger Reinhold Messer als Regisseur auf eine "fast detektivische" Spurensuche. (81 Minuten, heute um 20:15 Uhr auf Arte und bis 26. November 2021 in der Mediathek.)

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Kathrin Wolff und das gesamte ZDFheute-Team

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