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Update am Abend - Fehlende Pflegefachkräfte und ein "Plan C"

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ZDFheute Update

Guten Abend,

Sie haben's bestimmt schon gehört, morgen ist es wieder so weit: Bundeskanzlerin Merkel trifft sich mit den Ministerpräsidenten der Länder zur nächsten Corona-Krisenrunde. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt rasant, die Zeit drängt. Neue Ideen für neue Maßnahmen gibt es tatsächlich aber immer noch genug.

Haben Sie schon von "Plan C" gehört? Die Menschen hinter dieser Initiative schlagen grob zusammengefasst Folgendes vor: einen regelmäßig wiederkehrenden, gemeinsamen Rückzug. Mein Kollege Florian Neuhann hat sich das mal genauer angeschaut.

Die leere Innenstadt von Pfarrkirchen (Bayern), aufgenommen am 27.10.2020

Idee in der Corona-Pandemie - "Plan C": Freiwillige Lockdowns jeden Monat 

von Florian Neuhann

Ein weiterer Vorschlag kommt vom SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach: Ein sogenanntes "Wellenbrecher"-Konzept könne jetzt helfen, das exponentielle Wachstum zu stoppen.

Gesagt

Niemand möchte weitere sogenannte Lockdowns. Aber wenn wir sie vermeiden wollen, müssen wir alle unseren Teil dazu beitragen.
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor WHO

WHO-Chef Ghebreyesus warnt außerdem vor einer Überlastung von Intensivstationen, vor allem in Europa und Nordamerika. Viele dieser Länder sähen einen besorgniserregenden Anstieg von Einweisungen ins Krankenhaus, so Tedros bei einem Briefing in Genf.

Tatsächlich liegen 1.470 Corona-Patienten (Stand: 13.30 Uhr) alleine auf Intensivstationen deutscher Kliniken. Mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Wochen. Zwar stehen noch ausreichend Intensivbetten und Beatmungsgeräte zur Verfügung, doch etwas Entscheidendes fehlt: Pflegefachkräfte.

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Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen hat Schleswig-Holstein heute schon vor dem Bund-Länder-Treffen angekündigt, harte Kontaktbeschränkungen zu ergreifen. Wie groß die Sorgen bei den Menschen auch anderswo sind, zeigt sich am Beispiel Italien. Dort gab es jetzt Proteste gegen die frühe Schließung von Restaurants, Cafés und anderen Einrichtungen. Zum Teil schlugen die Demos dann um in gewalttätige Ausschreitungen.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 455.929 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 10.460 dazu. Insgesamt sind 10.104 Menschen gestorben. (Stand: 27.10.2020 16:20 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Blog. Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Schwarzbuch 2020 - 100 neue Beispiele für Steuerverschwendung: 200.000 Euro für eine Brücke, die keiner kennt und niemand braucht; ein 24-Millionen-Neubau, der acht Jahre leer steht oder neue Kita-Räume, aber weniger Platz als vorher - für schlappe 300.000 Euro. Nur einige Beispiele, die in der neuesten Ausgabe des heute vorgestellten "Schwarzbuchs" des Steuerzahlerbundes aufgelistet werden. Oder auch noch diese hier:

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AfD Brandenburg hat neuen Vorsitzenden: Zwei Monate nach dem Rücktritt von Andreas Kalbitz hat die Landtagsfraktion Hans-Christoph Berndt zum neuen Vorsitzenden gewählt. Kalbitz war nach seinem Rauswurf aus der Partei im August zurückgetreten. Berndt leitet den Verein "Zukunft Heimat", der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird.

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Offener Machtkampf um CDU-Vorsitz: "Harter Tobak", "schlechter Verlierer": In der Union sind viele fassungslos über Friedrich Merz. Dessen Aussagen zum verschobenen CDU-Wahlparteitag spalten die Partei.

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Weitere Schlagzeilen

Grafik des Tages

Infografik: Verpackungsmüll-Menge in Deutschland steigt
Quelle: ZDF/Umweltbundesamt/iStock

Der Trend zum Online-Einkauf und zu Essen und Trinken "to go" verursacht Müll. Doch nicht mal die Hälfte der Kunststoff-Verpackungen wird recycelt.

Zahl des Tages

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1 von 10, um genau zu sein: Nur zehn Prozent der Vorstände in den Top 100 der deutschen Unternehmen sind Frauen. Damit liegt Deutschland laut einer aktuellen Studie der "Boston Consulting Group" auf Platz 24 der EU-Mitgliedsstaaten.

Grafik: Balken, aufgeteilt in "10% Frauen" und "90% Männer". Überschrift: "Nur 1 von 10 Führungspositionen von Frauen besetzt". Im Hintergrund Foto einer typischen Besprechungssituation. Mann und Frau an Besprechungstisch. Fußzeile der Grafik: "...unter den 100 größten börsennotierten Unternehmen nach Marktkapitalisierung". Quelle: Boston Consulting Group

Eine Sache noch...

Das Haus der Geschichte in Bonn sammelt schon seit Monaten Dinge, die die Pandemie und ihre Auswirkungen dokumentieren. Mehr als 400 Objekte sind bereits im Fundus - von Atemschutzmasken aller Art bis zu Abstrichröhrchen für PCR-Tests. Schauen Sie mal bei ZDFheute auf Instagram vorbei, da gibt's ein paar mehr Beispiele zum Thema.

Ein Bierkrug des ausgefallenen Oktoberfests unter der Überschrift: "Corona im Museum - das Bonner Haus der Geschichte sammelt Zeugnisse der Pandemie."

Streaming-Tipps für den Feierabend

Konjunktureinbrüche, steigende Arbeitslosigkeit, Insolvenzen, Überschuldung. Die Angst vor einer Weltwirtschaftskrise angesichts der Corona-Pandemie steht immer noch im Raum. Deutschland geriet im Lauf der Geschichte mehrmals in den Sog großer Depressionen. Die Kollegen von ZDFzeit widmen sich dem Thema heute Abend: "Wir Deutschen und die großen Crashs" heißt es um 20.15 Uhr im ZDF - oder jetzt schon hier vorab:

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Kommenden Dienstag finden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt. Weder bei der Corona-Pandemie und einer drohenden Rezession noch bei den Auseinandersetzungen um fortdauernden Rassismus findet der aktuelle Präsident Trump angemessene Antworten. Im Gegenteil: Er selbst polarisiert das Land. Die USA stecken in einer tiefen Krise. Unser USA-Korrespondent Elmar Theveßen hat für das auslandsjournal auf einer Reise durchs Land die Stimmung erkundet. "American Voices: Reise durch ein zerrissenes Land" heißt sein Film - morgen um 22.15 Uhr im ZDF, aber auch schon hier:

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Oder darf es vielleicht ein "echter" Kurz-Krimi sein? Es ist das Jahr 1978. Der 13-jährige Andrew ist Sohn eines britischen Soldaten. Am frühen Abend des 27. Oktober, also auf den Tag genau vor 42 Jahren, fährt er mit seinem Bonanza-Fahrrad zu einem Jugendclub und verschwindet dabei spurlos. Ermittler Hennes Jöris übernimmt den Fall. Was er und seine Kollegen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Der Junge ist tot und erst ein weiterer Mord wird sie auf die richtige Spur bringen. Die Auflösung des Kriminalfalls sehen Sie in der Kurz-Dokumentation aus der Reihe "Wahre Verbrechen" von hallo deutschland und ZDFheute:

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Genießen Sie Ihren Abend!

Andreas Kronhart und das gesamte ZDFheute-Team

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