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Update am Morgen - Warum "zurück in die Schulen" nicht reicht

Datum:
Theo Koll

Guten Morgen,

wie war das früher - der erste Schultag nach sechs Wochen Sommerferien? In jedem Fall unvertraut. Und jetzt? Für 2,3 Millionen Grundschüler beginnt heute, nach rund zwei Monaten, wieder der Unterricht. Das war Schulentzug XXL.

Lockerungen in den Bundesländern -
Wo und wie Schulen und Kitas wieder öffnen
 

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Auch, weil an vielen Schulen der Digitalunterricht nicht vernünftig funktionierte. Die Lernplattformen stürzten ab, Schüler und Lehrer hatte keine Laptops oder Tablets, Deutschland digital - ein Drama. Und nicht nur, weil die Kultusbürokratie das seit Beginn der Corona-Krise massiv verstolpert hat - das Digitaldefizit besteht verföderalisiert seit vielen Jahren.

Die Lage ist so dramatisch, dass der ansonsten durchaus konservative Fraktionschef der Union, Ralph Brinkhaus, jetzt eine Digital-"Revolution" fordert, Deutschland liege da weit zurück. Von dem vor Jahren bereitgestellten Fünf-Milliarden-Digitalpakt Schule waren nur kleinste Beträge überhaupt abgeflossen.

Man sieht die Umrisse eines Klassenraumes. Darin befinden sich Lehrer und Schüler. Ein Schüler infiziert andere Schüler mit dem Coronavirus.

Nachrichten | Panorama -
Corona in der Schule: Hohe Infektionsgefahr?
 

Wie groß ist das Infektionsrisiko in Klassenzimmern? Diese drei Szenarien zeigen es.

Kanzlerin und Bundesbildungsministerin wollen heute mit der "Initiative Digitale Bildung" genau derselben einen Schub verleihen. Das müsste aber schon ein Turbo sein, um nicht noch weiter abgehängt zu werden.

Jeder finanzielle Einsatz würde sich rechnen: Der Leiter des ifo-Zentrums für Bildungsökonomik hat errechnet, dass jeder Schüler, der ein Drittel eines Schuljahres verpasst, später mit einem drei Prozent geringeren Einkommen rechnen muss. Für die Volkswirtschaft summiere sich das langfristig durch niedrigere Wirtschaftskraft auf abenteuerliche 2,5 Billionen Euro.

Eine gelungene Digital-"Revolution" - das wäre also mal eine mit ordentlicher Rendite.

Kommen Sie gut durch die Woche,

Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin

Die Gesundheitsminister der Länder beraten heute, ob Kita- und Grundschulpersonal in der Reihenfolge der Corona-Impfungen nach vorne rücken soll - mehr im Video.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 2.394.51 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 7.360 dazu. Insgesamt sind 68.448 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer)

Bisher wurden in Deutschland 3.179.290 Menschen einfach gegen das Coronavirus geimpft, 1.690.351 Menschen erhielten die Zweitimpfung. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht. (Quelle: RKI)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Was heute noch wichtig ist

Boris Johnson will einen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown vorstellen: Die existierenden Maßnahmen wie Schulschließungen sowie weitreichende Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sollen "vorsichtig, aber irreversibel" aufgehoben werden, hatte der britische Premier angekündigt. Geplant ist, dass vom 8. März an die ersten Schülerinnen und Schüler in England wieder vor Ort unterrichtet werden. Danach könnten Outdoor-Aktivitäten erlaubt sein, bevor Einzelhandel und später die Gastronomie geöffnet werden.

UN-Umweltkonferenz in Nairobi befasst sich mit Klima- und Umweltkrise: Zum fünften Mal treffen sich Vertreter aus aller Welt zu einer zweitägigen UN-Umweltkonferenz, die von dem UN-Umweltprogramm (Unep) organisiert wird. Wegen der Corona-Pandemie findet sie erstmals online statt. Thema des Gipfels ist die Stärkung von Maßnahmen zum Schutz der Natur. Unter anderem ist die Teilnahme von UN-Generalsekretär Guterres geplant. 

In Brüssel treffen sich die EU-Außenminister - die Themen unter anderem: Die Planungen für neue Russland-Sanktionen wegen der Entwicklungen im Fall Nawalny sowie die Lage in Hongkong und Myanmar. Mit dem neuen US-Außenminister Antony Blinken soll es eine Videoschalte geben.

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Gesagt

Das Judentum hat entscheidend zum Aufbruch Deutschlands in die Moderne beigetragen.
Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Festakt in der Kölner Synagoge das Jubiläumsjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" eröffnet. Dabei betonte er die besondere Rolle des Judentums in der deutschen Geschichte - und mahnte, sich dem Antisemitismus entgegenzustellen.

[Lesen Sie hier einen Gastkommentar zum Jubiläumsjahr von Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden.]

Zahl des Tages

220.000 - so viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder gibt es nach Verbandsangaben in Deutschland. Und damit: Happy Birthday Robert und Olave Baden-Powell. Zu Ehren des Geburtstags der beiden Gründer der internationalen Bewegung feiern Pfadfinder und Pfadfinderinnen auf der ganzen Welt den 22. Februar als "(World) Thinking Day". Motto in diesem Jahr: Zusammenstehen für den Frieden.

Christliche Pfadfinder aus Jerusalem stehen mit ihren Trommeln nebeneinander und spielen ihre Instrumente.
Christliche Pfadfinder aus Jerusalem (Archiv).
Quelle: ZDF/Philipp Pröttel

Weitere Schlagzeilen

Besondere Leistung

Die Britin Jasmine Harrison hat Geschichte geschrieben: Als jüngste Frau hat die 21-Jährige alleine rudernd den Atlantik überquert. 70 Tage, drei Stunden und 48 Minuten hat sie von der kanarischen Insel La Gomera bis zur karibischen Insel Antigua gebraucht.

Britin überquert den Atlantik
Quelle: dpa

Ausblick in die Woche

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Montagvormittag halten sich im Süden noch zähe Nebelfelder. Ansonsten wird es verbreitet wieder sehr sonnig. Nur im Westen und Nordwesten ziehen hohe Wolkenfelder durch. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis Südwest. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 20 Grad.

Wettervorhersage für 22.2.2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Andreas Kronhart und Kevin Schubert

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