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Update am Abend - Corona-Politik zwischen Hoffen und Bangen

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ZDFheute Update

Guten Abend,

ab heute sehen nicht nur Bundesliga-Profis wieder gut aus. Schnipp, schnapp, Haare ab, heißt es nach rund zehn Wochen Shutdown auch für die Normalsterblichen. Die Sehnsucht nach einem gepflegten Haarschnitt war bei einigen Menschen so groß, dass sie keine Minute länger warten wollten und bereits kurz nach Mitternacht auf dem Friseurstuhl Platz nahmen. Die Öffnungen der Friseursalons sowie in einigen Bundesländern auch der Baumärkte, Gartencenter oder Brautmodengeschäfte sind die ersten Vorboten möglicher weiterer Lockerungen im März. Jetzt blicken die Gastronomie, der Handel und viele weitere Wirtschaftszweige ungeduldig einer Öffnungsperspektive für ihre Branche entgegen.

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Ob tatsächlich weiter gelockert wird und in welcher Gestalt, darüber wird am Mittwoch beim nächsten Bund-Länder-Gipfel entschieden. Die Bundesregierung mahnt vor den Beratungen, vor allem mit Blick auf die sich in Europa ausbreitenden Virusvarianten, weiter ein vorsichtiges Vorgehen an. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte heute:

Wir sind jetzt in einer Phase der Hoffnungen, Gott sei Dank. Aber es kann und darf nicht eine Phase der Sorglosigkeit sein.
Steffen Seibert

Politik und Wissenschaft sind sich einig, dass mögliche Lockerungen von einer engmaschigen Teststrategie begleitet werden sollten. Den Start mit kostenlosen Schnelltests hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vollmundig für den 1. März angekündigt, doch daraus wurde bekanntlich vorerst nichts. Es ist nicht die erste Panne Spahns beim Corona-Krisenmanagement. Wie berechtigt die Kritik an Spahn ist und wo die Fehler liegen, hat unsere Hauptstadtkorrespondentin Britta Spiekermann kommentiert.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 2.451.920 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 7.960 dazu. Insgesamt sind 70.782 Menschen gestorben. (Quellen: Risklayer)

Bisher wurden in Deutschland 4.079.107 Menschen einfach gegen das Coronavirus geimpft, 2.095.255 Menschen erhielten die Zweitimpfung. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht. (Quelle: RKI)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Was sonst noch wichtig ist

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy zu Haft verurteilt: Ein Pariser Strafgericht hat den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in einem Korruptionsprozess zu drei Jahren Haft verurteilt, von denen zwei zur Bewährung ausgesetzt werden. Das Gericht sprach den 66-Jährigen der Bestechung eines hohen Justizbeamten und der illegalen Einflussnahme auf die Justiz schuldig. Sarkozy regierte von 2007 bis 2012 im Elyséepalast.

Nicolas Sarkozy, ehemaliger Präsident von Frankreich.
Quelle: Sadak Souici/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

Hilfe für Tschechien vorgestellt und neue Impfverordnung gefordert: Sachsen und Thüringen reagieren auf die besorgniserregende Entwicklung der Corona-Zahlen in Tschechien. Die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) stellen dem Nachbarland Hilfe bei der Bekämpfung der Pandemie in Aussicht und präsentierten heute einen entsprechenden Zehn-Punkte-Plan vor. Darüber hinaus forderten beide Ministerpräsidenten eine Änderung der bundesweiten Impfverordnung. Insbesondere der Impfstoff von Astrazeneca solle möglichst schnell zur Verimpfung an Haus- und Betriebsärzte verteilt werden.

Streichliste für das Auslandsgeschäft verkündet: Die Commerzbank setzt wieder den Rotstift an. Deutschlands zweitgrößte Privatbank hat bekannt gegeben, 15 Standorte im Ausland aufzugeben. Die Rosskur geht damit weiter. Nur gut einen Monat ist es her, dass die Commerzbank veröffentlichte, künftig 10.000 Jobs streichen zu wollen.

Donald Trump ist wieder da: Bei seiner ersten Rede nach Amtsende wird der ehemalige US-Präsident von Anhängern aus seiner Partei gefeiert. Unbeirrt durch die jüngste Niederlage kündigt er eine mögliche Kandidatur 2024 an.

Donald Trump sagt: Eigentlich haben sie gerade das Weiße Haus verloren, wi Ihr wisst. Ich könnte sogar beschließen, sie ein drittes Mal zu schlagen.
Quelle: reuters

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Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Die Bundesregierung hat auf einer virtuellen Geberkonferenz für den Jemen humanitäre Hilfe in Höhe von 200 Millionen Euro zugesagt, darunter 73 Millionen Euro aus dem Haushalt des Entwicklungsministeriums (BMZ). Es gehe darum, "die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt" abzuwenden, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Berlin. Die Vereinten Nationen beziffern den humanitären Gesamtbedarf für Jemen auf 3,8 Milliarden US-Dollar.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Der Klimawandel schreitet ungebremst voran. Auch Deutschland verfehlt seine Klimaziele. Das Problem: Ein Großteil der Energie wird hierzulande weiterhin aus Kohle erzeugt. Wäre die Rückkehr zur Kernenergie ein Ausweg? Das fragen die Autoren der ZDFInfo-Doku "Strahlendes Comeback - Rettet Atomkraft das Klima?".

Eine junge Frau wird erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Tatwaffe war offensichtlich ein rotes Seil, wie es beim Segeln verwendet wird. Der Fernsehfilm der Woche "Unter anderen Umständen - Für immer und ewig" läuft heute Abend um 20.15 Uhr im TV und ist vorab in der Mediathek abrufbar.

Genießen Sie Ihren Abend!

Lukasz Galkowski und das gesamte ZDFheute-Team

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