Sie sind hier:
Update

Update am Abend - Das Letzte, was wir jetzt noch brauchen

Datum:
ZDFheute Update

Guten Abend,

es ist eine bekannte Gefahr: Bei jeder neuen Übertragung des Coronavirus besteht die Chance, dass sich das Virus verändert, es mutiert. Was Expertinnen und Experten dabei stets befürchtet haben, ist eine Mutation, die die Wirkung der Impfstoffe gegen Covid-19 abschwächt, die Abwehrkräfte des Körpers also umgeht. Möglicherweise ist genau das nun passiert und noch dazu in einer Virusvariante, die sich sehr schnell ausbreitet.

B.1.1.529 heißt die neue Variante. Sie wurde zuerst in Südafrika entdeckt und scheint sich dort gegen die aktuell dominante Delta-Variante durchzusetzen. Die Weltgesundheitsorganisation wird sie voraussichtlich bald als "interessante Variante" oder als "besorgniserregende Variante" einstufen und mit dem griechischen Buchstaben "Nu" benennen. Am Mittag wurde in Belgien die erste Infektion mit der neuen Variante des Coronavirus erstmals in Europa nachgewiesen. Auch in Hongkong gab es bereits einen Fall.

Wie groß die Gefahr durch B.1.1.529 wirklich ist, lässt sich heute noch nicht wirklich einschätzen. Was bisher bekannt ist, hat mein Kollege Oliver Klein bei verschiedenen Virologen erfragt. Was er zu hören bekam:

Das Ding ist bis an die Zähne bewaffnet.
Friedemann Weber, Leiter des Instituts für Virologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Mitarbeiter vom Gesundheitsschutz beim Impfen
FAQ

Virologen zur Corona-Variante - "Das Ding ist bis an die Zähne bewaffnet" 

Eine neue Virus-Variante alarmiert Europa. Wie gefährlich kann uns B.1.1.529 werden? Und sind die Vorsichtsmaßnahmen gerechtfertigt? Virologen geben bei ZDFheute eine Einschätzung.

von Oliver Klein

Die Welt ist in Alarmbereitschaft:

  • Deutschland und andere EU-Länder haben angekündigt, den Flugverkehr mit Südafrika sowie möglicherweise auch mit Nachbarländern drastisch einzuschränken.
  • Die Sorge vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der neuen Corona-Variante hat Europas Börsen heute einbrechen lassen.
  • Der Impfstoffhersteller Biontech hat bereits Untersuchungen eingeleitet, ob der Impfstoff angepasst werden muss.

Etwas gelassener bleibt die Weltgesundheitsorganisation WHO, die derzeit noch keinen Anlass für Reisebeschränkungen sieht.

Am Vormittag hatte Gesundheitsminister Jens Spahn bei seiner Pressekonferenz zur Lage der Pandemie die aktuelle Situation so beschrieben:

Das ist das Letzte, was wir jetzt in unserer momentanen Lage noch brauchen können, dass in die Welle hinein noch eine zusätzliche Variante kommt.
Jens Spahn

Zur neuen Coronavirus-Variante senden wir ab 19.45 Uhr ein ZDFheute live. Der Wiener Virologe und Immunologe Andreas Bergthaler wird Fragen zu dem Thema beantworten. Außerdem dabei: ZDF-Korrespondentin Sandra Theiß aus Johannesburg.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 76.414 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 438,2. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 71,0 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 68,3 Prozent sind vollständig geimpft, 9,6 Prozent haben eine Auffrischung erhalten. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Wie eine Impfpflicht umgesetzt werden könnte: Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht wird kontrovers diskutiert. Wichtig ist in der Diskussion, wie sie überhaupt ausgestaltet und durchgesetzt werden könnte.

Grünen-Urabstimmung über Ampel-Vertrag läuft: Die Grünen-Urabstimmung zum Koalitionsvertrag mit SPD und FDP hat begonnen. Sie endet am 6. Dezember. Abgestimmt wird auch über das Personaltableau der Ministerposten - und das hatte für Wirbel gesorgt.

AfD sagt Bundesparteitag ab: Die AfD wollte im Dezember auf einem Parteitag eine neue Spitze wählen. Wegen der Corona-Lage und möglicher 2G-Regeln sagt die AfD das Treffen ab. Viele Mitglieder sind ungeimpft.

Johnson will Rückführungsabkommen mit Paris: Bei der Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien starben 27 Migranten bei einem Bootsunglück. Premier Boris Johnson fordert nach der Tragödie ein neues Abkommen der beiden Länder.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Die Flut im Sommer hat viele Lücken im Warnsystem offenbart. Um die Bevölkerung im Katastrophenfall frühzeitig zu alarmieren, sollen künftig auch Warn-SMS versendet werden. Der Bundesrat stimmte heute einer Verordnung der Bundesregierung zum sogenannten Cell-Broadcast-Verfahren zu. Das System ermöglicht es den Behörden, allen Handynutzern, die sich gerade in einem bestimmten Gebiet aufhalten, eine Warnung zu schicken.

Frau guckt auf ihr Handy

Bundesrat für Cell Broadcast - Grünes Licht für Warn-SMS bei Katastrophen  

Nach heftiger Kritik am Warnsystem beschlossen Bund und Länder im August, das Cell-Broadcast-Verfahren einzuführen.

Zahl des Tages

470.000. So viele Covid-19-Todesfälle wurden laut der WHO in Europa bei Menschen über 60 verhindert, weil Menschen sich impfen gelassen haben.

WHO: Covid-Impfungen hat mindestens 470.000 Menschenleben gerettet

Gesagt

Dass wir zum Beispiel mehr als eine halbe Million Wählerinnen und Wähler der Linken zu uns bewegen konnten, liegt auch daran, dass wir diesen Menschen wieder ein glaubwürdiges Angebot machen konnten.
Jessica Rosenthal, Juso-Bundesvorsitzende

Die Juso-Bundesvorsitzende Jessica Rosenthal beschreibt im Interview mit ZDFheute die politische Aufbruchsstimmung in Berlin, ihre Kritik an der Union und zwei "Wermutstropfen" im Ampel-Koalitionsvertrag.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Eine bizarre Mordserie, ein eigensinniges Ermittler-Duo und jede Menge Leichen: Kommissar Niémans und seine Kollegin Camille bieten auch in der dritten Staffel "Die purpurnen Flüsse" französischen Nervenkitzel auf höchstem Niveau. In Folge 1 ermitteln die beiden in Paris. Zwei Leichen waren mit Pestviren kontaminiert, und es gilt, den Täter so schnell wie möglich zu finden. (89 Minuten)

Einige Folgen sind nur in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr oder mit Altersverifikation über "Mein ZDF" abrufbar. Einfach anmelden, einloggen und Spannung erleben.

Beitragslänge:
89 min
Datum:

Spannung gibt es auch bei der ZDFneo-Serie "WESTWALL": Polizeischülerin Julia verliebt sich in den geheimnisvollen Nick. Doch der ist nicht der der, als der er sich ausgibt. Er wurde von einem ominösen Unbekannten, Keppler, gezielt auf die Polizeischülerin angesetzt. Julia ahnt nichts von dem Plan, bis sie nach der ersten Liebesnacht ein riesiges Hakenkreuz auf Nicks Rücken entdeckt, und so mitten in den Alptraum einer terroristischen Verschwörung gerät. (46 Minuten)

Beitragslänge:
46 min
Datum:

Oder mögen Sie lieber ohne Spannung das Fernweh stillen? Norwegen gilt als eine der einsamsten, aber auch schönsten Regionen der Erde. Von Fjorden, Nordlichtern und eisige Nächten erzählt die Doku aus der Reihe "Traumorte". Die Reise beginnt in Bergen und führt über die Lofoten und Tromsø bis zum Nordkap und der russischen Grenze.

Weitere Episoden gibt es zur Bretagne, Kalabiren, Java, der Dominikanischen Repuplik und vielen mehr. (43 Minuten)

Beitragslänge:
43 min
Datum:

Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team.

Alles gut? Danke, dass Sie unser ZDFheute Update lesen! Wir möchten unser Briefing für Sie noch nützlicher machen. Dafür brauchen wir Ihre Mithilfe: Schreiben Sie uns, was Ihnen besonders gut gefällt und was wir noch besser machen sollten an zdfheute-feedback@zdf.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.