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Corona und Flüchtlinge: Das Zögern in der EU

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Update am Abend - Corona und Flüchtlinge: Das Zögern in der EU

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Update am Abend

Guten Abend,

50 Flüchtlingskinder sollen in der nächsten Woche von den griechischen Inseln nach Deutschland kommen. Ein erster Schritt, sagt die Bundesregierung. Insgesamt sollen in nächster Zeit noch etwa 300 weitere Minderjährige aus Griechenland aufgenommen werden.

Erleben wir jetzt, da die Corona-Pandemie die Situation in den griechischen Lagern noch verschärft, also ein solidarisches Europa?

Die Realität sieht immer noch anders aus. Italien und Malta weisen - wieder einmal - Rettungsschiffe mit Flüchtlingen an Bord ab. Allein im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos, das einmal für 3.000 Menschen geplant war, leben weiterhin 20.000 Menschen. Wenn Corona dort ausbricht, droht eine Katastrophe. Nahe Athen, in den Lagern Ritsona und Malakasa, sind bereits 4.800 Flüchtlinge unter Quarantäne, weil insgesamt 28 Menschen positiv getestet wurden.

Auch beim finanziellen Rettungspaket bleibt die EU eine Antwort schuldig. Mehr dazu und weitere Themen in unserem Update. 

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

107.663 Infizierte insgesamt, 36.081 genesene Fälle, 2.016 Todesfälle (Stand: 08.04.2020 16:30 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Weitere Corona-Themen

  • Institute sagen schwere Rezession voraus: "Die Corona-Pandemie löst eine schwerwiegende Rezession aus", teilen die führenden Forschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten mit. In diesem Jahr droht das Bruttoinlandsprodukt um 4,2 Prozent zu fallen, bevor es im nächsten Jahr um voraussichtlich 5,8 Prozent steigt.
  • So ist die Lage in Asien: Während in Wuhan nach zwei Monaten Quarantäne die Lebensfreude zurückkehrt, kämpfen viele Inder mit einem schlechten Gesundheitssystem und mangelhafter Wasserversorgung. Unsere Korrespondenten und Producer geben einen Einblick in die Lage ihrer Länder.
  • Wie mit Corona-Mythen Geld verdient wird: Cecil Egwuatu war früher Basketballprofi. Dann startete er unter dem Namen "Coach Cecil" als Fitnesscoach und Influencer durch. In seinen YouTube-Videos redet er nun über angebliche Corona-Verschwörungen - und preist Nahrungsergänzungsmittel als Gegenmaßnahme an. ZDFheuteCheck-Redakteur Nils Metzger erklärt, wie sein Geschäftsmodell funktioniert.
  • Wer wann welche Maßnahmen lockert: Deutschland sucht noch eine Exit-Strategie. Andere Länder sind da schon weiter. Dänemark zum Beispiel: Dort öffnen in einer Woche Krippen, Kindergärten und Schulen bis zur fünften Klasse. Ein Überblick.

16 Stunden haben die EU-Finanzminister um ein Rettungspaket gerungen - und nun ihre Verhandlungen auf Donnerstag vertagt. Mehr dazu im Video.

Italien, Spanien und Griechenland fordern Corona-Bonds um den finanziellen Zusammenbruch zu verhindern. Deutschland will an bestehenden Instrumenten wie den ESM festhalten.

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Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen sie jederzeit in unserem Liveblog.

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ZDFheute live

ZDFheute live sendet um 20:30 Uhr wieder eine Corona-Sprechstunde. Das Thema heute: "YouTuber Lehrerschmidt bringt euch durch die Krise".

Das ZDFspezial zum Thema: "Corona-Krise - Wer rettet den Einzelhandel?" sehen Sie um 19:25 Uhr im TV und in der Mediathek.

Außerdem gibt es ein auslandsjournal spezial: Corona global - wie das Virus die Welt verändert - um 22:30 Uhr im Zweiten Deutschen Fensehen und in der Mediathek.

Streaming-Tipps für Ihren Abend

Charlotte wollte eigentlich alles anders machen. Raus aus ihrem Job in einer Werbeagentur, raus aus der Ehe. Doch dann kommt die Pandemie - und damit alles anders. Die neue Comedy-Serie "Drinnen - Im Internet sind alle gleich" erzählt Charlottes Geschichte, in 15 kurzen Folgen, immer montags bis freitags um 20 Uhr in der Mediathek. Drei Folgen sind schon online - hier im Video ist die erste (10 Minuten).

Charlotte (Lavinia Wilson) muss im Home-Office ausharren.

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10 min
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Die erste große Liebe, die einfach nicht sein darf: Unser Fernsehfilm der Woche erzählt die Geschichte eines Schülers, der sich in seine Lehrerin verliebt. "Schweigeminute" - jetzt hier in der Mediathek (88 Minuten).

Auch sehenswert: ZDFtivi sammelt gerade Tipps, wie man jetzt zuhause Sport machen kann. Die Sportmacher Laura und Stefan sprechen mit Profisportlern und stellen Spiele vor.

Die gute Nachricht

Ohne Verkäuferinnen und Verkäufer würde gerade nichts mehr gehen. In Supermärkten, Bäckereien und Drogerien halten sie die Stellung, damit wir alles kaufen können, was wir im Alltag brauchen. Nicht ohne Risiko: Während wir alle soweit wie möglich auf Kontakte verzichten, begegnen sie Tag für Tag Dutzenden, oft auch Hunderten Menschen. Wie kann man ihnen am besten "Danke" sagen?

In Österreich ruft die "Initiative Wertschätzen" (Link zur Facebook-Gruppe) dazu auf, beim Einkaufen ein kleines Trinkgeld als Zeichen der Dankbarkeit zu geben. Mit Erfolg: "Aktuell beteiligen sich schon mehr als 2.300 Menschen aktiv an unserer Initiative, gestalten Trinkgeldboxen und sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren", berichtet Christoph Baumgarten, der Mediensprecher der Initiative. "Und immer wieder treten Menschen neu bei und posten auch gleich ein Bild von einer Trinkgeldbox für den Supermarkt oder die Drogerie um die Ecke, die sie sich gerade gemacht haben."

Trinkgeld-Box in Österreich
Quelle: Initiative VerkäuferInnen WERTschätzen

Neun Supermarktketten sowie einige Bäckereien und Drogerien beteiligten sich schon, sagt Baumgarten. Bei vielen komme das Geld direkt nach dem Dienst als Trinkgeld in bar an. Andere Konzerne, etwa Billa, Merkur oder Penny, sammelten das Geld dagegen erst einmal. "Es soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit kollektiven internen Leistungen zu Gute kommen, etwa mit Betriebsausflügen nach der Krise", sagt Baumgarten.

Gesagt

Ihnen allen, den vielen, vielen, die helfen, möchten wir beide heute von ganzem Herzen danken. Sie leben vor, was Solidarität heißt - im Großen wie im Kleinen. Sie zeigen, was unser Land zusammenhält!
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

In einer gemeinsamen Video-Botschaft haben sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender an die Bevölkerung gerichtet. Die ganze Botschaft können Sie hier im Video anschauen.

Bundespräsident Steinmeier hat gemeinsam mit seiner Frau eine Videobotschaft an die Bevölkerung gerichtet. Trotz aller Probleme fordert er zum Durchhalten in der Corona-Krise auf.

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Weitere Schlagzeilen

Bleiben Sie gesund!

Kevin Schubert und das gesamte ZDFheute-Team

Kevin Schubert ist Redakteur und Reporter bei ZDFheute. Auf Twitter: @waskevinsagt

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