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Update am Abend - Der Hoffnungsschimmer Impfstoff rückt näher

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Der Impfstoff der Mainzer Firma Biontech macht Fortschritte. Außerdem wird diskutiert, welche Menschen zuerst geimpft werden sollen. Und: Merkel gratuliert Biden zum Wahlsieg.

ZDFheute Update

Guten Abend,

der Krimi um die US-Wahl ist zu Ende und damit auch die Ablenkung von den Problemen im eigenen Land: Es ist die zweite Woche der neuen Corona-Beschränkungen und noch lässt sich an den Zahlen der Neuinfektionen keine wirkliche Verbesserung der Lage ablesen. Lediglich der exponentielle Anstieg der Fallzahlen scheint vorerst gestoppt.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Mainzer Firma Biontech hat Zwischenergebnisse einer Studie vorgelegt, die ihrem Corona-Impfstoff eine hohe Wirksamkeit ohne schwere Nebenwirkungen attestiert. Das Vakzin könnte bald zugelassen werden.

Nur, wie soll so ein Impfstoff verteilt werden? Darüber haben sich die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI), der Deutsche Ethikrat sowie die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina die Köpfe zerbrochen: Der Fokus bei der Priorisierung soll demnach auf Hochrisikogruppen liegen, anschließend sollen Personen, die Erkrankten beistehen geimpft werden und dann Menschen, die für das Gemeinwesen besonders relevante Funktionen besetzen. Dazu zählen Ärzte, Polizisten aber auch Lehrer und Erzieher. Die Impfung ist übrigens freiwillig, eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen.

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Aber selbst bei dieser Staffelung nach Priorität wird das eine logistische Mammutaufgabe: Laut Gesundheitsminister Spahn gehören bis zu 40 Prozent der Bevölkerung zu Risikogruppen.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 682.624 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 19.750 dazu. Insgesamt sind 11.380 Menschen gestorben. (Stand: 09.11.2020 16:30 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Zahl des Tages

3.005. So viele Intensivbetten waren am Montag nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) von Covid-Patienten belegt. Mehr als die Hälfte von ihnen wurde demnach invasiv beatmet. Während der ersten Pandemiewelle im Frühjahr hatte der Höchstwert bei bundesweit 2.935 Corona-Infizierten auf Intensivstationen gelegen.

Auslastung der Intensivbetten in Deutschland
Quelle: ZDF

Was sonst noch wichtig ist

Merkel verspricht Biden mehr Engagement: Deutschland will in Zukunft mehr Engagement in Sicherheitsfragen zeigen, kündigt die Kanzlerin an. So sollen auch die Beziehungen zu den USA wieder besser werden.

Das ganze Statement im Video.

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So könnte Bidens Kabinett aussehen: "Meine Regierung wird wie Amerika aussehen", hat Joe Biden gesagt. Auf weiß und männlich soll im Weißen Haus also divers folgen. Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat bis Februar Zeit, sein Kabinett zusammenzustellen. So könnte es aussehen.

Nach "Querdenken"-Demonstration in Leipzig: Politiker aus allen Ebenen fordern eine Aufarbeitung der Eskalationen. Innenminister Seehofer nimmt derweil die Polizei in Schutz.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

9. November: "Schicksalstag" der Deutschen

Kein anderer Kalendertag steht so für die Umbrüche der deutschen Geschichte: Unser Autor Peter Hartl hat die Ereignisse am 9. November zusammengefasst.

Weitere Schlagzeilen

Die Türkei ist in einer Wirtschaftskrise. Die Währung Lira ist auf Talfahrt und die Corona-Pandemie setzt der Wirtschaft zusätzlich zu. Denn der für Einnahmen so wichtigeTourismus leidet extrem.

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Streaming-Tipps für den Feierabend

Auf deutschen Schulhöfen ist "Du Jude!" ein gängiges Schimpfwort. Antisemitische Sprüche, geschmacklose Witze und nervige Vorurteile gehören für junge Jüdinnen und Juden in Deutschland zum Alltag. Mit "Hey, ich bin Jude! - Jung.Jüdisch.Deutsch" zeigt Filmemacher Jan Tenhaven was es heißt, als Jude in Deutschland zu leben. Ein Film über den Alltag zwischen Sportplatz und Synagoge, Thora und Instagram, Schabbat und Party.

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Um jüdischen Alltag geht es auch in unserem Fernsehfilm der Woche "Das Unwort": Nachdem der jüdische Junge Max monatelang von Mitschülern drangsaliert wurde, wehrt er sich mit Gewalt. Nun droht ihm der Schulverweis. Eltern, Klassenlehrerin und Schulleitung sind überfordert. Ein Film über alltägliche Gewalt, über Vorurteile, Ausgrenzung und die Herausforderung, damit umzugehen.

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85 min
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Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

Jan Schneider ist Redakteur im ZDFheuteCheck-Team. Auf Twitter: @janatorium

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