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Update am Morgen - Corona darf kein Wahlkampfthema sein

Datum:
Susanne Biedenkopf

Guten Morgen,

sie werden uns noch viel Disziplin abverlangen, die verlängerten und sogar verschärften Corona-Maßnahmen, die Bund und Länder gestern beschlossen haben. Das fällt umso schwerer, als mit dem Corona-Impfstoff eine wirkmächtige Hilfe gegen das Virus auf dem Markt ist. Und die Ungeduld wächst, weil doch alles so viel schneller laufen könnte und sollte.

Schuldzuweisungen gab es viele in den letzten Tagen. Der Vorwurf des Versagens ist im Superwahljahr vielleicht publikumswirksam - aber ist er auch berechtigt? Was zählt, ist der differenzierte Blick auf die Fakten und die unterschiedlichen Probleme:

Haben wir ein Problem der Impfstoffmenge - oder der Verteilung der ausgelieferten Dosen? Fehlt es an Impfpersonal, medizinischer Ausrüstung oder hakt es an der Koordination? Wer kommt wann an einen Impftermin und wie? Welche Fehler können vermieden werden? Es ist zu hoffen, dass die heutigen Beratungen von Kanzlerin Merkel mit ihren Fachministern über die Impfstoff-Produktion zur Beantwortung und Lösung dieser Fragen ein Stück weit beitragen werden.

An Schuldzuweisungen fehlt es auch in Richtung Europäische Union nicht. Ich erinnere mich noch zu gut an die Diskussionen im letzten Frühjahr. Tausende Menschen starben im italienischen Bergamo, es fehlte an allem, Masken, Schutzkleidung und Beatmungsgeräten. Doch die Hilfe der europäischen Nachbarn ließ auf sich warten. Hilfslieferungen wurden zurückgehalten - die Grenzen in der Union der Freizügigkeit sogar vorübergehend dichtgemacht. Der Vertrauensschaden war immens, die europaweite Betroffenheit auch. Dass die EU sich im Sommer auf eine gemeinsame Impfstrategie verständigt hat, ist ein wichtiges Signal der Gemeinsamkeit, deren Fehlen sonst immer beklagt wird.

Hinzu kommt: Das Virus kennt keine Grenzen. Die unbeschwerte Reisen, das die Bürger*innen der EU so sehr vermissen, wird erst wieder möglich sein, wenn die Herdenimmunität überall erreicht ist.

Bleiben Sie gesund!

Susanne Biedenkopf, Leiterin der ZDF-Redaktion für Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt

Die Ergebnisse des Corona-Gipfels

Die wichtigsten Corona-Regeln im Überblick
Quelle: ZDF/iStock

Was heute noch wichtig ist

US-Kongress soll Bidens Wahl bestätigen: Eigentlich ist der Termin nur eine verfassungsrechtliche Formalität - doch mehrere republikanische Abgeordnete wollen heute gegen den gewählten US-Präsidenten stimmen. Könnten sie Bidens Wahl noch kippen? Fragen und Antworten.

Die Sinnsuche der CSU: Wenn die Landesgruppe zu ihrer Winterklausur zusammenkommt, ist das meist mit großem Tamtam verbunden. Nicht so in diesem Jahr - die Bayern positionieren sich neu.

Kommt Assange frei? Nachdem ein britisches Gericht am Montag eine Auslieferung an die USA abgelehnt hat, wird heute entschieden, ob der Wikileaks-Gründer gegen Kaution das Gefängnis verlassen darf.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 1.814.738 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 17.650 dazu. Insgesamt sind 37.180 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer)

Bisher wurden in Deutschland 316.962 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Hier erfahren Sie, wie viele Menschen in Ihrem Bundesland eine Impfung erhalten haben. (Quelle: RKI)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

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Ausführlich informiert

ZDF spezial: Corona-Gipfel - wie geht es weiter in Deutschland? (16 Minuten)

ZDFheute live: Pressekonferenz mit Kanzlerin Merkel zum härteren Shutdown. (94 Minuten)

Gesagt

Berlins Regierender Bürgermeister und Chef der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), zu den Corona-Beschlüssen:

Es ist jetzt keine Zeit für Halbherzigkeit.
Michael Müller

Weitere Schlagzeilen

Video des Tages

Heute ist der Tag der Heiligen Drei Könige. Doch was wird da genau gefeiert - und wie? Das Video zeigt einige Beispiele aus Europa:

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Mittwoch bleibt der Himmel grau und zeitweise schneit es. Im Norden und in tiefen Lagen kann es auch regnen. Entlang und nördlich der Mittelgebirge schneit es kräftiger. Die Höchstwerte liegen zwischen minus 1 und plus 4 Grad.

ZDFheute Wetter für Mittwoch den 06.01.2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Kathrin Wolff

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