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Corona und die Sehnsucht nach Normalität

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Update am Morgen - Corona und die Sehnsucht nach Normalität

Datum:
Ilka Brecht

Guten Morgen,

wie lange noch? Wann können wir endlich wieder leben, wie wir es gewohnt sind? Fußball gucken - so wie früher, Freunde treffen - so wie früher, die Enkel besuchen - so wie früher. Landauf, landab sehnen sich die Deutschen nach Normalität. Und manche sehnen sich nicht nur danach, sie verhalten sich auch so, als wäre alles wie normal und Corona ganz egal.

Jüngere Menschen scheinen die Ansteckungsgefahr besonders gelassen hinzunehmen oder gar zu verdrängen. In den vergangenen Wochen filmten unsere Kameras immer wieder sommerlichen Leichtsinn: Saufgelage an den Stränden, Partys im Park, Gedränge ohne Mundschutz. Die Bilder zeigten Exzesse, die meistens draußen stattfanden. Eine Infektionsquelle blieb dabei aber - buchstäblich - außen vor. Denn im Freien verflüchtigen sich die Viren laut Expertenmeinung schneller, Innenräume gelten als gefährlicher. Und so können Ansteckungen auch bei der normalen Familienfeier vorkommen, mit Älteren dabei.

Junge Leute feiern abends am Flusufer in Berlin
Quelle: ZDF

Soll heißen, Jugendliche in Feierlaune sind nicht an allem schuld. Oder, wie es das Robert-Koch-Institut ausdrücken würde: Neben den Rückkehrerinnen und Rückkehrern aus Risikogebieten tragen vor allem private Feiern zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland bei. Kommenden Donnerstag wollen die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin auch deshalb über eine Ausweitung der Maskenpflicht beraten, und heute diskutiert der Koalitionsausschuss die neue Corona-Lage.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen

Ilka Brecht, Moderatorin und Leiterin des ZDF-Magazins "Frontal 21"

Was heute noch wichtig ist

Giftspuren in Nawalnys Körper: Im Fall Nawalny deutet immer mehr auf eine Vergiftung hin. Auch die Ärzte der Charité gehen nach der Auswertung der Laborergebnisse davon aus. Welchen Stoff haben sie bei dem Kreml-Kritiker gefunden? Antworten eines Toxikologen.

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erklärt zum Fall Nawalny: Mit der Vergiftung "will man ein Zeichen setzen".

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4 min
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Heiko Maas als Vermittler im Erdgas-Streit: Bundesaußenminister Heiko Maas will zwischen Griechenland und der Türkei vermitteln und reist dazu nach Athen und Ankara. Er trifft nach Angaben des Auswärtigen Amtes unter anderem den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Im Anschluss reist er nach Ankara, um dort seinen türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu zu sprechen.

Ex-General Mladic erneut vor UN-Tribunal: Mehr als 25 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica muss sich erneut einer der Hauptverantwortlichen, der serbische Ex-General Ratko Mladic, den Richtern stellen. Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag der Berufungsprozess gegen den 77-Jährigen. In erster Instanz war Mladic 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 236.122 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.360 dazu. Insgesamt sind 9.276 Menschen gestorben. (Stand: 25.8.2020 5:28 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Gesagt

Gestatten mein Name ist Bond, James Bond.
Sean Connery im Jahr 1962 im Film "James Bond jagt Dr. No"

Der Satz ist inzwischen legendär. Als erstes gesagt wurde er von Sean Connery, der heute seinen 90. Geburtstag feiert. Ab 1962 verkörperte der Schotte die Figur 007. Doch Connery betont auch immer wieder: "James Bond ist nur ein Teil meiner Geschichte."

Weitere Schlagzeilen

Irans prominenteste Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh verteidigte Frauen, die sich gegen den Verschleierungszwang auflehnten. Bereits 2018 wurde Sotudeh verhaftet, sitzt seitdem im Gefängnis.

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3 min
Datum:

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

Beitragslänge:
1 min
Datum:

So wird das Wetter heute

Am Dienstag zieht neuer Regen hauptsächlich in den Nordwesten. Sonst herrscht meist ein Wechsel aus Sonne und Wolken bei maximal 18 bis 26 Grad. Der Wind weht frisch, an der Nordsee auch stürmisch aus Südwest.

Wetterbericht für Dienstag, 25. August
Quelle: ZDF
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