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Zu locker, zu streng - oder genau richtig?

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Update am Morgen - Zu locker, zu streng - oder genau richtig?

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Update am Morgen

Guten Morgen,

es gibt neue Corona-Regeln in Deutschland. Viele Einschränkungen sind oder werden in den kommenden Tagen schrittweise aufgehoben oder gelockert. Aber sind es die richtigen? Was sagen Sie?

Die Meinungen gehen weit auseinander - und hängen jetzt noch stärker davon ab, wo man wohnt. Die Bundesländer haben die Verantwortung für ihre Maßnahmen übernommen. Man kann darin eine Stärke des Föderalismus sehen, ein Eingehen auf regionale Unterschiede. Man kann Deutschland nun aber auch als unübersichtlichen Flickenteppich betrachten, als Land mit mehreren Wettläufern, die entschlossen von Merkels vorsichtigem Kurs abrücken. Ansichtssache.

  • Im Video: Eine politische Einschätzung von ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee

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Es gibt aber auch Aspekte, neben denen die politische Bewertung in den Hintergrund rückt. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen, zum Beispiel. Die Frage: Wem helfen diese Lockerungen - und wer bleibt weiter außen vor? Das haben wir beispielsweise Eltern und Lehrer gefragt, die vorsichtig optimistisch sind. Aber auch Kinobetreiber, die frustriert zurückbleiben, weil ihnen nach wie vor die Perspektive fehlt.

Und über all dem schweben nach wie vor die unabsehbaren gesundheitlichen Folgen. Wiegen wir uns nun so sehr in Sicherheit, dass wir eine zweite Infektionswelle riskieren? Oder bleiben wir - gerade für Menschen in Risikogruppen - verantwortungsbewusst, tragen weiterhin unsere Masken und halten Abstand zueinander? Ob die Regeln in Deutschland da zu locker, zu streng oder genau richtig sind, liegt weiterhin bei uns.

  • Im Video: ZDF-Reporterin Jasmin Sarwoko hat mit Menschen in der Risikogruppe und deren Familien gesprochen, was die Lockerungen für sie bedeuten.

Auch wenn es jetzt Lockerungen gibt: Für Menschen mit Behinderung oder Immunkrankheiten bleibt das Coronavirus lebensbedrohlich.

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Der bayerische Ministerpräsident sieht in den schnellen Lockerungsmaßnahmen und einer Art Überbietungswettbewerb die Gefahr steigender Infektionen. Deswegen sei die Notbremse und entsprechende Maßnahmen wichtig. Es gehe jetzt darum, die Balance zu halten.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 168.162 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.010 dazu. Insgesamt sind 7.275 Menschen gestorben. (Stand: 07.05.2020 05:59 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Weitere Corona-Themen

  • Kita-Öffnungen in Dänemark: In Deutschland steht die Öffnung der Kitas noch bevor, in Dänemark sind sie bereits seit mehr als zwei Wochen wieder offen. Unsere Reporterin Meike Hickmann hat sich angeschaut, wie sich die Zahl der Neuinfektionen seitdem entwickelt hat - und wie aussagekräftig das ist.
  • Die kommunalen Haushalte müssen sich wegen der Corona-Krise auf deutlich weniger Steuereinnahmen gefasst machen. Zugleich werden höhere Kosten erwartet, etwa in Gesundheitsämtern.
  • Aktuelle Lage in Deutschland: Auch heute gibt das Robert-Koch-Institut wieder ein Pressebriefing mit den neuesten Zahlen und Entwicklungen - wie immer um 10 Uhr bei uns im Livestream.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Ausführlich informiert

ZDF spezial: Corona-Krise - Lockerungen für Deutschland (45 Minuten)

auslandsjournal spezial: Corona global (30 Minuten)

ZDFzoom: Schulen im Corona-Stress - Lernen aus der Krise (28 Minuten)

Ein Lichtblick

Ich fahre selbst Auto. Und das auch äußerst gerne. Aber mal ehrlich: In den meisten Städten sind Autos nicht nur überflüssig, sondern auch nervig. Wie lebenswert könnten unsere Städte sein, wenn unsere Straßen nicht mehr für überdimensionierte Limousinen und SUVs herhalten müssten?

Einen Schritt in die richtige Richtung geht da gerade Brüssel. Die belgische Hauptstadt öffnet die Straßen in der Innenstadt für Fahrradfahrer und Fußgänger - und zwar auf der ganzen Fahrbahnbreite. Autos, aber auch Bahnen und Busse haben das Nachsehen. Sie dürfen höchstens 20 Stundenkilometer fahren und müssen Fußgängern und Fahrrädern Vorfahrt gewähren.

Gelten sollen die neuen Regelungen für mindestens drei Monate. Die Brüsseler sollen in der Corona-Krise so leichter Abstand zueinander halten können. Außerdem soll die Stadt grüner werden. Die Krise wird damit zum Neustart. An alle Städte in Deutschland: gerne nachmachen!

Brüssel ist in Zukunft eine Stadt für Fahrräder und Fußgänger: Sie haben grundsätzlich Vorrang vor Autos, Bussen und Bahnen.
Quelle: ZDF

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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Einen guten Start in den Tag!

Kevin Schubert und das gesamte ZDFheute-Team

Kevin Schubert ist Redakteur und Reporter bei ZDFheute. Auf Twitter: @waskevinsagt

So wird das Wetter heute

Am Donnerstag legt der Wind im Tagesverlauf an der Ostsee zu, sonst herrscht ruhiges Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein bei 12 bis 24 Grad.
Am Donnerstag legt der Wind im Tagesverlauf an der Ostsee zu, sonst herrscht ruhiges Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein bei 12 bis 24 Grad.
Quelle: ZDF
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