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Update am Abend - Viren brauchen keine Ferien

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ZDFheute Update

Guten Abend,

die Stimmung an deutschen Flughäfen könnte ab dieser Woche etwas gereizter werden: Denn die bereits angekündigte Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten soll in den nächsten Tagen in Kraft treten. Das bekräftigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Morgen.

Man kann sich vorstellen, wie glücklich Betroffene darüber sein werden: Nach mehreren Stunden Flug, endlosem Warten am Gepäckband und dem Beruhigen von quängelnden Kindern wird das abschließende Schlangestehen für einen Corona-Test das Ferien-Feeling abrunden. Dabei hatte die Bundesregierung doch pünktlich zum Ferienstart alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit ihre Bürger auch in Corona-Zeiten nicht auf ihren erholsamen All-Inclusive-Urlaub im südeuropäischen Land ihrer Wahl verzichten müssen - Pandemie hin oder her.

Normalerweise ist die Urlaubs-Erholung irgendwann zwischen dem ersten und zweiten Arbeitstag dahin. Dank Corona könnte sich das Ganze deutlich beschleunigen, wenn der Urlaubsort sich plötzlich zum Corona-Hotspot entwickelt. Meine Kollegin Lena Kirfel hat zusammengefasst, welche Rechte Pauschalreisende in diesem Fall haben.

Andererseits sollten sich die Reisenden des Corona-Sommers 2020 auch eingestehen, dass diese Entwicklung nicht ganz unerwartet kommt. Denn im Vergleich zum urlaubsreifen Deutschen hat der Corona-Erreger einen entscheidenden Vorteil: Viren brauchen keine Ferien.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 211.622 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 650 dazu. Insgesamt sind 9.154 Menschen gestorben. (Stand: 3.8.2020 15:34 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Das ist die Corona-Lage bei Kreuzfahrten: Hurtigruten stoppt nach einem Corona-Ausbruch seine Kreuzfahrten. "Wir waren nicht gut genug und haben Fehler gemacht", sagt Konzernchef Skjeldam. Aida hat den Saisonstart hingegen ganz veschoben - derweil erreicht ein Tui-Schiff wohlbehalten Hamburg.

Sächsische Studie sieht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko in Schulen: Eine Studie der Uniklinik Leipzig stellt fest, dass Schulen keine Corona-Hotspots sind. Die Schulöffnungen seien vorerst unter bestimmten Bedingungen richtig, heißt es. Marcel Burkhardt blickt auf die neuen Erkenntnisse der Forscher.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Kohlekapazität schrumpft erstmals weltweit
Quelle: ZDFheute, Global Coal Plant Tracker

Weitere Schlagzeilen

  • Wie Deutschland den Jesiden helfen könnte: Am Jahrestag des Genozids an den irakischen Jesiden kritisieren Vertreter, der Wiederaufbau dauere zu lang.
  • Corona-Ausbrüche in Nerzfarmen: Vermutlich wurde das Virus von Mitarbeitern in spanischen und niederländischen Betrieben auf die Nerze übertragen.
  • Abschied von Hans-Jochen Vogel: In München haben Weggefährten Abschied vom früheren SPD-Chef Hans-Jochen Vogel genommen.
  • Noch viele freie Lehrstellen: Viele haben befürchtet, dass Betriebe dieses Jahr keine neuen Auszubildenden einstellen, doch dem ist nicht so.
  • Evangelische Kirche erwägt Steuersenkung: Der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zieht eine Senkung der Kirchensteuer für Mitglieder mit niedrigem Einkommen in Betracht.

Gesagt

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister
Quelle: epa

Streaming-Tipps für den Feierabend

Eigentlich ist das Genre des Western ein tiefamerikanisches: harte Männer, die durch die Prärie reiten, immer einsam, immer rastlos, immer schießwütig, mit Cowboy-Hut, Pferd und Saloon. Wie man dieses Genre neu interpretieren kann, zeigt Regisseurin Valeska Griesebach in ihrem Film "Western". Darin reist eine Gruppe deutscher Arbeiter zu einer Baustelle im ländlichen Bulgarien. Das fremde Land und die raue Natur wecken ihre Abenteuerlust. Die FAZ nannte den Film einen "der besten – und schönsten – deutschen Filme seit langer Zeit". (Ab sofort in der ZDF-Mediathek und morgen um 00:20 Uhr im ZDF)

Am 6. August 1945 geschah das bis dahin Undenkbare: Die USA warfen die Atombombe "Little Boy" über der japanischen Stadt Hiroshima ab. Das Ende des Zweiten Weltkriegs war gekommen, am 2. September kapitulierte Japan. Kurz vor dem 75. Jahrestag des Atombombenangriffs zeichnet die Doku "Hiroshima - Chronik einer Tragödie" das Geschehen aus Sicht der amerikanischen Soldaten und japanischen Zivilisten nach. (Ab sofort in der ZDF-Mediathek)

Der nukleare Urknall brachte zigtausendfach Leid und Tod und erschütterte die Weltgeschichte. Am 6. August 1945 verwüstete die erste Atombombe die japanische Stadt Hiroshima.

Beitragslänge:
58 min
Datum:

Genießen Sie Ihren Abend!

Katja Belousova

Katja Belousova ist Redakteurin im ZDFheuteCheck-Team. Auf Twitter: @belojakatja

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