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Update am Abend - Erst Berlin-Mitte - dann Quarantäne?

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ZDFheute Update

Guten Abend,

jedes Bundesland macht seine eigenen Corona-Regeln - dieses Problem gibt es so lange wie die Pandemie. Mit den steigenden Neuinfektions-Zahlen und der Empfehlung, nur im Inland Urlaub zu machen, wird es gerade aber besonders kompliziert:

Was passiert, wenn ich in ein Gebiet fahren will, in dem es in der letzten Woche mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab - zum Beispiel nach Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln oder Tempelhof-Schöneberg? Diese Bezirke gelten als Corona-Hotspots. Genauso wie die Städte Remscheid und Hamm und der Kreis Vechta. Und was ist mit Menschen, die so ein Risikogebiet verlassen wollen?

Die Antwort lautet mal wieder: Das hängt vom Bundesland ab. In vielen gilt ein Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Risikogebieten, einige schicken Rückkehrer in Quarantäne, in manchen kommt man mit einem negativen Corona-Test drumherum.

Grafik: Corona Regelungen der Bundesländer für Reisende
Quelle: ZDF

Meine Kollegin Julia Klaus für Sie zusammengefasst, wie die Länder mit deutschen Risikogebieten umgehen. Außerdem können Sie in einem ZDFheute live ab 19:30 Uhr Ihre Fragen zum Regel-Dschungel stellen.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält Reisebeschränkungen für Menschen aus deutschen Corona-Hotspots für wenig sinnvoll: "Demnächst" würden sehr viele Kreise die Grenze von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner überschreiten, sagt er im ZDF-Interview. "Ich glaube, dass es dann sehr unübersichtlich wird."

Sehen Sie hier das Interview mit Karl Lauterbach.

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 302.985 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 2.180 dazu. Insgesamt sind 9.539 Menschen gestorben. (Stand: 5.10.2020 15:23 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Neue Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten: Wer aus einem Corona-Hotspot im Ausland nach Deutschland reist, muss bald nicht mehr 14, sondern nur noch 10 Tage in Quarantäne. Das plant die Bundesregierung. Mit einem negativen Corona-Test kann die Quarantäne nach 5 Tagen beendet werden. Außerdem soll es bald einen Anspruch auf Schnelltests in Pflegeheimen geben, berichtet mein Hauptstadt-Kollege Dominik Rzepka.

Medizin-Nobelpreis für Hepatitis-C-Entdecker: Jährlich sterben Hunderttausende an Hepatitis C. Für ihre Pionierarbeit zur Erforschung des Virus sind nun drei Wissenschaftler geehrt worden.

Trump-Fans suchen einen Schuldigen: Warum hat sich der US-Präsident mit Corona infiziert? Unter seinen Anhängern kursieren Verschwörungstheorien. Die auslandsjournal-Doku "Der infizierte Präsident" blickt auf Trump und das Coronavirus einen Monat vor der US-Wahl:

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Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Weitere Schlagzeilen

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Zahl des Tages

70 Prozent der Mädchen und jungen Frauen in Deutschland erleben Bedrohungen, Beleidigungen und Diskriminierungen im Internet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Kinderrechtsorganisation Plan International. Die sozialen Netzwerke seien wie die dunkle Unterführung im realen Leben, sagt die Vorsitzende von Plan International Deutschland, Maike Röttger. Gewaltandrohungen könnten im Internet noch viel schlimmer sein. Im ZDF-Interview erklärt sie, welche Mädchen besonders betroffen sind, und was getan werden müsste:

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Gesagt

Laut Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) könnte die Erde zehn Milliarden Menschen ernähren. Es gebe die Technologie und das Wissen dazu - doch der politische Wille für die nötigen Investitionen fehle.

"Hunger ist mord, da wir dies heute ändern können." Zitat von Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister.
Quelle: ZDFheute, dpa

Streaming-Tipps für den Feierabend

Der südafrikanische Geheimdienst erfährt, dass Islamisten einen Terroranschlag auf das Fußballstadion in Kapstadt planen: Das ist die Ausgangslage der Krimiserie "Trackers - Rote Spur" nach der Romanvorlage von Deon Meyer. Eine "ehrgeizige Produktion" mit drei Handlungssträngen, "überraschenden Wendungen, Tempobolzerei und staunenswerten Cliffhangern", urteilt der "Tagesspiegel". "'Trackers' hält den Zuschauer gefangen." (Sechs Folgen von je circa 50 Minuten, in der ZDF-Mediathek oder ab heute 22:15 Uhr im TV.)

Wird der Iran zur Nuklearmacht? Und wie schafft es das Regime, trotz aller Krisen an der Macht zu bleiben - zumal die Corona-Pandemie das Land hart getroffen hat? Die neue ZDFinfo-Doku "Krisenherd Iran - Gottesstaat zwischen Macht und Ohnmacht" geht diesen Fragen nach und erkundet dabei auch die Lebenswirklichkeit der Menschen. (Jederzeit in der ZDF-Mediathek und heute um 20:15 Uhr auf ZDFinfo. Dazu gibt’s drei weitere Iran-Dokus über die Rolle der Frauen, einen Schattengeneral und den Atompoker - ab 18:45 Uhr im TV und natürlich online.)

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Kathrin Wolff und das gesamte ZDFheute-Team

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