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Update am Morgen - Digitaler Behördenfrust

Datum:
Susanne Biedenkopf

Guten Morgen,

die Corona-Pandemie hat vielen von uns einen persönlichen Digitalisierungsschub beschert. Auch meine Mutter hat mit ihren 91 Jahren das Online-Shopping für sich entdeckt, den Zoom-Talk mit Kindern und Enkeln in den Sonntagnachmittag integriert und auch Bankgeschäfte erledigt sie selbstverständlich online. Aber an der digitalen Kommunikation mit den staatlichen Behörden verzweifelt sie regelmäßig und ist damit nicht allein.

Das ist ein Ergebnis des "eGovernment Monitor 2021", einer Studie der Initiative D21 und der Technischen Universität München, die heute veröffentlicht wird. Nach wie vor, so die Herausgeber, kommt die digitale Verwaltung nicht in der Breite der Bevölkerung an. Die Nutzung digitaler Verwaltungsleistungen in Deutschland sank sogar um zwei Prozent - auf 52 Prozent der Onliner*innen.

Die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger sank sogar um satte 15 Prozent, auf 47 Prozent. Kritisiert werden, so die Studie, vor allem die Zuverlässigkeit der Systeme, die einfache Bedienbarkeit, die Aktualität der Angebote und die Auffindbarkeit der benötigten Informationen. Es reiche nicht, so die Studie, analoge Verwaltungsleistungen digital anzubieten - Verwaltung müsse aus der "Perspektive der Bürger*innen gedacht und durchgehend digital gestaltet werden", damit sie diese auch erreichen. Denn bei aller Unzufriedenheit: 56 Prozent der Deutschen wünschen sich auch in Zukunft Amtstermine online zu vereinbaren, 49 Prozent wollen auch in Zukunft Dokumente digital mit ihren Behörden austauschen.

Die digitale Transformation ist in den Wahlprogrammen aller Parteien ein wichtiges Thema gewesen. Der "eGovernment Monitor 2021" zeigt auf, wie hoch der Handlungsbedarf in vielen Bereichen ist und wo die größten Defizite liegen. Ein Digitalministerium hätte mächtig viel zu tun.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen

Susanne Biedenkopf, Leiterin der ZDF-Redaktion für Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt

Was heute noch wichtig ist

Prozess gegen ehemalige Sekretärin im KZ Stutthof: In einem zweiten Anlauf soll heute ab 10.00 Uhr der Prozess gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin vor dem Landgericht Itzehoe beginnen. Der 96-jährigen Irmgard F. wird Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Stutthof zur Last gelegt. Zum eigentlichen Prozessbeginn am 30. September war die Angeklagte nicht erschienen.

Investment-Gipfel vor der COP26: In Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow findet der Investmentgipfel "Global Investment Summit" statt. Die Queen, gemeinsam mit Prinz Charles und Prinz William, empfängt Premierminister Boris Johnson und die Teilnehmer des Gipfels im Schloss Windsor.

Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2021: Vom 20. bis 24. Oktober wird die Frankfurter Buchmesse wieder in Präsenz stattfinden - pandemiebedingt allerdings in kleinerer Ausgabe. Digitale Angebote sollen das ausgleichen. Gastland ist zum zweiten Mal in Folge Kanada.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 6.771 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 75,1. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht. Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zahl des Tages

15 Prozent. So viele Todesfälle in Deutschland gehen auf unausgewogene Ernährungsmuster zurück. Rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung hat starkes Übergewicht und rund zehn Prozent sind an Diabetes mellitus - die meisten davon an Typ-2-Diabetes - erkrankt, Tendenz steigend. Durch falsche Ernährung entstehen 17 Milliarden Euro Gesundheitskosten pro Jahr.

Gesagt

Bei drei Positionen eine für eine Frau ist das Mindeste.
Maria Noichl, SPD-Politikerin

Die SPD hadert mit sich: Wer soll Wolfgang Schäuble im Amt des Bundestagspräsidenten folgen? Rolf Mützenich ist im Gespräch. Die Frauen in der SPD fordern: eine Frau sei "zwingend". Gerade, weil die fünf höchsten Ämter im Staat sonst von Männern besetzt sein werden.

Weitere Schlagzeilen

Während sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für ein Auslaufen der sogenannten "epidemischen Lage nationaler Tragweite" ausgesprochen hat, ist die Corona-Lage im Ausland anders. Unsere ZDF-Korrespondenten berichten aus Brasilien, Russland und den USA.

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Dienstag gibt es viele Wolken. In der Mitte regnet es bereits am Vormittag. Im Nordwesten kommt am Nachmittag Regen auf. Die Chancen auf etwas Sonne sind im Südwesten am größten. Im Norden weht ein lebhafter bis starker Südwind. Die Temperatur steigt auf Werte von 12 bis 20 Grad.

Wettervorhersage für den 19. Oktober 2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider.

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