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Update am Morgen - Bittere Ernte in Spanien

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Ilka Brecht
Ilka Brecht

Guten Morgen,

Ob Paprika, Tomaten oder Kopfsalat, eigentlich können wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns freuen, dass die Lieferketten trotz Krise und Corona funktionieren. In den Supermärkten liegt jederzeit Gemüse zum Zugreifen parat, das nicht nur frisch, sondern auch ziemlich günstig ist. Aber in Südspanien zahlen Tausende Erntehelfer einen hohen Preis dafür.

Sie schuften für Hungerlöhne auf den Feldern. Die Sonne, nach der wir uns in Deutschland sehnen, ist dabei oft ihr Feind - aber nicht ihr größter. Das sind diejenigen Plantagenbesitzer, die sie in einer Art moderner Sklaverei halten. Mitten in Europa, das zeigt Frontal21 heute Abend um 21 Uhr, hausen Menschen in Bretterverschlägen oder Zelten - im Staub, wenn die Sonne scheint, und im Schlamm, wenn es mal regnet. Die meisten sind Migranten aus Afrika und illegal in Spanien. Für die Gemüseproduzenten macht sie das offenbar besonders ausbeutbar, vulgo: besonders profitabel. Denn ohne Papiere trauen sich nur wenige, sich zu beschweren, berichtet ein Erntehelfer aus Ghana im Frontal21-Interview.

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Die Bundesregierung wollte solche Ausbeutung eigentlich verhindern. Im Februar einigten sich die Ministerien für Arbeit, Wirtschaft und Entwicklung darauf, deutsche Firmen in die Pflicht zu nehmen - in die Pflicht, die Standards ihrer Lieferanten zu überprüfen. Aber jetzt hadern Wirtschaftsminister Peter Altmeier und die Unionsfraktion mit dem geplanten Lieferkettengesetz, weil die Firmen demnach Strafen zahlen müssten, wenn ihre Zulieferer Lohndumping betreiben oder Menschenrechte verletzen.

Und während hierzulande der Streit weitergeht, wird in Spanien geerntet. Gemüse mit bitterem Beigeschmack.

Herzliche Grüße aus Berlin
Ilka Brecht, Moderatorin und Leiterin des ZDF-Magazins Frontal 21

Was heute noch wichtig ist

Beginn der Testpflicht für Flug-Reiserückkehrer: Ab Dienstag müssen sich alle Urlauber, die per Flugzeug nach Deutschland zurückreisen, kurz vor der Abreise auf Corona testen lassen. Das trifft vor allem die vielen Touristen, die derzeit auf Mallorca Urlaub machen. Fällt der Test positiv aus, müssen sie auf der Insel bleiben.

Volkswagen Sachsen startet Modellprojekt zu Corona-Impfungen: Dabei impfen Werksärzte Beschäftigte aus Risikogruppen und dem stark vom Virus betroffenen Vogtlandkreis. Gemeinsam mit dem DRK wird auch ein Impfmobil in Betrieb genommen.

New York will das Kiffen erlauben: Joints oder Haschpfeife rauchen soll auch in New York künftig erlaubt sein. Das soll frisches Geld in klamme Kassen spülen.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 2.794.980 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 16.390 dazu. Insgesamt sind 76.604 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer). Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Ausführlich informiert

ZDF spezial: Bundeskanzlerin Merkel hat am Sonntag in einem Interview klargemacht, dass sie angesichts steigender Inzidenzen nicht mehr tatenlos zusehen will. Dazu haben wir mit Intensivmediziner Uwe Janssens und Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte gesprochen.

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Ein Lichtblick

Mindestens zwei Corona-Schnelltests pro Woche, kostenlos - so geht das "Böblinger Modell". Der Landkreis in Baden-Württemberg hat damit am 8. Februar einen Sonderweg im Kampf gegen Corona eingeschlagen. Erfinder Björn Schittenhelm erklärt, warum so die Inzidenz massiv gesenkt werden kann.

Corona-Modellprojekt - Testen, testen, testen - wie in Böblingen? 

Mindestens zwei Corona-Schnelltests pro Woche, kostenlos - so geht das "Böblinger Modell". Erfinder Björn Schittenhelm erklärt, warum so die Inzidenz massiv gesenkt werden kann.

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von Katharina Thode

Gesagt

Seit 30 Jahren werden Lebensmittel hergestellt, ohne die Verbraucher auch nur ein einziges Mal zu fragen: Willst du das so? Oder würdest du für bessere Qualität auch mehr ausgeben?
Nicolas Chabanne, Initiative "Du bist hier der Chef!"

Preisdumping bei der Milchproduktion zulasten von Bauern, Umwelt und Tieren ist oftmals die Regel - doch es geht auch anders, zeigt eine Idee aus Frankreich. Bei der Initiative "Du bist hier der Chef!" entscheiden die Kunden, wie Milch produziert wird und wieviel sie kostet. Inzwischen gibt es die Chef-Milch auch in rund 750 Supermarkt-Filialen in ganz Deutschland.

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Dienstag liegen über dem Nordosten einige Wolken. Sonst ist es abgesehen von hohen dünnen Schleierwolken sonnig. Die Temperatur steigt auf 18 bis 24 Grad. Nur in Küstennähe ist es mit 12 bis 18 Grad kühler.

Wettervorhersage für den 30. März 2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider.

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