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Der Schlüssel zur Lösung der Flüchtlingsfrage

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Update am Abend - Der Schlüssel zur Lösung der Flüchtlingsfrage

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Guten Abend,

zwei Tage hat er gebraucht, nun hat sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) dazu geäußert, wie Deutschland, das aktuell auch die EU-Ratspräsidentschaft innehat, nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria helfen will. Konkret wird er in zwei Punkten: Hilfslieferungen für die griechische Insel und die Aufnahme von etwa 150 Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Schwammiger ist der dritte Punkt: eine dauerhafte Lösung des Flüchtlingsproblems in Europa. Die Rede ist von einem neuen Flüchtlingszentrum auf Lesbos. Dort sollen Menschen besser untergebracht und Asylverfahren durchgeführt werden.

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Schnelle Asylverfahren direkt nach Ankunft in der EU - die Idee alles andere als neu, ging aber im Chaos überfüllter Lager wie Moria unter. Der Migrationsforscher Gerald Knaus hat gestern Abend im heute-journal-Interview anschaulich dargelegt, warum dies der richtige Schlüssel und jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, das Flüchtlingsproblem endlich in den Griff zu bekommen: 

"2020 kamen bis jetzt knapp über 40.000 Menschen über das gesamte Mittelmeer", erklärte er. Die größte Gruppe seien Tunesier, Marokkaner und Algerier, von denen viele aber keinen Anspruch auf Schutz haben. Da brauche man schnelle Verfahren und Abkommen mit den Herkunftsländern, abgelehnte Asylbewerber zurückzuschicken. "Die Flüchtlinge, die dann kommen, das sind überschaubare Zahlen", sagte Knaus. Von Hunderttausenden oder einer "neuen Masseninvasion" zu sprechen sei "absurd, Panikmache".

Gesagt

Die aktuelle Situation der Flüchtlinge beschreibt Knaus so:

Die Asylsuchenden, davon zwei Drittel Frauen und Kinder, werden zu Geiseln in einem Abschreckungsdrama mit der einfachen und brutalen Botschaft: Es ist besser, in Afghanistan, der Türkei oder im Libanon zu sein, denn in der EU werdet Ihr mehr leiden.
Migrationsforscher Gerald Knaus

Über die Lage der Flüchtlinge auf Lesbos hat sich Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt vor Ort ein Bild gemacht. Im ZDF-Morgenmagazin berichtet sie über Zehntausende, die mitten in der Corona-Krise ohne Toiletten und Waschmöglichkeit auf der Straße leben:

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Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 259.137 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.330 dazu. Insgesamt sind 9.348 Menschen gestorben. (Stand: 11.9.2020 15:28 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Was sonst noch wichtig ist

Ein halbes Jahr Pandemie: Am 11. März 2020 erklärte die WHO die Ausbreitung des Coronavirus zur Pandemie. Wie es dazu kam und wie es danach weiterging - eine Chronologie.

Grafik: Ein halbes Jahr Corona-Pandemie
Quelle: ZDF

Mehr Deutsche vertrauen laut Studie in Impfstoffe: Demnach hielten 2019 etwa 69 Prozent der Deutschen Impfungen für wichtig, 2015 waren es lediglich 66 Prozent. Die Mehrheit hält sie außerdem für wirksam und sicher.

Ein Abend voller Sport: Um 20:45 Uhr beginnt die erste Runde des DFB-Pokals mit den Spielen Eintracht Braunschweig gegen Hertha BSC und Havelse gegen Mainz 05. In unserem Liveticker verpassen Sie nichts. Ab 22 Uhr spielt dann der deutsche Tennis-Profi Alexander Zverev bei den US Open um den Einzug ins Finale.

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