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Plakate fürs Klima - und für Corona-Regeln

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Update am Abend - Plakate fürs Klima - und für Corona-Regeln

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ZDFheute Update

Guten Abend,

ist Corona gut fürs Klima? Schließlich sank durch den Lockdown der CO2-Ausstoß, Homeoffice dürfte auch künftig einige Pendelei sparen und manche Dienstreise durch eine Videokonferenz ersetzt werden. Oder ist Corona schlecht fürs Klima, weil wegen all der Hilfsmilliarden kein Geld mehr für den Umweltschutz bleibt?

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Die Fridays-for-Future-Bewegung ging jedenfalls heute erstmals seit Pandemie-Beginn wieder weltweit an die Straße. Und musste den Beweis antreten, dass sie das, was sie beim Klima fordert, bei Corona selbst einlöst: auf die Wissenschaft hören. So hatte Greta Thunberg in Stockholm nicht nur ihr "Schulstreik"-Plakat dabei, sondern auch eins mit Corona-Regeln. Aus den deutschen Städten meldete die Polizei bisher keine größeren Probleme: "Sie tragen ihre Masken, alles gut."

Greta Thunberg am 25.09.2020 in Stockholm
Greta Thunberg mit zwei Plakaten in Stockholm: "Schulstreik fürs Klima" und Corona-Regeln.
Quelle: picture alliance/TT NEWS AGENCY

Aber muss ein globaler Protesttag mitten in der Pandemie überhaupt sein? "Wir können nicht bis zum Ende der einen Krise warten, um die andere anzugehen", argumentieren die Organisatoren. Denn auch wenn die langfristigen Corona-Folgen für das Klima noch nicht abzusehen sind, sind die kurzfristigen überschaubar: Ein Forscherteam schätzte kürzlich, dass Lockdown und Co. den Temperaturzuwachs bis 2030 um 0,01 Grad verringern.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 282.029 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.760 dazu. Insgesamt sind 9.448 Menschen gestorben. (Stand: 25.9.2020 15:24 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Anti-Terror-Ermittlungen nach Messerattacke in Paris: Bei einem Angriff in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins "Charlie Hebdo" sind zwei Journalisten verletzt worden. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. Derzeit läuft der Prozess gegen mutmaßliche Hintermänner des Anschlags auf "Charlie Hebdo", bei dem Islamisten 2015 zwölf Menschen töteten. Ob ein Zusammenhang mit dem Angriff besteht, ist noch unklar.

Bundesweiter Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr geplant: Pendler müssen sich am Dienstag auf Arbeitsniederlegungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi fordert einen bundesweiten Tarifvertrag für die 87.000 ÖPNV-Beschäftigten - die Spartentarifverträge der Länder hätten sich zu weit auseinanderentwickelt. Der ÖPNV gehört zwar zum öffentlichen Dienst, doch mit den dort laufenden Tarifverhandlungen hat die Verdi-Forderung nichts zu tun. Deshalb dürfte es in doppelter Hinsicht eine Warnstreik-Woche werden: Auch im restlichen öffentlichen Dienst sollen wieder Beschäftigte die Arbeit niederlegen - etwa in Krankenhäusern und Kitas.

Streit um Corona-Reisewarnungen: Gesundheitsminister Spahn verteidigt im ZDF-Interview, dass mehr Regionen zu Risikogebieten erklärt wurden. Die Infektionszahlen in Deutschland seien schon zwei Mal wegen Reiserückkehrern (Ischgl und Sommerferien) gestiegen. Die Reisebranche sieht indes ihre Existenz bedroht und findet manche Vorgaben absurd: Zahlreiche Inseln wie Lanzarote, auf denen es keinen einzigen Corona-Hotspot gebe, würden als Risikogebiet geführt, schimpft der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig. "Finca-Urlaub ist in keiner Weise gefährlicher als eine S-Bahn-Fahrt in Berlin."

Zugleich wird über neue Corona-Regeln in Deutschland diskutiert: Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen, weniger Gäste auf Feiern, eine Corona-Ampel - Hauptstadt-Korrespondentin Kristina Hofmann fasst die Debatte zusammen.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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ZDFheute live

Wie kommen wir durch den Corona-Herbst, Prof. Herold? Das fragt ZDFheute live ab 19:30 Uhr die Expertin für Infektionskrankheiten Susanne Herold. In der Corona-Sprechstunde werden Fragen rund um das Virus, Tests, die Impfstoffsuche sowie eine sinnvolle Strategie für die kalte Jahreszeit beantwortet.

Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick?

"Bitte Werbnug einwerfen"
Quelle: ZDF/dpa

"Bitte Werbung" statt "Bitte keine Werbung" an den Briefkästen? Die Deutsche Umwelthilfe will das Prinzip umkehren und schlägt vor, Prospekte nur noch dort zu erlauben, wo sie ausdrücklich erwünscht sind. Das spare Müll und schone die Umwelt. Das Justizministerium hat allerdings keinerlei Pläne in die Richtung - und verweist auf die unternehmerische Freiheit. Gerade für Firmen aus der Umgebung sei es wichtig, Reklame in Briefkästen werfen zu dürfen.

Anderswo interessant

Die AfD wird Opfer politischer Gewalt - und zwar häufiger als jede andere Partei in Deutschland. Regelmäßig kommt es zu angezündeten Autos, Anfeindungen an Wahlkampfständen und Anschlägen auf Privatwohnungen und Parteigebäude. Leben AfD-Politiker in Angst? Und tragen sie eventuell eine Mitschuld an der Gewalt, indem sie die Grenzen des Sagbaren immer wieder ein Stück verschieben und teilweise sogar mit Waffengewalt drohen? Das funk-Format "Die da oben" geht diesen Fragen auf den Grund.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Wie leben junge Leute in der "letzten Diktatur Europas"? Arte trifft für "Re: Aufbruch in Belarus - Jung, mutig, demokratisch" Menschen wie den 25-jährigen Piotr, der seit zehn Jahren gegen Missstände kämpft und schon mehrfach im Gefängnis saß. Und auf Ales, der wie viele Belarussen eine Zeitlang ins Ausland ging, um freier zu leben. Nun ist er zurück und Teil einer neuen Landbewegung: Junge Familien ziehen wieder aufs Dorf, um weit weg vom Arm der Diktatur ihren Alltag selbstbestimmter zu gestalten. (33 Minuten, jederzeit in der Arte-Mediathek und heute um 19:40 Uhr im TV.)

Die Hose geht retour, das Handy wird nach zwei Jahren ersetzt: Viele neuwertige oder funktionstüchtige Waren landen auf dem Müll. Das muss nicht sein: Die "plan b"-Doku "Waren bewahren" zeigt "Wege aus dem Wegwerf-Wahnsinn". (30 Minuten, jederzeit in der ZDF-Mediathek und am Samstag um 17:35 Uhr im TV)

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Paris, 2014, Antoine ist erfolgreicher Ingenieur und will mit seiner Frau eine Familie gründen. Dann sieht er in einer Fernseh-Reportage über kurdische Kämpferinnen in Syrien eine Frau, in der er seine Schwester Anna zu erkennen glaubt. Die kam aber angeblich zwei Jahre zuvor bei einem Terroranschlag in Kairo ums Leben ... Die franko-israelische Serie "Kampf um den Halbmond" verspricht "Thriller, Spionagefilm und Familiendrama". (Acht Episoden von je etwa 45 Minuten, jederzeit in der Arte-Mediathek und am 26. November im TV.)

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Kathrin Wolff und das gesamte ZDFheute-Team

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