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Update am Morgen - Die glücklichen Sieben wieder vereint

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Wulf Schmiese
Wulf Schmiese

Guten Morgen,

Heute ist die Welt wieder beieinander. Im britischen Cornwall wird die G7 leibhaftig wie auch inhaltlich beisammen sein: USA, Deutschland, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan. 1975 hatten sie verabredet, sich jedes Jahr zu treffen, und weil das damals die sieben wichtigsten Industrienationen der Welt waren, gilt dieser Club bis heute als der exklusivste, bei dem die EU-Spitze als Zaungast dabei sein darf.

Club trifft's ganz gut, denn immer sollte es vergleichsweise locker zugehen, informell. Anfangs ganz ohne Medien, ohne diese "Wegelagerer", wie Kanzler Helmut Schmidt meine Zunft abtat, die immer Neuigkeiten erbettele. Die Mächtigen wollten einfach mal reden. Frei von Termindruck, ohne auf Pressekonferenzen irgendwelche Ergebnisse liefern zu müssen. Das änderte sich zwar im Laufe der Jahre, doch eine Regel blieb: Es sollte ein Austausch sein nur unter gleichgesinnten Demokraten. So flog Russland 2014 nach zwölf Jahren G8 wieder raus, weil Putin mit seiner Krim-Annexion ganz offensichtlich gegen diesen Common verstoßen hatte.

Den anderen Störenfried hat inzwischen sein eigenes Volk rausgeworfen: Donald Trump. Der hatte letztes Jahr eingeladen, wollte die Runde erst in seinem Golfresort in Florida und dann doch lieber in Camp David bewirten. Dank Corona wurde aus dieser Sause nichts, was den anderen sechs ersparte, Testimonials in Trumps Wahlkampf zu sein.  

Heute am Mittag nun werden sich strahlende Gesichter für offizielle Auftaktbilder in die Kameras richten mit der Botschaft: Wir sind zurück als Team nach überstandener Krise. Nicht nur die Pandemie hatte alle auseinander gebracht, sondern eben auch Trumps Protektionismus. Sein "America First" hatte allen Zusammenhalt genommen, den "multilateralen Geist", das gemeinsame Verantwortungsbewusstsein.

"America is back", so lautet Bidens Botschaft an die anderen. Seine erste Europareise als Präsident kennzeichnet den doppelten Neuanfang. Premier Johnson hat als Gastgeber die Zeichen der neuen Zeit erkannt und vom Trump-Buddy umgeschaltet auf Weltenretter. Impfstoff für alle verspricht er und globalen wirtschaftlichen Wiederaufschwung auf "grüneren und faireren Fundamenten".

US-Präsident Joe Biden und die First Lady wurden vor dem G7-Gipfel in Cornwall vom britischen Premierminister und seiner neuen Frau begrüßt. Demonstrativ harmonisch waren die ersten Bilder, hinter den Kulissen gibt es einige Konflikte.

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So kann Kanzlerin Merkel in Frieden gehen. Denn dies wird ihr 15. und letzter Gipfel dieser Art sein. Zweimal war sie Gastgeberin, 2007 in Heiligendamm und 2015 auf Schloss Elmau in Bayern. Nächstes Jahr wird wieder Deutschland die anderen empfangen – wer immer dann regieren wird. Wir werden berichten vom Gipfel und wünschen für heute auch Ihnen gutes Gelingen!

Wulf Schmiese, Leiter heute journal

Was heute noch wichtig ist

Bundesparteitag der Grünen: Bei ihrem digitalen Parteitag in Berlin wollen die Grünen ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl im September verabschieden und Parteichefin Annalena Baerbock offiziell als Kanzlerkandidatin aufstellen.

Belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja in Berlin: Knapp drei Wochen nach der Entführung des Journalisten Roman Protasewitsch ist die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in der Hauptstadt. Dort trifft sie unter anderem Grünen-Chef Robert Habeck und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Lieferkettengesetz kommt: Der Bundestag will am Freitag über das sogenannte Lieferkettengesetz abstimmen. Damit sollen auch deutsche Unternehmen für ihre Produkt-Lieferketten in menschenrechtliche Verantwortung genommen werden können.

Corona-Hilfen stärken fossile Brennstoffe: Nie gaben Industrienationen mehr Geld aus, um ihre Wirtschaft zu schützen als während der Pandemie. Eine Studie mehrerer Entwicklungsorganisationen kritisiert, dass Klimaschutz dabei oft eine zu kleine Rolle spielt.

Konzerte? Die Länder machen ihr Ding: Die Inzidenz sinkt, die Impf-Zahlen steigen - doch aus einem Sommer der Feste und Konzerte wird erst einmal nichts. Vor Mitte August soll es keine einheitliche Verabredung geben.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 3.718.649 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 2.410 dazu. Insgesamt sind 90.289 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer). Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Weltweite Kinderarbeit steigt auf 160 Millionen

"Wir verlieren an Boden im Kampf gegen die Kinderarbeit", sagt Unicef-Chefin Henrietta Fore. Die Corona-Krise mache eine schlechte Situation jetzt noch schlimmer. Kinderarbeit nimmt erstmals seit 20 Jahren wieder zu.

Wissenswertes zur Fußball-EM

Die Geschichte spielt mit Italien. Seinen bisher einzigen EM-Titel gewann der viermalige Weltmeister 1968 in Rom - wo nun die verschobene EM 2020 eröffnet wird. Im Eröffnungsspiel gegen die Türkei wollen die Italiener ihre beeindruckende Serie nun fortschreiben:

Das Stadio Olimpico in Rom von außen.

Fußball-EM | Eröffnungsspiel - Magische Nächte? Italien träumt wieder 

Der erste Gastgeber der multinationalen EM hat seine Krise überwunden. Italien will im Eröffnungsspiel gegen die Türkei beeindruckende Serien fortschreiben.

von Florian Haupt, Rom

Zahl des Tages

123. So oft hat die DFB-Nationalmanschaft schon gewonnen unter Trainer Jogi Löw. Elf Siege davon waren bei Europameisterschaften. Sechs Siege können noch dazukommen - wenn Die DFB-Elf das Finale der EM erreicht - dann ist Schluss für Löw. Nach der EM gibt er seinen Job als Nationaltrainer ab. Die letzten Vorbereitungen aufs Turnier liefen übrigens so:

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Gesagt

Die chinesischen Behörden haben in der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang eine dystopische Schreckensherrschaft etabliert.
Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International

In einem neuen Bericht wirft Amnesty International China vor, mit der Kampagne gegen muslimische Minderheiten in Xinjiang "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu begehen. In den vergangenen Jahren seien Hunderttausende chinesische Muslime inhaftiert und gefoltert worden.

Story des Tages

Sonnenschutz ist wichtig - aber nicht jede Sonnencreme ist gut für unsere Seen und Meere. Warum das so ist und was man beachten sollte:

Zu sehen ist eine Sonnencreme-Tube. Es wird Sonnencreme ins Wasser geschüttet.

Nachrichten | Panorama - Wie schädlich ist Sonnencreme für die Umwelt? 

Hier klicken, um die Story zu starten.

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Freitag gibt es eine Mischung aus Sonne und Wolken. Im Südosten bilden sich häufig Gewitter, sonst gibt es nur vereinzelt mal einen Schauer oder ein kurzes Gewitter. Es bleibt sommerlich warm mit Höchstwerten zwischen 22 und 29 Grad.

Wettervorhersage für den 11. Juni 2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider.

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