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Update

Update am Morgen : Der globale Süden zu Gast bei den G7

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Theo Koll

Guten Morgen,

es gibt kenntnisreiche Menschen in der Berliner Regierungsmaschinerie, die sagen: Das Wichtigste an diesem G7-Gipfel sind diesmal seine Gäste. Gemeint sind damit Indien, Indonesien, Senegal, Südafrika und Argentinien, die alle heute zum G7 zusätzlich geladen sind. Fünf, die den globalen Süden und jeweils eine große Weltregion repräsentieren. Fünf, die sich zwischen altem Westen und neuen, auch autokratischen Mächten nicht festgelegt haben.

Als beispielsweise die UN-Vollversammlung Anfang März mit einer Mehrheit von 141 Staaten von Russland gefordert hat, den Krieg gegen die Ukraine sofort zu beenden, da schien es zwar auf den ersten Blick so, als sei Russland von der Welt-Mehrheit für schuldig befunden worden. Nur Fünf Staaten hatten dagegen gestimmt und 35 enthielten sich der Stimme.

Aber: Bei einem näheren Blick wird klar, dass diese Enthaltungen, also diejenigen, die Russland nicht verurteilen wollten, fast die Hälfte der Weltbevölkerung vertreten. Drei der nach Elmau Eingeladenen - Indien, Südafrika und Senegal - gehören zu diesen Enthaltungen. Und viele andere sind in ihrer geopolitischen, wertebasierten Ausrichtung zwiegespalten.

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Russland und China haben über Jahre und sehr strategisch versucht, ihren Einfluss auszudehnen. Die politischen Folgen hat die Bundesregierung gerade gleich zweifach erlebt: Der südafrikanische Präsident lehnte beim Scholz-Besuch erneut deutlich Sanktionen gegen Russland ab. Und Brasilien weigert sich, die bei ihnen noch vorhandene Munition für die Waffen aus sowjetischen Beständen freizugeben.

Auch deswegen gehen die G7 und ihr diesjähriger Chef Scholz jetzt verstärkt auf diese und andere Länder zu. Auch deswegen haben die G7-Staaten gestern eine 600 Milliarden Dollar teure Initiative für weltweite Infrastruktur-Investitionen angekündigt.

Damit soll nicht zuletzt Chinas Seidenstraßen-Projekt gekontert werden, mit dem die kommunistische Regierung durch Kreditvergaben und Infrastrukturprojekte Länder an sich bindet. Es läuft das Werben um Einfluss und Werte 2.0.

Ihnen – trotz all der Krisen - eine zuversichtliche Woche.

Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin

Was in der Nacht im Ukraine-Krieg passiert ist

Selenskyj appelliert an Belarus: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat das belarussische Volk aufgerufen, sich nicht in Russlands Angriffskrieg gegen sein Land hineinziehen zu lassen. Belarus müsse der Kooperation mit der russischen Armee widerstehen, sagte Selenskyj.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Ausführlich informiert

ZDF spezial: "G7-Gipfel in Elmau - Weltpolitik in Krisenzeiten" (19 Minuten)

ZDFheute live: "Krieg, Krise, weniger Klimaschutz?" (33 Minuten)

Was heute noch wichtig ist

G7-Gipfel in Elmau wird fortgesetzt: Am zweiten Gipfeltag wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zugeschaltet. Thema: die weitere Unterstützung der Ukraine. Außerdem wird es in Beratungen mit den fünf Gastländern Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien um die Themen Klimaschutz und die weltweite Ernährungskrise infolge des Ukraine-Kriegs gehen.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Seit 1950 verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Auszeichnung, die mit 25.000 Euro dotiert ist. Heute wird bekannt gegeben, wer dieses Jahr den Friedenspreis bekommt.

Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis, zum Stand der Impfungen und zur allgemeinen Lage in Deutschland und weltweit.

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Story-Highlight

Bis zu 90 Minuten Wartezeit vor der Sicherheitskontrolle in Köln/Bonn und Probleme mit der Gepäckförderanlage in Düsseldorf: Der Ferienbeginn in NRW hat zu einem Flughafen-Chaos geführt. Die Bundesregierung will nun mit Hilfskräften aus dem Ausland gegensteuern. Doch warum fehlen überall Mitarbeiter? Unsere Story beleuchtet die Ursachen - und zeigt, dass der aktuelle Fachkräftemangel erst der Anfang ist:

Passagiere stehen in einer Schlange von mehreren hundert Metern für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln-Bonn an

Nachrichten | Wirtschaft - Warum fehlt überall Personal? 

Flughäfen, Restaurants, Handwerk: Fachkräfte werden mittlerweile nicht nur im Gesundheitswesen dringend gesucht. Woher kommen die Engpässe - und wird es noch schlimmer?

Terra X - die Wissens-Kolumne

Egal, was man von Kernenergie hält: Der Atommüll ist da und strahlt derzeit in Zwischenlagern vor sich hin. Wie geht es mit ihm weiter? Und vor allem wo? Diesen Fragen zur Endlagerung von Atommüll geht Thora Schubert, Geowissenschaftlerin und Terra Xplore-Moderatorin in der Terra-X-Kolumne nach. In unserem Archiv finden Sie alle bisherigen Ausgaben:

Themenseite: Die Wissens-Kolumne

Nachrichten | Thema - Terra X - die Wissens-Kolumne 

Welche Lösungen bietet die Wissenschaft für aktuelle Probleme? Alle bisher erschienenen Ausgaben der Terra X-Kolumne finden Sie jederzeit in unserem Archiv.

Zahl des Tages

71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Einen Großteil davon machen Meere aus. Mit ihnen beschäftigt sich die ganze Woche lang die UN-Ozeankonferenz in Lissabon. Politik, Wissenschaft, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen wollen darüber diskutieren, wie die Ressourcen der Meere geschützt und möglichst nachhaltig genutzt werden können.

Gesagt

Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass.
Sprichwort

... so lautet eine von vielen Bauernregeln zum Siebenschläfertag am 27. Juni. Das Wetter soll demnach in den darauffolgenden Wochen so bleiben, wie am Tag des Nagers. Was ist dran?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt dazu: Die Siebenschläfer-Bauernregel habe eine "im Vergleich zu anderen meteorologischen Singularitäten vergleichsweise hohe Trefferquote". Gleichzeitig solle man es mit dem Siebenschläfertag nicht ganz so genau nehmen und nicht auf einen bestimmten Tag festlegen, sondern vielmehr den gesamten Zeitraum Ende Juni/Anfang Juli berücksichtigen.

Siebenschläfer
Quelle: ZDF

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Montag gibt es im Osten und Südosten noch länger Sonne und es wird bis zu 35 Grad heiß. Sonst ist es bei 19 bis 26 Grad wechselnd oder stark bewölkt und zeitweise kann es regnen oder gewittern. Vor allem in einem Streifen von der Ostsee bis zu den Alpen besteht ab dem Nachmittag große Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen. Bis zum Abend erreichen die Gewitter auch die östlichen und südöstlichen Regionen.

ZDFheuteWetter
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jacqueline Vieth und Kathrin Wolff

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