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Das Gute zum Wochenende - Afrikas Wälder sind Super-Klimaschützer

Datum:
ZDFheute Good News

Guten Morgen,

begrüßen möchte ich Sie mit guten Nachrichten zum Thema Wald. Afrikanische Wälder tun nämlich mehr gegen den Klimawandel als gedacht. Eine aktuelle Forschungsarbeit belegt, dass tropische Bergwälder bis zu zwei Drittel mehr Kohlenstoff speichern als bisher angenommen. Ein Hektar Wald kann so viel CO2 einsparen, wie durch den Stromverbrauch von 100 Haushalten in einem Jahr ausgestoßen wird. Ein Wissenschaftsteam hat Daten aus 44 Bergwäldern in zwölf afrikanischen Ländern ausgewertet.

Demnach speichern Bäume in diesen Höhenlagen vergleichbar viel Kohlenstoff wie Wälder im afrikanischen Tiefland und übertrumpfen damit sogar noch die Speicherkapazität im Amazonas.

Affenbrotbäume in Gambia
Quelle: Peter Horn

Die Wissenschaftler sind von den Ergebnissen überrascht und warnen vor weiterer Abholzung dieser Bergwälder, bei denen noch längst nicht alle Zusammenhänge der Waldkonstitution erforscht sind.

Hitze, Trockenheit und Klimawandel veranlassen auch immer mehr deutsche Städte und Kommunen dazu, aufzuforsten. Gerade erst hat die Stadt Essen beschlossen, Mini-Wälder, sogenannte "Tiny Forests" zu pflanzen. Miniatur-Wälder in die Stadt holen, um Wüsten aus Stein und Beton zu begrünen, diese Idee hatte in den 1970er Jahren der japanische Botaniker Akiri Miyawaki.

"Tiny Forests" brauchen keine Jahrzehnte, um zu einem Wald zu werden. Setzlinge werden auf einer kleinen Fläche dicht an dicht gepflanzt. Der natürliche Konkurrenzdruck lässt die Bäume schneller wachsen. Und sie müssen in den ersten Jahren nur gelegentlich gegossen werden. Danach bleibt der Mini-Wald sich selbst überlassen. "Miyawaki-Wälder" kann jeder anlegen.

Die Essener "Wäldchen" werden wissenschaftlich begleitet, um herauszufinden, welche Baumarten sich am besten auf die veränderten Klimabedingungen einstellen.

Die meisten Waldbesitzer*innen betrachten den Zustand ihrer Bäume vom Boden aus. Ein neues, am Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde angesiedeltes Projekt schaut jetzt von oben auf die Wälder. Mit Hilfe von Erdbeobachtungssatelliten liefert die Copernicus-Mission "Wald" Hinweise zum Zustand, der Struktur und Entwicklung der Wälder.

Das kann gerade bei Waldbränden und Trockenperioden helfen, wichtige Informationen über Schäden und Strukturvielfalt zu sammeln, aber auch die Baumartenerkennung in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung besser einzuordnen.

Wie der Wald der Zukunft aussehen könnte, sehen Sie hier:

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Haben Sie mehr Interesse an Lösungsansätzen, positiven Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft? Ich empfehle Ihnen unseren Good-News-Blog. Für Ihre gute Nachricht erreichen Sie uns auch weiterhin unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Grüner Stahl: Der schwedische Stahlerzeuger SSAB liefert erstmals klimafreundlichen Stahl. Dafür wurde in einer Pilotanlage für die Produktion zu 100 Prozent Wasserstoff anstelle von Kohle und Koks eingesetzt. Die Testlieferung ging an den Autobauer Volvo. Ab 2026 soll klimafreundlicher Stahl im industriellen Maßstab produziert werden. Auch die deutsche Industrie arbeitet an der Umstellung.

Stahlrollen von Salzgitter
Quelle: Reuters

Rückkehr der Blauwale: Das größte Säugetier der Welt ist zurück an Spaniens Atlantikküste. Nach mehr als 40 Jahren ist der Blauwal zuletzt immer häufiger in seinem alten Habitat "aufgetaucht". Ganz klar ist der Grund der Rückkehr nicht. Einige Expert*innen vermuten, dass sich das Walfangverbot Spaniens von 1986 jetzt langfristig positiv auswirkt.

Blauwal im Wasser
Quelle: dpa dna

Warnsystem vor Starkregen: Die Hochschule Ruhr West arbeitet an einem Frühwarnsystem auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI). Ziel ist es, die Vorwarnzeiten vor Sturzfluten in den Städten signifikant zu erhöhen, besser zu lokalisieren und gleichzeitig wichtige Informationen für das kommunale Krisenmanagement bereitzustellen. Dazu soll eine intuitive, digitale Karte erstellt werden, die in Abhängigkeit des bevorstehenden Starkregenereignisses bereits Ort und Ausmaß der resultierenden Überflutung frühzeitig darstellt.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

In der Dokureihe "plan b" geht es in den nächsten drei Wochen um Visionäre, Mut, Kreativität und Aufbruch. Unter dem Motto "Da geht was, Deutschland!" zeigen wir Ihnen drei Filme zu den Themen Umwelt, Arbeit und Wohnen. Unsere plan b-Reporterin Antonia Lilly Schanze trifft Menschen, die mit ihren Lösungen eine Menge verändern. Teil 1 an diesem Samstag um 17.35 Uhr heißt: "Wer macht meine Umweltsünden klimafreundlich?":

Beitragslänge:
29 min
Datum:

Auch in dem Format "Auf der Couch – wir müssen reden!" geht es um Lösungsansätze und die Frage: Wie bekommt man zwei Menschen mit unvereinbaren Meinungen dazu, sich aufeinander einzulassen? Die Antwort sehen Sie hier:

Beitragslänge:
34 min
Datum:

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Kabul nach dem Anschlag: Am Donnerstag starben in Kabul zahlreiche Menschen bei Anschlägen. Jetzt herrschen Entsetzen und Angst in der afghanischen Hauptstadt. Es sei die "schlimmste Zeit seines Lebens", so ein Zeuge. Viele sehen die Schuld nicht nur bei den Taliban.

Afghanische Frauen leben in Angst: Ihr Leben lang hat sich Shafiqa Hassan für Frauenrechte eingesetzt. Was ihr Afghaninnen aus Herat oder Kabul nach der Machtübernahme der Taliban berichten, bricht ihr das Herz. Elisabeth Schmidt hat mit Hassan gesprochen.

Wie geht es ohne Luftbrücke in Kabul weiter? Am Donnerstag beendete die Bundeswehr ihre Rettungsflüge aus Afghanistan. Doch es gibt eine Hoffnung für zurückgebliebene Ortskräfte: Erlauben die Taliban zivile Flüge im Tausch gegen Nothilfe? Dieser Frage ist Nils Metzger vom ZDFheuteCheck nachgegangen.

3G-Regel: Welche Ausnahmen gibt es? In Restaurants, Hotels und anderen Einrichtungen gilt seit dieser Woche bundesweit 3G: Hinein kommt, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Doch es gibt Ausnahmen. Samuel Kirsch liefert Fragen und Antworten.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Katja Belousova

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