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Das Gute zum Wochenende - Artenschutz genauso wichtig wie Klimaschutz

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

es gibt ein wenig Hoffnung für Eisbär, Kolibri, Spitzmaul-Nashorn und Orang-Utan. Im kommenden Jahr beschließen die knapp 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention für Biodiversität ein neues Rahmenabkommen. Derzeit beraten Experten virtuell über einen besseren Artenschutz. Gefordert werden unter anderem mehr Schutzgebiete, weniger Subventionen für fossile Brennstoffe und 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr für Arten- und Pflanzenschutz. Zudem sollen möglichst viele Länder 30 Prozent ihres Staatsgebietes unter Naturschutz stellen.

Künftig sind eine Million Arten weltweit vom Aussterben bedroht. Neben der Klimakrise gehört das Artensterben zu den größten Problemen unserer Zeit.

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30 min
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Was ehrgeizig klingt, ist drängender denn je. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) warnt, dass von den sechs Millionen Arten auf der Welt, eine Million akut bedroht ist. Mit dramatischen Folgen, ganze Meeresabschnitte haben kaum noch Leben - mit Ausnahme eines grünen Schleims. Ohne Bienen und Insekten gibt es keine Bestäubung, und aus Wäldern und Wildnis wird nach und nach Wüste. Und ein neuer UN-Report schätzt das ein Drittel aller Baumarten ausgelöscht werden könnte.

Wichtiger Faktor Flächenschutz

Experten raten schon länger, nicht weiter Naturlandschaft in landwirtschaftliche Nutzflächen zu verwandeln. Eine gerade veröffentliche Untersuchung der Online Plattform "Our World in Data" der Universität Oxford hat errechnet, dass eine Halbierung der Lebensmittelverschwendung, eine veränderte, auf weniger Fleisch und mehr Pflanzenkost basierende Ernährung, und eine naturnahe Bodennutzung das Artenschutzsterben entscheidend aufhalten könnte. Das gilt vor allem für Spezies in Afrika und Südamerika.

Dach mit Photovoltaik-Modulen. Archivbild
Dach mit Photovoltaik-Modulen.
Quelle: Caroline Seidel/dpa

Auch die bessere Nutzung bestehender, bereits versiegelter Flächen könnte einen weiteren Raubbau an der Natur vermeiden. So sind zum Beispiel längst Solarpotenzialkataster vorhanden, die ein geeignetes Potenzial für mögliche Solar- oder Gründächer aufzeigen. Nach deren Berechnungen gibt es allein in deutschen Städten knapp 2.400 Quadratkilometer an Fläche, die eine solare Nutzung zulassen, das entspricht etwa der Fläche des Saarlandes. Gerade erst hat die Stadt Wien beschlossen, ab sofort eine Kombination von Gebäudegrün und Photovoltaik zu fördern.

Das sind nur einige der vielen Beispiele, den Artenschutz zu stärken und eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Menschheit zu schützen.

An dieser Stelle finden Sie jede Woche weitere Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Bye, bye Blei: Weltweit gibt es legal kein bleihaltiges Benzin mehr. Algerien hat als letztes Land den Verkauf eingestellt. Seit 2002 hat das UN-Umweltprogramm in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Politik und Bildungseinrichtungen für eine weltweite Abschaffung des Kraftstoffs mit Bleizusatz gekämpft. Das Blei-Aus im Sprit kann jährlich mehr als 1,2 Millionen Menschenleben retten und gleichzeitig 2,44 Billionen US-Dollar (2,07 Billionen Euro) an Gesundheitskosten einsparen.

Mensaessen. Archivbild
Veganes Gericht mit Nudeln und Soja-Bolognese.
Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Berliner Unis streichen Fleisch: Montags kommt kein Fleisch mehr auf den Teller. In den Mensen der Hauptstadt sollen Fleisch und Fisch ab dem Wintersemester nur noch vier Prozent des Speiseplans ausmachen. Damit wollen die Berliner Unis unter anderem mehr zum Klimaschutz beitragen. Viele Hochschulen in Berlin wollen zwischen 2030 und 2045 klimaneutral sein.

Nasenknorpel lindert Arthrose im Knie: Knorpelzellen aus der Nasenscheidewand helfen nicht nur, Knorpelschäden im Knie zu reparieren. Sie können auch der chronisch entzündlichen Gewebeumgebung bei Arthrose standhalten und der Entzündung sogar entgegenwirken. Das berichten Forschende der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Spätestens seitdem uns die Corona-Pandemie das Home-Office beschert hat, wird immer mehr über neue Formen des Arbeitens diskutiert. Die Doku-Reihe "plan b" zeigt, welche Möglichkeiten in diesem Bereich noch warten. Mit Mut, Kreativität beweisen Visionäre und Visionärinnen, wer die schönsten Jobs schafft. "Da geht was, Deutschland!".

Ein Arbeitsplatz an der Sonne, freie Zeiteinteilung, Selbstverwirklichung. Was wie ein Traum klingt, haben manche Unternehmer*innen schon längst in die Wirklichkeit umgesetzt.

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30 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Bei der Bahn wird weiter gestreikt: Der Lokführerstreik kann nach einer weiteren juristischen Niederlage der Bahn weitergehen. Auch das Hessische Landesarbeitsgericht hat die Berufung des Konzerns zurückgewiesen.

SPD überholt nach 19 Jahren wieder die Union: Die SPD kann zum dritten Mal in Folge vor der Bundestagswahl deutlich zulegen und überholt die Union. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer.

Forscher durch neue Corona-Variante beunruhigt: Eine weitere Corona-Virusvariante mit besonders vielen Mutationen breitet sich aus Südafrika aus. C.1.2 könnte eine "sehr unangenehme Variante" sein, sagt ein Virologe gegenüber ZDFheute.

Drosten: Brauchen viel höhere Impfquote: Virologe Christian Drosten rechnet mit Corona-Beschränkungen im Herbst, wenn die Impfquote nicht deutlich steige. Ein Impfstoff für jüngere Kinder gebe es vermutlich Anfang 2022.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schneider.

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