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Das Gute zum Wochenende - Wie Chile zur positiven Impfüberraschung wird

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ZDFheute Good News
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Guten Morgen,

geht es Ihnen auch so, dass ihre Neugierde automatisch geweckt ist, wenn Sie von Champions hören? Und dann auch noch, wenn sie keiner auf der Liste hatte. Das südamerikanische Chile ist so ein Beispiel: 5.000 Kilometer von Nord nach Süd, mit Wüsten, Gletschern, Regenwäldern und den Anden. Von der Ausdehnung eine wahre Herausforderung.

Und dennoch schafft Chile das, woran wir gerade verzweifeln. Chile hat mal eben das Feld der Impfmeister von hinten aufgerollt. Und das, nachdem Chile zu Beginn der Pandemie, extrem hart von Corona getroffen wurde.

Vielleicht orderte der Andenstaat gerade deshalb früh weltweit Impfstoffe, auch aus Russland und China. Die vorhandene gute Impfinfrastruktur wurde mit Impfzentren in Stadien, Schulen und Drive Thru's erweitert. Schon im Dezember wurden 21.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer an Mitarbeiter des Gesundheitswesen verimpft und im Februar begann die Massenimpfung auch mit chinesischen Impfstoffen.

Datengrafik: Impfungen in Deutschland

Diese Länder liegen vorne - Wie viele wurden bisher gegen Corona geimpft? 

von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz

Ergänzend gibt es wechselnde Impftermine für bestimmte Gruppen. Viele Impfreihen sind wissenschaftlich begleitet. Jetzt ist Chile Vorbild, hat mehr als 28 Prozent seiner Einwohner zumindest einmal geimpft. "Hidden Champions", von Meistern lernen!

Und vielleicht können wir auch davon lernen, gleich vor der eigenen Haustür.

Kultur trotz Corona heißt es nun in Berlin. Endlich wieder Kultur, endlich wieder Konzerte und Schauspiel. Wollen wir das nicht alle? Ein Pilotprojekt mit Theatern und Opernhäusern prüft praktisch die logistische Machbarkeit von Veranstaltungen in Verbindung mit Antigentests. So soll ein durchführbares Szenario für die Wiedereröffnung der Kultur entwickelt werden, dass auch inzidenzunabhängig funktioniert und es den Bühnen ermöglicht, ein planbares Programm anzubieten, möglichst schon ab April. Die getesteten Hygienemaßnahmen sind wissenschaftlich erarbeitet und werden schon erfolgreich zum Beispiel in spanischen Kultureinrichtungen eingesetzt.

Wegen der strengen Hygieneauflagen im Zeichen der Corona-Krise sind die Zuschauerplätze nur spärlich besetzt

Kulturbranche über den Shutdown - "Kultureller Stillstand ist kaum zu ertragen" 

von Nils Metzger

Gelungene Beispiele von Vordenker*innen und inspirierende Geschichten sollen Ihnen an dieser Stelle helfen, etwas optimistischer in die Woche zu schauen. Auch deshalb berichten wir hier gerne über Ihre "Gute Nachricht". Diese Woche schrieb uns Angelika Widrig: "Schüler der Schliengener Hebelschule haben mit Materialien aus dem Baumarkt eine Art Virensauger gebaut, die das Raumklima verbessert. Dafür wurden sie ausgezeichnet."

Danke für diese Geschichte des Gelingens.

Gute Nachrichten gibt es an dieser Stelle auch weiterhin. Wir freuen uns auf Ihre ganz persönlichen "Good News". Sie erreichen uns unter zdfheute-feedback@zdf.de.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Klimaschutz soll in die Verfassung: Frankreichs Nationalversammlung hat mit großer Mehrheit für die Aufnahme des Klimaschutzes in die Verfassung gestimmt. Ein erster Schritt um den Artikel 1 der Verfassung um folgenden Satz zu ergänzen: "Sie (die Republik) garantiert den Erhalt der Umwelt und der biologischen Vielfalt und kämpft gegen den Klimawandel." Jetzt müssen noch Nationalversammlung und Senat zustimmen. Letzterer wird von der Opposition dominiert. Dennoch machen sich viele Hoffnung auf die Verfassungsänderung.

Kam der Vorschlag doch basisdemokratisch von einem Bürgerkonvent, aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger. Sie hatten Lösungsvorschläge in Klimafragen erarbeitet, um die Klimaziele des Pariser Abkommens noch zu erreichen. Weltweit haben bereits 100 Länder das Recht auf eine intakte Umwelt in ihrer Verfassung verankert.

Mehr Sicherheit für Frauen: Tel Aviv hat eine neue App eingeführt, die Frauen und Mädchen mehr Sicherheit geben soll. "Safeup" basiert auf einem Netzwerk von Frauen in der israelischen Küstenstadt, darunter sind auch speziell geschulte Wächterinnen. Einwohnerinnen können die App jederzeit einsetzen, wenn sie sich bedroht oder unsicher fühlen. "Die App wird Reaktionszeiten erheblich verkürzen und Frauen helfen - auch in Fällen, in denen man nicht die Polizei rufen muss", hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Tel Aviv.

In echten Gefahrensituationen verbindet die App Frauen per Videogespräch mit drei anderen Frauen in einer Entfernung von bis zu 500 Metern. Diese entscheiden, ob sie die Polizei rufen oder selbst einschreiten. Die App kann den Standort der Frau außerdem mit einer Reihe von Kontaktpersonen teilen, die diese vorher ausgewählt hat. Hinsehen und gegen Frauengewalt handeln, wie das auch geht, zeigt diese Dokumentation:

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Bakterien gegen bröckelnden Beton: Statt Milliarden in marode Brücken und Straßen zu stecken, setzen Forschende der Hochschule München auf Bakterien als Lösung für Löcher und Risse. Ein bestimmter Bakterienstamm scheidet bei Kontakt mit Wasser, Kalziumkarbonat, also Kalk, aus. Das würde an Ort und Stelle brüchige Stellen kitten. Was futuristisch anmutet, klappt im Laborversuch bereits.

Laut Bioverfahrenstechniker Frédéric Lapierre sind die Bakterien harmlos und kommen in vielen Böden bereits natürlich vor. Angesichts von 138 Milliarden Sanierungskosten für deutsche Brücken und Straßen in den nächsten zehn Jahren eine spannende Alternative.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Wie neue Werkstoffe zur Sanierung eingesetzt werden, zeigt die aktuelle Folge der ZDF-Dokumentationsreihe plan b. Die Reportage begleitet Pioniere, die innovative Lösungen haben, um die Kosten zum Erhalt der Infrastruktur langfristig zu verringern.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Die ZDF-Sendung läuft immer samstags ab 17.35 Uhr im ZDF und ist jederzeit in der ZDF-Mediathek zu sehen.

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

CSU versinkt tief im Maskenskandal: Die Maskenaffäre weitet sich aus. Ermittler durchsuchten die Büros eines Landtagsabgeordneten, im Visier: Alfred Sauter. Der Fall wird auch für CSU-Chef Söder zur Belastungsprobe.

Gehypt, gehasst: Karl Lauterbach: Professor und Doktor, Politiker und Experte, Epidemiologe und Unglücksbote bezieht Stellung und steht zu seinen Worten. Ein ungewöhnlicher Politiker-Typ. Britta Spiekermann hat ihn porträtiert.

Was Sie jetzt über Astrazeneca wissen sollten: Die Impfungen mit Astrazeneca gehen weiter - aber mit einem Warnhinweis. Das hat Gesundheitsminister Spahn verkündet. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Beitragslänge:
128 min
Datum:

Warum Bund und Länder in einer Sackgasse sind: Bund und Länder haben sich in ein Dilemma manövriert, aus dem es kaum einen Ausweg gibt. Die Zahlen steigen rasant, genau wie die Hoffnung auf Lockerung. Was tun? Eine Analyse von Florian Neuhann.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schüßler.

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