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Das Gute zum Wochenende - "CO2-Staubsauger" in Betrieb genommen

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

diese erfreuliche Nachricht ist noch relativ frisch. Erst vor wenigen Tagen wurde auf Island der weltgrößte "CO2-Staubsauger" in Betrieb genommen. Gebaut hat die Filteranlage das Schweizer Technologierunternehmen "Climeworks". Damit sollen jährlich bis zu 4.000 Tonnen des Klimakillers einfach direkt aus der Luft gesaugt und dann im Untergrund verpresst und mineralisiert werden. "plan b" berichtete bereits 2020 über die Entwicklung.

Smog, Feinstaub und Stickoxide belasten unsere Städte und unsere Gesundheit. "plan b" zeigt innovative Methoden, die uns und unsere Städte wieder besser durchatmen lassen.

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30 min
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Diese sogenannte "carbon-catcher"-Methode, also eine Art "Kohlenstofffänger", gilt als technologischer Meilenstein. Die isländische Variante schafft erstmals industrielle Maßstäbe. Weltweit eignen sich noch mehrere Standorte für dieses Verfahren. Bisher kann so nur ein sehr geringer Teil von CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden und auch zukünftig wird die Technologie nicht die Lösung für den CO2-Ausstoß sein. Aber viele Klimamodelle sehen in der CO2-Speicherung eine wichtige Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel.

Und so lassen in Sachen CO2-Speicherung in dieser Woche noch weitere vielversprechende Meldungen aufhorchen. Vor der niederländischen Küste wird ebenfalls an einem Speicherprojekt gearbeitet. Dort sollen ab 2024, jährlich rund 2,5 Mio. Tonnen CO2 in leeren Gasfeldern gespeichert werden. Das klimaschädliche Gas soll später aus Industrieanlagen kommen. Derzeit läuft eine Simulationsstudie. Die europäische Union unterstützt das Projekt mit rund 100 Mio. Euro.

Ein junges britisches Unternehmen verfolgt eine andere Methode. Die Firma Heimdal will mit Hilfe erneuerbarer Energien das CO2 aus dem Meer holen. In einem Verfahren können daraus kohlenstoffnegative Industriematerialien entstehen, wie z. B. Kalkstein, die Grundlage für die Betonherstellung. Beton verursacht zwar selbst eine große Menge CO2, aber durch die Verwendung von Mineralien aus dem Meer wäre dieses Material weniger emissionslastig. Und das Meerwasser könnte dann wieder neues CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen.

An dieser Stelle finden Sie jede Woche weitere Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Thunfischpopulation leicht erholt: Die Weltnaturschutzunion IUCN hat bestätigt, dass es vier kommerziell gefischten Thunfischarten besser geht als noch vor ein paar Jahren. Als Gründe für diese Erholung nennen die Naturschützer*innen, dass viele Länder nachhaltigere Fangquoten durchsetzen und die illegale Fischerei stärker und erfolgreich bekämpfen. Die Organisation erstellt seit 1962 die sogenannte Rote Liste. Sie gibt an, wie viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.

Blauflossenthunfische
Blauflossenthunfische
Quelle: dpa

Ein Robotertraktor für alle: Die Zukunft der Landwirtschaft wird zunehmend digital. Große Gemüseäcker bestellen, Unkraut jäten, Pflanzenbestimmung, das soll künftig mittels Künstlicher Intelligenz erfolgen, so Landwirte entlasten und Böden schonen. Doch Landwirtschaftsroboter von High-Tech-Firmen sind teuer. Der Ingenieur Taylor Alexander, der unweit des Silicon Valley lebt, hat ein besonderes Roboterprojekt entwickelt. Jeder soll seine Version nachbauen, verbessern und nachrüsten können. Die Baupläne sind offen freigegeben und fast jedes Teil ist im Internet oder im Baumarkt erhältlich.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Die Wohnungssituation in Deutschland ist ein großes Problem und eines der wichtigsten Themen bei der kommenden Bundestagswahl. "plan b" zeigt an diesem Samstag, wie es möglich ist, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gerade in beliebten Großstädten wie München und Berlin sind Mieten gigantisch gestiegen. Die "plan b"-Reporterin Antonia Lilly Schanze stellt Menschen mit neuen, mutigen Ideen vor und beweist: "Da geht was, Deutschland!". In dieser Serie präsentiert "plan b" ebenfalls Lösungsansätze zum Thema Klima und Arbeiten.

Wohnung mit Balkon oder Häuschen mit Garten - am besten nachhaltig und in einem lebendigen Umfeld. Wäre das nicht was?

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29 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Bundestagswahl: Wie steht es in den Umfragen? Wer wird die stärkste politische Kraft in Deutschland? Wie schneiden Union, Grüne, SPD, AfD, FDP und Linke ab? Am 26. September wählt Deutschland einen neuen Bundestag - und es könnte ein so knappes Rennen werden wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Mein Kollege Robert Meyer hält in dem Artikel für Sie alle wichtigen Zahlen auf Stand.

Razzia in Ministerien für Finanzen und Justiz: Staatsanwaltschaft und Polizei sind am Donnerstag zu einer Razzia im Bundesfinanz- und im Bundesjustizministerium in Berlin ausgerückt. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf Strafvereitlung im Amt gegen Verantwortliche der beim Zoll angesiedelten Financial Intelligence Unit (FIU) zur Geldwäschebekämpfung.

Wahlkampf-Endspurt: Wer setzt sich durch? Können sie Kanzler? Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock sagen für sich: Ja. Die Wähler entscheiden am 26.9. - alle Nachrichten zur Bundestagswahl aktuell im Liveblog.

Schauspieler Jean-Paul Belmondo gestorben: Lässig, unverschämt und unerschrocken: Er war eine Kultfigur des französischen Kinos. Mit Filmen wie "Außer Atem", "Das Geheimnis der falschen Braut" und "Abenteuer in Rio" schrieb er Filmgeschichte. Anfang der Woche ist Belmondo im Alter von 88 Jahren gestorben.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Andreas Kronhart

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