Sie sind hier:
Update

Das Gute zum Wochenende - Molekül mit Zukunft

Datum:
ZDFheute Good News

Guten Morgen,

ein kleines Molekül versetzt gegenwärtig Viele in positive Schwingung. Es geht um "Wasserstoff", einen Energieträger, der in den letzten Wochen und Monaten einen richtigen Hype erlebt. Zuletzt gab es seitens der Bunderegierung zahlreiche Abkommen zu internationalen Wasserstoffallianzen, so unter anderem mit Australien. "Down Under" will zum global führenden Lieferanten von grünem Wasserstoff werden.

Deutsche Unternehmen und Technologien sind bei den Megaprojekten gefragt und die Bundesrepublik soll einmal zu einem wichtigen Abnehmer dieser emissionsfreien Energie werden. Saudi-Arabiens Kabinett hat gerade erst einer deutsch-saudischen Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff grünes Licht erteilt. Überhaupt hat in der Golfregion ein Rennen um Wasserstoff begonnen, auch die Vereinigten Arabischen Emirate treiben viele Projekte voran.

Laut einer Analyse des Weltenergierates haben mindestens 20 Länder, die für fast die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung stehen, bereits eine nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet oder stehen kurz davor. Noch ist das nicht Anlass zu überschwänglichem Enthusiasmus, aber viele Experten sehen in den jüngsten Entwicklungen den entscheidenden Schub, um die Energiewende maßgeblich voranzutreiben.

Denn klimaneutraler Wasserstoff kann eine wichtige Rolle spielen, um besonders energieintensive Branchen wie Stahl und Chemie zu dekarbonisieren. Auch beim Flug- und Schwerlastverkehr könnten aus Wasserstoff produzierte synthetische Kraftstoffe die Nachfolge von Kerosin und Diesel antreten. (plan b: "Verwenden statt verschwenden" zeigt, wie Wuppertal mit Wasserstoff den Busverkehr umstellt)

In der Fertigung entstehen oft große Mengen an Abfall, allein in Deutschland jährlich 55,8 Millionen Tonnen. Meist landet er auf der Deponie. Doch das müsste nicht sein.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

In Europa sind Lkw für über ein Drittel des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr verantwortlich, die meisten tanken nur Diesel und viele der Lkw-Motoren sind veraltet. Noch sind Kraftstoffe aus Wasserstoff nicht die entscheidende Alternative, aber in der Zwischenzeit könnten umweltfreundlichere Elektro-Lkw für eine Wende sorgen.

Nach einer Berechnung des Verkehrsclubs Österreich sind innerhalb der EU zwei Drittel der Lkw-Fahrten kürzer als 100 Kilometer. Schon jetzt aber gibt es Elektro-Lkw die eine Reichweite von 300 Kilometer erreichen. Eine Studie des Umweltverbandes Transport und Environment hält in einem vorsichtigen Szenario für das Jahr 2030 in der EU deshalb einen Anteil elektrischer Lastkraftwagen von 16 Prozent, im optimistischen Fall sogar von 30 Prozent für möglich.

Wenn es nun noch gelingt, Schwerverkehr zu reduzieren, durch mehr Regionalität in der Produktion oder durch die Vermeidung vieler Leerfahrten (plan b: "Verkehr ohne Chaos"), wenn die oft versprochene Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene endlich besser umgesetzt wird, wie bei unseren Nachbarn in Österreich und in der Schweiz, wären wir schon ein ganzes Stück weiter beim Erreichen der Klimaziele.

Immer mehr Autos und Lkw rollen auf Deutschlands Straßen, Staus und Abgase gehören zum Alltag. Geht es nicht auch anders? "plan b" trifft Menschen mit guten Ideen für weniger Verkehr.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Haben Sie mehr Interesse an Lösungsansätzen, positiven Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft? Ich empfehle Ihnen unseren Good-News-Blog. Für Ihre gute Nachricht erreichen Sie uns auch weiterhin unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Sonnencremeverbot als Korallenschutz: Thailands Naturschutzbehörde verbietet ab sofort den Gebrauch von Sonnencremes in den Meeres-Nationalparks. Das betrifft Produkte, die chemische Substanzen wie Oxybenzon enthalten und die geschützten Korallenriffe beschädigen. Diese Chemikalien stören die Fortpflanzung der Nesseltiere und das führt in der Folge zur Korallenbleiche. Verstöße werden mit einem Bußgeld von umgerechnet 2500 Euro geahndet. Schädliche Sonnencremes sind bereits auf der Pazifikinsel Palau und auf Hawaii, sowie in der Karibik auf Bonaire verboten.

Wie schädlich Sonnencreme für die Umwelt ist, zeigt diese interaktive Story:

Rettung aus dem Meer: Bei gesunden Menschen stoppen Blutungen von allein. Bei besonders großen Verletzungen und bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen funktioniert das meist nicht. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt einen speziellen Kleber entwickelt, der auch starke Blutungen in Sekunden verschließen kann. Diese natürliche Substanz stammt von Seepocken, mit der die Tiere ihre Körperunterseite mit den Felsen verbinden. Der als Paste entwickelte Kleber konnte sogar Wunden an der Hauptschlagader von Schweinen, die unter hohem Blutdruck standen, schließen.

Seepocken
Seepocken
Quelle: Fritz Geller-Grimm, Wikipedia

Wasser aus der Luft: Zweidrittel der Welt hat Trinkwasserprobleme, dazu kommen Hitzeperioden und Dürrekatastrophen – Wasser wird zu einer immer wertvolleren Ressource. Das israelische Startup Watergen hat einen Generator entwickelt, der Trinkwasser aus der Luft gewinnt. Dabei arbeitet die Maschine ähnlich wie eine Klimaanlage, die Luft ansaugt und zur Taupunkttemperatur abkühlt. Den Wassergenerator gibt es in drei Variationen, der Größte produziert bis zu 5.000 Liter sauberes Wasser. Die Geräte laufen auch mit Solar- und Batteriestrom und sollen zum Beispiel helfen, die Wasserknappheit in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu mindern.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende finden Sie bei "Green Steps" dem Nachhaltigkeitskanal von "planet e" und "plan b" und in der aktuellen "plan b-Dokumentation". An diesem ersten heißen Samstag seit längerem geht es um den Durstlöscher Bier und um Pioniere der Braukunst, die neue Ideen für der Deutschen Lieblingsgetränk entwickeln: "Pils, Kölsch und Rotes Öl - Was ein gutes Bier ausmacht".

Fast 100 Liter Bier trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Ein riesiger Markt, der von wenigen Konzernen kontrolliert wird. Doch es gibt Alternativen, die ganz anders schmecken.

Beitragslänge:
29 min
Datum:

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Vom Impfweltmeister zum Inzidenzweltmeister? Lange galt Israel als Vorbild bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, doch die Zahl der Infektionen ist so hoch wie seit Monaten nicht mehr. Die Impfkampagne stockt. Deshalb macht die Regierung jetzt einerseits Druck auf die Ungeimpften und macht sie mehr oder weniger direkt verantwortlich für die Lage. Ralph Goldmann hat darüber berichtet.

Impfdurchbrüche - wie wahrscheinlich stecken sich Geimpfte an? Trotz steigender Impfquote ist immer wieder von geimpften Infizierten die Rede. Wie kann das sein? Können Infizierte das Coronavirus übertragen, ohne zu erkranken? Wie gefährdet geimpfte Menschen sind und warum wir wahrscheinlich auch in Zukunft weiter impfen - das FAQ von unserer Kollegin Ulrike Hauswald gibt einen Überblick.

Impfen, Testen, Masken - die Bund-Länder-Pläne zu Corona: Mit steigenden Corona-Zahlen wächst die Sorge vor der vierten Welle. Am Dienstag haben Bund und Länder über die Schutzmaßnahmen, Tests und Impfungen beraten. Die Beschlüsse im Überblick.

Sternschnuppen-Regen - was Sie über die Perseiden wissen müssen: Die Perseiden sind der einzige große Meteorstrom im Sommer und einer der ergiebigsten überhaupt. Den Höhepunkt des Meteorregens gab es diese Woche. Woher haben die Perseiden ihren Namen? Woher stammt der Meteorregen wirklich? Zwei Fragen aus unserem FAQ zum Thema.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schüßler.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.