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Das Gute zum Wochenende - Wie sich die Ökostrom-Investitionen auszahlen

Datum:
ZDFheute Good News

Guten Morgen,

ist es nicht immer erfreulich, wenn Fakten und Tatsachen die Zweifel an Neuem entkräften, wenn eine alternative Lösung eine wirkliche Überzeugungskraft bekommt? Entsprechend klar und zukunftweisend ist für mich die neueste Studie der Internationalen Erneuerbare-Energien-Agentur zu verstehen.

Danach ist die Stromerzeugung aus den wichtigsten erneuerbaren Energien - wie Sonne, Wind, Geothermie und Wasserkraft - durch permanente Kostensenkung und wachsende Effizienz der Anlagen inzwischen so preisgünstig wie aus konventionellen Kraftwerken.

Mehr zu alternativer Energieerzeugung sehen Sie in dieser plan-b-Doku.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Heute kostet beispielsweise ein Solarpanel nur noch 0,4 Prozent des Preises, den man beim Start der Technik in den 1970er Jahren zahlen musste. Die enorme Kostenreduzierung geht auf Lerneffekte der Hersteller zurück. Und die teuren Anfangsinvestitionen lohnen noch auf ganz andere Art. Denn was reiche Industriestaaten in die Forschung steckten, zahlt sich jetzt für ärmere Länder aus. Sie bekommen die Möglichkeit, günstiger saubere Energie zu erzeugen. Faktisch ist es also nicht nur ökologisch besser, sondern vor allem ökonomisch sinnvoll, viel mehr in diese Technologien zu investieren.

Bei uns stockte zuletzt der Ausbau der Windkraft und scheiterte oft am Konflikt zwischen Naturschutz, Anwohnerinteressen und Standortwahl. Das könnte künftig eine neue Karte ändern. Im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz wurden bundesweit 3,6 Prozent Flächen ermittelt, an denen der Windkraftausbau unproblematisch möglich ist. Es sind potenzielle Standorte, die weniger konfliktträchtig sind und dem Naturschutz nicht in die Quere kommen.

Die höchsten Anteile haben Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Eine praktische Vorlage, um dem Ausbau schnell eine neue Dynamik zu geben.

Übrigens sieht eine Mehrheit der Deutschen die Notwendigkeit für mehr Klimaschutz, auch das eine positive Entwicklung. Zwei Drittel befürworten sogar Vorschriften und Regeln. Nach einer neuen Studie der gemeinnützigen, stiftungsfinanzierten Organisation "More in Common" kann Klimaschutz erheblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen. Die Menschen sind aber nur dann bereit, selbst einen wachsenden Beitrag zu leisten, wenn sie spüren, dass andere mitziehen.

Das sind drei positive Nachrichten, drei wichtige Hinweise für politische Akteure. Ein gesamtgesellschaftliches und ein internationales Handeln beim Klimaschutz kann sich auszahlen - ökologisch, ökonomisch und für ein breites Miteinander.

Ich empfehle Ihnen noch unseren Good-News-Blog. Dort finden Sie neue Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Sie erreichen uns auch weiterhin unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende. Bleiben Sie positiv und gesund.

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Weniger Verpackung - weniger Schleppen: Supermärkte bieten Fruchtsäfte meistens in Ein-Liter-Packungen an. Die Getränke bestehen aus einem Fruchtsaftkonzentrat und zu 80 Prozent aus Wasser. Ein österreichisches Start-up überlegte, wie man unnötiges Schleppen und überflüssigen Müll vermeiden kann. Deshalb verkauft die Firma Green-Bag ihr Fruchtsaftkonzentrat in kleinen Tetra-Paks mit nur 200 Millilitern. Die kann jeder zu Hause selbst mit Wasser mischen. Das Sortiment gibt es in Deutschland im Biomarkt Denns und der Supermarkkette Spar.

Superschlauer Chip fürs Handy: Was wäre, wenn Ihr Handy gefälschte Arzneimittel erkennt, mal eben die Luftqualität checkt oder die Wasserqualität im Badesee testet? Was utopisch klingt, ist bald möglich. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme haben ein nur ein Gramm schweres Chip-Spektrometer entwickelt. Das lässt sich ins Smartphone integrieren. Vereinfacht gesagt, sendet das Spektrometer Lichtstrahlen aus und kann so feststellen, ob zum Beispiel eine Tablette gefälscht ist - weil sich ihr Lichtspektrum anders zusammensetzt als das des Originalmedikaments. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr Spektrometer in etwa zwei Jahren für wenige Euro auf den Markt kommt. Dann wird das Smartphone noch ein wenig smarter.

Corona-Impfstoff aus der Tabakpflanze: Wissenschaftler der kanadischen McGill-Universität entwickeln in Zusammenarbeit mit zwei Pharmafirmen einen neuen Covid-19-Impfstoff. Der soll mithilfe der Pflanze "Nicotiana benthamiana", einem tabakartigen Gewächs aus Australien, produziert werden. Die Wissenschaftler setzen der Pflanze ein Bakterium ein, das Gene eines Proteins von Sars-CoV-2 überträgt. Anschließend bildet die Pflanze den Impfstoff in den Blättern, der dann daraus extrahiert werden kann. Mit der neuen Technik lassen sich einfach große Impfstoffmengen herstellen. Außerdem ist der Impfstoff leicht zu lagern. In einer Phase-1-Studie wurden nur geringe Nebenwirkungen und eine gute Bildung neutralisierender Antikörper beobachtet. Der Impfstoff könnte bereits in wenigen Monaten auf den Markt kommen.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Lust auf mehr Konstruktives? Dann schauen Sie doch mal auf der Seite von plan b .

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Joachim Löw
Joachim Löw war 15 Jahre Bundestrainer.
Quelle: ap

Das Ende einer Ära: Deutschland ist raus aus der EM - das Team verlor in Wembley 0:2 gegen England. Die Niederlage besiegelt auch den Abschied von Bundestrainer Joachim Löw nach 15 Jahren. Sport-Kollege Maik Rosner blickt auf das Spiel und die Reaktionen - Fußball-Kommentator Boris Büchler auf Löws Amtszeit, in der er auch einige verlorene Jahre sieht.

Die EM ist wohl doch ein Infektionsbeschleuniger: Die Lockerung der Zuschauer-Regel könnte zum Bumerang werden. Knapp 2.000 Corona-Fälle in Schottland stehen laut offiziellen Angaben in Zusammenhang mit Spielen der Fußball-EM.

Leichter reisen mit dem Impfzertifikat: Seit Donnerstag gilt der digitale Nachweis in den meisten Ländern Europas. Wie er funktioniert und welche Beschränkungen trotzdem noch möglich sind - Fragen und Antworten.

Viele Einsätze nach heftigen Unwettern: Gewitter, Starkregen und Sturmböen haben diese Woche die Feuerwehr in vielen Teilen Deutschlands in Atem gehalten. Mittlerweile hat sich das Wetter beruhigt - heute dürfte es vielerorts sogar ganz schön werden.

Vorhersage für Deutschland Samstag, 03.07.2021
Quelle: ZDF

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Kathrin Wolff.

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