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Das Gute zum Wochenende - Alles andere als trockene Materie

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

nüchterne Zahlen, nackte Fakten und schwer lesbare Statistiken - warum ich Ihnen am frühen Morgen mit dieser trockenen Materie komme? Nun, weil das Gute an vielen solcher Daten ist, dass sie gerade jetzt ideale Helfer, wegweisend für den Kampf gegen die Klimakrise, sind. Sie liefern Analysen, sie können als Grundlage für Handlungsanweisungen in der Politik dienen, wie aktuelle Beispiele deutlich machen. Nehmen wir die jüngste Studie von Conservation International (CI), eine nicht gewinnorientierte Organisation aus Washington, deren Ziel die Erhaltung der weltweiten Artenvielfalt ist.

Aus der Datenerhebung haben Forschende eine Weltkarte entwickelt, die bis in die kleinste Region zeigt, welche Ökosysteme die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Solche Ökosysteme, wie Mangroven, tropische und alte Wälder sowie Torfgebiete sind so wertvolle Kohlenstoffspeicher, dass ihre Zerstörung zu dramatischen Folgen führen wird. Die Studie samt Weltkarte kann für Regierungen zum Instrument werden, um gezielt Klima- und Naturschutz zu betreiben. Denn diese Ökosysteme sind nicht nur CO2-Speicher, es sind gleichzeitig Orte, die eine hohe Konzentration an biologischer Vielfalt aufweisen. Sie liefern also gleich zwei Ansatzpunkte.

Solche Daten und Statistiken können aber auch eine entscheidende Entwicklung in Richtung Klimaschutz im Finanzsektor fördern. 

plan b: Mein Geld tut Gutes

Beitragslänge:
28 min
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Wälder erbringen zum Beispiel zahlreiche Leistungen für unser Ökosystem: sie speichern CO2 und Wasser, schützen vor Erosion und bekämpfen die Luftverschmutzung. Das sind quasi "Gratis-Dienstleistungen der Natur" wie Olaf Tschimpke, ehemaliger Präsident des Naturschutzbundes, es einmal nannte. Und er forderte, dass die Erde nicht länger ein "frei verfügbares Rohstofflager für die Konzerne dieser Welt sein dürfe". 

Würde man diese Leistungen finanziell bewerten und bei Finanztransaktionen und Investitionen "einpreisen", könnten sich enorme Steuerungswirkungen ergeben. Das Weltwirtschaftsforum hat kürzlich festgestellt, dass eine naturfreundliche Umstellung bei der Produktion von Lebensmitteln, bei der Land- und Meeresnutzung sowie Rohstoffgewinnung bis 2030 ein Wirtschaftswachstum von 10 Billionen Dollar und 395 Millionen Arbeitsplätze schaffen können.

Zahlen, die ein erstes Umdenken einleiten. Als Vorreiter grüner Investitionen haben sechs niederländische Finanzinstitute die "Partnership Biodiversity Accounting Financials (PBAF)" gegründet. Dieser Zusammenschluss will gemeinsam die Effekte ihrer heimischen und internationalen Finanzierungen und Investments auf die biologische Vielfalt messen und zur nachhaltigen Nutzung von Biodiversität beitragen. Dem schließen sich inzwischen immer mehr internationale Finanzhäuser an.

Was auf den ersten Blick wie eine trockene Materie aus Zahlen und Fakten klingt, kann am Ende zu einer spannenden Lektüre und einer handfesten Anleitung für den Schutz des Klimas werden.   

Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse:

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

E-Ladestationen bei Neubau: Großbritannien will mit einer Pflicht für E-Ladestationen bei Neubauten die E-Mobilität vorantreiben. Jährlich sollen so 145.000 Ladesäulen dazu kommen. Gleichzeitig werden damit neue "grüne" Arbeitsplätze geschaffen. Premierminister Boris Johnson hatte angekündigt, dass die Autoindustrie auf der Insel bis 2030 aus dem Verbrenner aussteigen muss.

Ei ohne Huhn: Insgesamt 19,9 Milliarden Eier werden jährlich in Deutschland verbraucht, Pro-Kopf also 239 Eier. Während für Fleisch, Milch und Käse schon pflanzliche Alternativen existieren, gab es bisher für Eier kein Ersatzprodukt. Ein Berliner Food-Start-Up hat jetzt eine Ei-Alternative aus Proteinen der Ackerbohne entwickelt. Das Ei ohne Huhn ist flüssig und kann wie Rührei oder Omelett in der Pfanne zubereitet werden. Erste Investoren sind überzeugt von der Marktchance und stiegen mit einer siebenstelligen Summe in die Entwicklung ein.

Maschinen leasen: Die Digitalisierung eröffnet neue Geschäftsmodelle. In einem Großforschungsprojekt "X-Forge" klären Fachleute aus Wissenschaft und Industrie, wie Firmen anders produzieren können. Ein Projektbeispiel nach dem Prinzip "Pay per Use" betrifft zum Beispiel die Holzbearbeitung. Die Hobelmaschinen bleibt Eigentum des Herstellers, Schreinereibetriebe und Möbelhersteller bezahlen nur noch die monatliche Nutzung. Teure Inventionen fallen so weg. X-Forge untersucht ebenfalls Optimierungspotenziale durch digitalen Datenaustausch.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Wenn Menschen entgegengesetzte Meinungen und Auffassungen haben, dann ist ein Annäherungsprozess oft schwierig bis unmöglich. Es sei denn, Dr. Leon Windscheid schaltet sich ein. Bei ihm sitzen zwei Menschen mit kontroverser Haltung auf der Couch und lernen konstruktiv miteinander umzugehen. Das sorgt für überraschende Ergebnisse.

Wir müssen reden! In der Folge "Auf der Couch” diskutieren die beiden Gäste, Lutz Leif Linden und Katja Diehl, über Mobilität ohne Auto.

Beitragslänge:
36 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Virologe Drosten erklärt neue Corona-Variante: Christian Drosten geht davon aus, dass Impfstoffe auch gegen die neue Variante B.1.1.529 des Coronavirus schützen. Für ZDFheute schätzt er die neue Situation mit dem Virus ein.

Was im Koalitionsvertrag steht: Die Unterschrift ist trocken. SPD, Grüne und FDP haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Die wichtigsten Punkte - hier im Überblick zusammengefasst von meiner Kollegin Kristina Hofmann.

Was bei der Cannabis-Legalisierung geplant ist: Die Ampel-Koalition will eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene legalisieren. Die Qualität solle kontrolliert und der Jugendschutz gewährleistet werden.

60 Ärzte bieten schon Kinderimpfungen an: Eigentlich können Kinder unter 12 erst kurz vor Weihnachten geimpft werden. Doch 60 Ärzte wollen nicht mehr warten. Sie starten eine Online-Plattform mit Impfterminen für Kinder.

"Bis zu 150.000 Neuinfektionen - jeden Tag": Die vierte Welle wird weiter anwachsen - wenn es keinen Lockdown gibt. Das hat Mathematiker Kristan Schneider berechnet. Und erklärt, warum auch eine Impfpflicht für diese Welle zu spät kommt.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schneider.

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