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Das Gute zum Wochenende : "New Work" gewinnt an Bedeutung

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

freitags statt ins Büro lieber schon ins Wochenende? Das klingt verlockend. In Belgien wird das bald Realität. Die Regierung plant die Flexibilisierung der Arbeitszeit: Belgische Arbeitnehmer*innen sollen künftig länger als acht Stunden am Tag arbeiten dürfen, um die wöchentliche Arbeitszeit an vier, statt an fünf Tagen zu erfüllen.

Die Arbeitsmarktreform hat das Ziel, die Beschäftigtenquote anzukurbeln. Zugleich soll sie den Beschäftigten mehr Freiheit und Flexibilität gewähren. Unklar ist bei der Gesetzesvorlage noch, ob und wie sich die Regelung auf die Bezahlung auswirkt.

Auch Großbritannien startet in Kürze einen ähnlichen Versuch. Dutzende Firmen probieren für ein halbes Jahr die Vier-Tage-Woche aus - auf der Insel aber bei vollem Lohnausgleich. Das Programm stößt auf ein riesiges Interesse.

In Großbritannien meldeten sich bereits mehrere hundert kleine und mittelständische Unternehmen für Info-Veranstaltungen über das Projekt an. Auch Irland, die USA, Kanada und Neuseeland wollen ein entsprechendes Programm starten.

Pionier auf diesem Gebiet war Island. Dort wurde die verkürzte Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich von 2014 an fünf Jahre lang getestet. Die Auswertungen lesen sich positiv: gestiegenes Wohlbefinden, weniger Stress, eine als besser empfundene Work-Life-Balance für die Beschäftigten und aus Sicht der Betriebe eine unveränderte, zum Teil sogar verbesserter Produktivität. In Island gibt es seitdem einen Anspruch auf reduzierte Arbeitszeiten.

Die Arbeitswelt ist also in Bewegung, wie lange nicht mehr. Die Corona-Pandemie wirkte dabei wie ein "Booster" für neue Arbeitsmodelle, nicht für alle, aber für viele Berufsgruppen. Seitdem sind Homeoffice, Remote-Arbeit, Desk-Sharing, Co-Working Spaces aus der zukünftigen Arbeit kaum noch wegzudenken.

Und "New Work" wird, da sind sich Expert*innen sicher, auch Auswirkungen auf die Arbeitsstätten von morgen haben. Das klassische Bürogebäude mit der bisherigen Büroaufteilung könnte zum Auslaufmodell werden.

Beitragslänge:
30 min
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Und selbst bisher als zu verrückt oder zu teuer geltende Arbeitszeitmodelle rücken stärker in den Focus. Der "Fünf-Stunden-Tag", wie bei der Bielefelder Firma Rheingans, bei gleichem Lohn wie für acht Stunden, oder der erfolgreiche zweijährige Test einer "Sechs-Stunden-Schicht" in einem Göteborger Krankenhaus, bei vollem Lohnausgleich: Sie sind mögliche und attraktive Alternativen in Zeiten von Fachkräftemangel und der zunehmenden sogenannten "Great Resignation", also Kündigungen aus Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen.

Beitragslänge:
29 min
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So oder so, für die moderne neue Arbeitswelt müssen jetzt Regierungen, Arbeitgeber*innen und Gewerkschaften entsprechende Leitplanken schaffen, damit der Weg in die Arbeit von morgen für viele Berufsgruppen neu geebnet werden kann.

Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse:

Nach so viel Informationen zur Arbeit wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Mehr Geld fürs Meer: Angesichts der zunehmenden Bedrohung der Meere und zum Schutz eines unserer wichtigsten Ökosysteme stellt die Clean Ocean Initiative statt der ursprünglich geplanten zwei jetzt vier Milliarden Euro bereit. Damit werden Projekte gefördert, die die Einleitung von Plastik, Mikroplastik und anderen Abfällen in die Meere verringern. Die Plastikverschmutzung der Meere hat drastisch zugenommen. Zur Clean Ocean Initiative gehören die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Europäische Investitionsbank und die französische Entwicklungsagentur.  

Schneller ans Ziel: Kürzere Wartezeiten dank einer intelligenten Ampelsteuerung haben Forschende vom Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung entwickelt. Dabei optimiert eine Künstliche Intelligenz den Verkehrsfluss für Autos und Fahrräder. Die Anlage ist in Lemgo an einer Kreuzung im Praxistest. Bisher konnten Wartezeiten um bis zu 15 Prozent reduziert werden.

Rechenzentren mit weniger CO2-Ausstoß: Die Zahl der deutschen Rechenzentren hat sich seit 2010 fast verfünffacht. Ursächlich dafür ist das Wachstum beim Cloud-Computing. Immer mehr Unternehmen beziehen Speicherplatz und Rechenleistung über das Internet. Dennoch sind die CO2-Emissionen rückläufig, da viele Anlagen eine bessere Energieeffizienz, auch durch Nutzung von regenerativer Energienutzung, erzielen.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

In unserer aktuellen "plan b"- Dokumentation berichten wir, wie Inklusion gelingen kann. Für viele Menschen mit Behinderungen, aber auch für Ältere oder Eltern mit Kinderwagen ist Mobilität an vielen Stellen in Deutschland, ob es um Stufen zum Arzt oder Türschwellen im Hotel geht, eine echte Herausforderung. "plan b: Total normal - Eine Gesellschaft für alle" zeigt, wie man es anders machen kann (30 min):

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30 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Stufenplan zu Lockerungen - Diese Corona-Maßnahmen enden bis zum 20. März: Am Mittwoch haben sich Bund und Länder auf einen Stufenplan für Lockerungen geeinigt. Lesen Sie hier, welche Regelungen bis 20. März nach und nach enden.

Was passiert an der ukrainischen Grenze? Wie steht es um den russischen Truppenabzug in der Grenzregion der Ukraine? Einschätzungen von den ZDF-Korrespondenten aus Russland, den USA, Deutschland, Ukraine und aus Brüssel.

Sturmtiefs "Ylenia" und "Zeynep" über Deutschland: Gleich zwei Orkane ziehen über Deutschland hinweg. Über Schäden, Auswirkungen und Hintergründe berichten wir aktuell in unserem Liveblog.

Bundestagsabgeordnete solidarisieren sich mit Tessa Ganserer: Sticheleien gab es schon öfter. Am Donnerstag sprach die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch der Transfrau Tessa Ganserer das Frausein ab. Den jüngsten Eklat mit der AfD fasst Kristina Hofmann zusammen.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Tai Becker.

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