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Das Gute zum Wochenende - Gegen Corona: Raumluft mit CO2-Ampel checken

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

lassen wir diese Woche mit der coronalen Pleiten-Pech- und Pannen-Politik schnell hinter uns und schauen auf jene, die in Zeiten steigender Inzidenzen und Virus-Varianten einfach Lösungen suchen.

Ein Projekt am Umwelt-Campus der Hochschule Trier, zusammen mit dem Internet der Dinge (IoT), steht ganz erfolgreich dafür. Weil das Virus nicht direkt gemessen werden kann, haben Forschende den CO2-Anteil in der Raumluft als einen guten Indikator ausgemacht. Je höher die gemessene CO2-Konzentration, desto höher ist das Infektionsrisiko, falls sich eine kranke Person im Raum aufhält.

Und um das zu messen, wurde eine sogenannte CO2-Ampel entwickelt, die Schüler zum Beispiel auch im Selbstbau herstellen können. Die Aktion hat im Schulbetrieb bundesweit viel Zustimmung gefunden. In einigen Bundesländern wird der Selbstbau finanziell gefördert. Der saarländische Landkreis St. Wendel hat bereits über 600 Klassenräume ausgestattet.

Ganz nebenbei wird Wissen in den naturwissenschaftlichen Fächern gefördert und Digitalisierung erlebbar gemacht. "Wir sind überrascht von der überwältigenden Resonanz, die unser Projekt ausgelöst hat. Zeigt es doch, dass wir in der Gesellschaft noch in der Lage sind, neue Herausforderungen gemeinschaftlich zu bewältigen", sagt einer der Hauptinitiatoren der HS Trier, Professor Klaus-Uwe Gollmer.

Die Raumluftüberwachung mittels CO2-Ampeln eignet sich auch für öffentliche Kultureinrichtungen, Behörden, Arztpraxen. Höchste Zeit also, diese einfache Maßnahme ins Waffenarsenal gegen die Pandemie aufzunehmen.

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Eine erfolgreiche Bilanz kann man diese Woche auch den ersten Selbsttestprojekten an Schulen bescheinigen. NRW hat 1,8 Millionen Selbsttests ausgeliefert. "Es läuft weitgehend rund", melden verschiedene Schulleiter, zum Beispiel aus Bergisch-Gladbach. Der Zuspruch ist hoch: 70 bis 95 Prozent der Schüler*innen lassen sich testen, so eine Umfrage. Schülerschaft, Eltern und Lehrer*innen fühlen sich dadurch sicherer. Positive Corona-Fälle werden früh erkannt und das Infektionsrisiko verringert. Am Gymnasium Herkenrath haben einige Schüler sogar spezielle Youtube-Tutorials für die Anwendung der Selbsttests gedreht.

Gleich nach Ostern wäre doch das die große Chance, die Pandemie gerade im Problemfeld Schule im ganzen Land besser in den Griff zu kriegen.

Immer samstags geben wir Ihnen an dieser Stelle Einblicke in die Welt der Visionäre und zeigen Möglichkeiten, etwas lösungsorientiert zu verändern. Wenn auch Sie Geschichten des Gelingens erlebt haben, erzählen Sie uns und den Leser*innen davon. Sie erreichen uns unter zdfheute-feedback@zdf.de.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Illegale Fischerei sichtbar machen: 30 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände gelten als überfischt. Nichtnachhaltige Fischereimethoden zerstören das wohl wichtigste Ökosystem der Welt. Was in den riesigen Weiten der Ozeane tatsächlich vor sich geht, besonders auf hoher See, war bisher schwer zu kontrollieren. Die unabhängige Organisation Global Fishing Watch erstellt jetzt mit Satellitendaten "Echtzeit-Karten", auf denen Fischereiaktivitäten verfolgt werden können. Die Daten stammen unter anderem von Funksignalen und Schiffslichtern. So ist jederzeit erkennbar, wo und wie lange in Fischfanggebieten gefischt wird und ob Trawler illegal in Schutzzonen fischen. Der Zugang zu den Karten ist öffentlich.

Auch mittels Blockchain lässt sich die Herkunft von Fischen, dem Fanggebiet und der Fangmethode verfolgen. Wie das funktioniert, können Sie sich im Video anschauen:

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Reisen mit gutem Gewissen: Beim Urlaub tut sich was. Neben ökologischen Belangen, wie beispielsweise der Kompensation des CO2-Ausstoßes einer Flugreise, sind es vermehrt auch soziale Belange, die zählen. Wer will schon in einer Unterkunft übernachten, bei der die Mitarbeiter*innen schlecht behandelt werden, oder das Geld dort ausgeben, wo es die Menschen vor Ort nicht erreicht. Angebote wie z.B. Socialbnb, Companion2go, TeachSurfing oder Good Travel bieten laut eigener Aussage soziale und nachhaltige Alternativen.

KI erkennt Fake-Onlineshops: Betrügerische Onlineshops, bei denen Käufer keine Ware bekommen und ihr Geld verlieren, sind ein seit Jahren anhaltendes Problem. Ein Team österreichischer Forscher hat eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die Abhilfe schafft. Die Entwickler identifizierten mehr als 21.000 Faktoren, die Hinweise auf einen Fake-Shop geben. Beim Betreten der Seite analysiert die KI diese Faktoren automatisch. Die Erkennungsrate liegt bereits bei 97 Prozent, soll aber noch verbessert werden. In wenigen Wochen ist der Fake-Shop-Detector in Form eines kostenlosen Browser-Plugins verfügbar.

Eine Person tippt auf einem Laptop am 14.02.2020

Internet-Kriminalität - Wo beim Onlinekauf die Fallen lauern 

von Peter Welchering

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Heute ist "Earth Hour" und das heißt: Licht aus, Klimaschutz an, so können wir alle Energie sparen. Was wir beim Thema Energie noch anders machen können, zeigt die aktuelle plan b-Dokumentation:

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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Bund und Länder fassen neue Corona-Beschlüsse: In der Nacht auf Dienstag präsentierten Bund und Länder neue Corona-Beschlüsse. Die sogenannte Osterruhe wurde bereits wieder gekippt. Tim-Julian Schneider mit einem Überblick.

Merkel: "Einzig und allein mein Fehler": Kanzlerin Merkel hat die umstrittenen Beschlüsse zur Osterruhe wieder zurückgenommen. In einem Statement sagte sie: "Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler."

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Wie gefährlich ist Corona für Kinder?: Die Corona-Infektionen bei Kindern steigen stark - und damit auch die Gefahr, dass die lebenensbedrohliche Folgeerkrankung PIMS um sich greift. Oliver Klein hat wichtige Informationen zusammengefasst.

"Harter Lockdown"? Korrespondenten spotten: "Harter Lockdown" - so nennen viele deutsche Medien die neuen Corona-Beschlüsse. Ausländische Journalisten blicken etwas anders darauf. ZDF-Korrespondent Florian Neuhann hat mit ihnen gesprochen.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schüßler.

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