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Das Gute zum Wochenende : Wirtschaftswachstum durch Klimaschutz

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ZDFheute Good News
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Guten Morgen,

Klimaschutz ist teuer. Doch unterlassener Klimaschutz ist für uns alle langfristig deutlich teurer. So einfach klingt die Rechnung der Unternehmensberatungsgesellschaft Deloitte. Die hat die Folgen der Klimakrise untersucht und gerade einen Bericht mit zwei Szenarien veröffentlicht. Das erste Szenario geht davon aus, dass der CO2-Ausstoß (auch global) nicht eingedämmt wird, mit der Folge einer Erderwärmung um drei Grad.

Allein der deutschen Wirtschaft drohen danach in den kommenden 50 Jahren klimawandelbedingte Schäden in Höhe von insgesamt 730 Milliarden Euro und ein Verlust von bis zu 470.000 Arbeitsplätzen.

Szenario Zwei klingt anders und das ist die gute Nachricht: Die Volkswirtschaften werden in Richtung CO2-Neutralität umgebaut. Das erfordert zwar hohe Investitionsanstrengungen, der wirtschaftliche Nutzen ist am Ende aber größer, durch vermiedene Schäden und neue wirtschaftliche Chancen. Die Berechnung sieht bis 2070 viele hunderttausend neue Jobs in der Energiewirtschaft. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahrzehnt nach 2040 wird zunächst jedes Jahr um 0,8 Prozentpunkte höher ausfallen. Deutschland ist dann in 2070 um 140 Milliarden Euro bessergestellt als in einer Welt der Untätigkeit.  

Es ist keine Utopie, was die Unternehmensberater da schreiben. Es klingt plausibel, wie ein Leitfaden für die kommenden 50 Jahre. Fast genauso lange ist es her, als im März 1972 der "Club of Rome", ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, nicht minder einleuchtend an die Vernunft der Staatengemeinschaft appellierte. Damals riet die Experten-Studie "Grenzen des Wachstums" zum maßvollen Umgang mit den Ressourcen zum Wohle des Planeten und nachfolgender Generationen. Wovor sie damals warnten, ist heute vielerorts schreckliche Wirklichkeit.  

Aktuell und sehr eindrücklich führt uns "Climate Central", eine gemeinnützige Organisation von Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten, vor Augen, was passiert, wenn wir die Pariser Klimaziele tatsächlich erreichen und was, wenn nicht. Unsere Zukunft in Bildern liefert eine einfache Antwort.

Es gibt unzählige Studien zum Klimaschutz und viele Lehren. Die jüngste stammt aus der Pandemiezeit. Da haben wir erlebt, wie ein Virus einfach mal die üblichen Maschinerien und Mechanismen unseres wirtschaftlichen Tuns und Handelns beiseiteschiebt und der Schutz des Menschen oberste Priorität bekommt. Klimapolitik, da wird kaum jemand widersprechen, ist auch Menschenschutz. 

Der Soziologe Stephan Lessenich traut den Menschen einen Lösungsansatz bei der Frage nach dem Wie durchaus zu. In seinem Buch "Neben uns die Sintflut" schreibt er: "Dabei können wir als Gesellschaft einen Konsens darüber finden, was wir wirklich brauchen und was nicht - und worauf wir verzichten wollen".

Welche Zukunft wählen wir also? Mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell Menschen gleich an mehreren Orten - ab heute in Rom beim G20-Treffen, ab Sonntag in Glasgow beim Weltklimagipfel. Und in Berlin verhandeln die Ampelkoalitionäre derzeit darüber, wie klimafreundlich die nächste Regierung wird.

An dieser Stelle berichten wir regelmäßig über Menschen mit Utopien, über Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Lastenräder gegen Auto: Lastenräder können gewerbliche Fahrten mit dem Auto ersetzen, in der Stadt, aber auch in kleineren Gemeinden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). 750 Unternehmen und Organisationen konnten drei Monate kostenlos verschiedene Lastenräder testen und legten in dieser Zeit 30.000 Wege zurück. Bei zwei Dritteln ersetzt das Rad den Verbrennungsmotor. Ein Drittel der Unternehmen schafft sich nach dem Test ein eigenes Lastenrad an.

Lachs aus Pflanzen: Ein österreichisches Start-Up Unternehmen verkauft ab nächster Woche in vielen Supermärkten des Alpenlandes Lachs aus Pflanzen. Zunächst wird eine Räucherlachs-Alternative erhältlich sein. Dieser besteht aus elf natürlichen Zutaten, unter anderem aus Erbsenproteinen, Algenextrakten für den Meeresgeschmack und die Textur, Pflanzenfasern und pflanzlichen Öle, so die Angaben des Startups. In weiterer Folge sollen außerdem ein veganer Lachs-Aufstrich und Thunfisch-Salat folgen und vegane Sushi/Sashimi Alternativen. Diese sollen Ende 2022 die Marktreife erreichen.

Ein guter Fang - Die plan b Reportage zeigt unter Anderem auch vegane Rezepte für Fischalternativen.

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30 min
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Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Was kann ich selbst tun, um meinen CO2-Fußabdruck zu verändern. Dieser Frage ist unsere Kollegin Jasmin Hekmati nachgegangen und hat sich drei Herausforderungen gestellt. Sie hat versucht, mit möglichst wenig CO2-Verbrauch eine Reise ans Meer zu unternehmen, ihre Familie wintertauglich einzukleiden und für Freunde zu kochen. Dabei berichtet sie auch über Pioniere und Game-Changer, die längst passende Antworten auf solche Probleme liefern.

plan b: Die CO2-Challenge - Schaff' ich's klimafreundlich ans Meer?

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20 min
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Und bei plan b zeigen wir Ihnen am Samstag um 17.35 Uhr neue Ideen für ein Traditionsgetränk. Tee ist eines der beliebtesten Getränke Deutschlands. Wir berichten wie guter Tee aus grüner Haltung hergestellt wird und was dabei Gutes für die Umwelt herauskommt. 

Tee ist eines der beliebtesten Getränke Deutschlands - trotz des schlechten Produktionsrufs. Pionier*innen in aller Welt bauen Tee für Menschen an, die mit gutem Gewissen aufbrühen wollen.

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30 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Heftige Drohungen aus Polen: Im Streit um die Rechtsstaatlichkeit droht Polens Regierungschef Morawiecki nun der EU. Versprochene Gelder für sein Land zurück zu halten könne einen "Dritten Weltkrieg" beginnen.

Wie wird der Corona-Winter? Die Infektionszahlen steigen wieder rasant. Im Frühjahr soll es besser werden, einen Corona-Winter müssen wir aber noch durchstehen. Er könnte ähnlich heftig werden wie der letzte, meint Modellierer Thorsten Lehr von der Universität des Saarlands.

Darum sind die Zahlen gerade höher als 2020: Die Corona-Lage verschlechtert sich von Tag zu Tag - die Inzidenz und die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstation ist sogar höher als vor genau einem Jahr. Woran liegt das?

Tödliche Fehler am Filmset in den USA: Vieles ist noch unklar nach dem tödlichen Unfall am Set von Alec Baldwin. Doch Polizeiermittlungen bringen immer mehr Details ans Licht. Und zeigen: Es wurden viele Fehler gemacht, berichtet unsere US-Reporterin Nina Niebergall.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schneider.

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