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Das Gute zum Wochenende : Was Mülltrenn-Weltmeister noch lernen können

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

manchmal reibt man sich verblüfft die Augen: Da stellt BMW plötzlich ein Müll-Auto, Verzeihung, ein Auto aus Müll her. Bei dem neuen Elektroauto "i Vision Circular" weist schon der Name auf eine der großen Chancen im Kampf gegen die globale Erwärmung hin. Die "Vision" von der "Circular Economy", der "Kreislaufwirtschaft" versetzt viele Branchen in Aufbruchstimmung. Die Idee des bayrischen Autobauers, auf gut recyclebares oder bereits recyceltes Material zu setzen, birgt Potential für viele Industriezweige. Erst vor wenigen Tagen haben Wissenschaftler*innen vom Wuppertaler Klimainstitut eine Untersuchung über die enormen Chancen und Möglichkeiten einer systematisierten Kreislaufwirtschaft veröffentlicht.

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft kann viel dazu beitragen, die Pariser Klimaziele zu erreichen und hilft gleichzeitig wertvolle Ressourcen zu sparen. Doch Deutschland, Weltmeister im Müllsortieren, ist meilenweit von einer echten Kreislaufwirtschaft entfernt. Deshalb geben die Wuppertaler Expert*innen auch politische Handlungsempfehlungen.

Ähnliche Forderungen kommen aus der Wirtschaft, direkt adressiert an die künftige Regierung. Vierzehn internationale Unternehmen aus der Automobil-, Chemie- und Recyclingindustrie empfehlen einen "Digitalen Produktpass". Der soll es Recyclern ermöglichen, die darin genutzten Materialien - wie Stahl, Aluminium, Kunststoffe, Chemikalien - bei der Demontage sortenrein zu trennen, aufzuarbeiten und den Herstellern für neue Produkte wieder zur Verfügung zu stellen. Zurzeit werden in Europas Wirtschaft gerade mal 13 Prozent der in der Industrie eingesetzten Rohstoffe recycelt und für Neuprodukte genutzt. Angesichts dieser niedrigen Quote hat die EU bereits angekündigt, solche Produktpässe einführen zu wollen.

Dass solche Initiativen tatsächlich zünden, zeigt das Beispiel eines Start-Ups: Die Internetplattform "Cirplus" ist eine Art "Online-Börse" für recycelte Kunststoffe und Kunststoffabfälle. Dort werden Entsorger, Recyclingfirmen und Hersteller miteinander vernetzt. Noch ist das Unternehmen mit zehn Mitarbeitenden und rund 1.000 Nutzer*innen eher klein. Aber das Interesse an dieser Idee wächst ebenso wie die Zahl der Investoren und die Summe der Fördergelder.

Der Gründer von "Cirplus", Christian Schiller, kam übrigens bei einem Segeltörn auf die Idee, als er mit seinem Boot in einem dichten, Hunderte Meter langen Müllteppich aus Plastikresten festsaß. Es gibt viele Anstöße, um etwas zu verändern- und vielleicht noch mehr Möglichkeiten, es auch zu tun.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen viele Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Was noch gut war diese Woche

Kohle entsalzt Meerwasser: Ein Block aus gepresstem Kohlenstaub, in dem Baumwollfäden eingearbeitet sind, kann Meerwasser entsalzen. Dieses Verfahren haben Forscher*innen an der King Abdullah University of Science and Technology erprobt. Dabei wird Meerwasser von den Fäden aufgesaugt und verdunstet an der porösen Oberfläche des Kohleblocks. Ein darüber angebrachter Kondensator verwandelt den Dampf in Trinkwasser. Die Anlage produziert Frischwasser für nur rund ein Drittel der Kosten heutiger solarer Entsalzungsanlagen und eignet sich besonders für Dürreregionen.

Handbuch für coole Städte: Weltweit wird es in Städten immer heißer. Temperaturanstiege durch den fortschreitenden Klimawandel werden zunehmen, so das Ergebnis vieler Studien, im Schnitt um bis zu 4,4 Grad Celsius bis 2030. Deshalb hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) jetzt ein Handbuch veröffentlicht. Das gibt praxisnahe Anleitungen, wie sich Städte in klimaresiliente, urbane Räume verwandeln können.

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30 min
Datum:

Super-Computer hilft bei Antibiotikaentwicklung: Immer häufiger entwickeln Krankheitserreger Resistenzen gegen Antibiotika. 700.000 Menschen sterben jedes Jahr an solchen resistenten Keimen. Ein internationales Forscherteam hat jetzt Rechenprozesse entwickelt, bei denen Supercomputer dazu beitragen, die dringend benötigte Entwicklung neuer Antibiotikavarianten zu beschleunigen. Dabei wurde ein Wirkstoffkandidat identifiziert, der wirksamer ist als zwei schon bekannte Antibiotika. Die neue Variante ist außerdem auch bei drei Bakterien wirksam, gegen die bisher getestete Antibiotika nicht halfen. Der Wirkstoff wird klinisch erprobt.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Noch ist der Klimagipfel von Glasgow nicht zu Ende. Dort wird entschieden, was Politik und Industrie gegen die Klimakrise und zum Erreichen des Pariser Klimaabkommens dringend unternehmen müssen. Was jeder persönlich ändern kann, hat unsere Kollegin Jasmin Hekmati aus der plan b-Redaktion bei mehreren "Klima-Challenges" ausprobiert.

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22 min
Datum:

Und wie man mit weniger Chef und mehr Eigenverantwortung im Beruf gut fährt, das zeigt unsere neueste "plan b"-Dokumentation "Wir sind der Boss!":

Beitragslänge:
29 min
Datum:

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Wie die Inzidenz in Ihrem Landkreis ausfällt: Mehrere deutsche Landkreise haben bereits eine Corona-Inzidenz über 1.000. Wie hoch ist sie bei Ihnen? Wie viele Fälle gab es insgesamt vor Ort? Wie viele Menschen sind verstorben? Alle Zahlen in unserer Corona-Karte.

"Haben keine Pandemie der Ungeimpften": Hätte die Wirtschaft in der Pandemie eher in die Pflicht genommen werden sollen als Schulen? Diese Frage wirft Virologe Christian Drosten in einem Interview mit der "Zeit" auf. Und sagt, was nun getan werden sollte.

Ampel-Verhandler legen erste Ergebnisse vor: Die Ampel ist ein bisschen näher gerückt: Am Mittwoch legten die Arbeitsgruppen aus SPD, Grünen und FDP erste Ergebnisse vor. Es bleiben aber noch einige Problemfelder.

Spahn: "Das reicht so alles nicht": "Die Situation ist ernst", sagte Gesundheitsminister Spahn am Freitag in Berlin. "Es ist fünf nach zwölf", warnte RKI-Chef Wieler angesichts der aktuellen Corona-Lage. Die vierte Welle rollt bedrohlich. Kostenlose Tests kommen wieder, dazu 2G+.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Katja Belousova.

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