Sie sind hier:

Das Gute zum Wochenende - Erholte Natur und bessere Luft machen Mut

Datum:
ZDFheute Update

Guten Morgen,

das war doch mal eine Meldung diese Woche: "Deutschlands Luftqualität ist besser geworden". Endlich eine gute Nachricht zwischen Corona- und Impfchaos, Shutdown und den vielen anderen Krisenmeldungen.

Ich finde ja, das Gute kommt in den "News" oft zu kurz. Als Redaktionsleiter der ZDF-Sendereihe "plan b", einem Format für konstruktiven Journalismus, gehört es für unsere Redaktion zum täglichen Geschäft, nach positiven Entwicklungen oder nachhaltigen Lösungen zu suchen. Ich will Ihnen samstags ein paar Themen vorstellen, die Hoffnung machen.

Bleiben wir bei der besseren Luft über Deutschland. Weniger Schadstoffbelastung, vor allem ein deutlicher Rückgang beim gesundheitsschädlichen Feinstaub.

Smog, Feinstaub und Stickoxide belasten unsere Städte und unsere Gesundheit. "plan b" zeigt innovative Methoden, die uns und unsere Städte wieder besser durchatmen lassen.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Doch nicht die Einschränkungen während der Corona-Krise waren die Ursache. Das hatte nur marginalen Einfluss. Schaut man genauer hin, ist es noch viel besser. Die Wende brachten mittelfristige und langfristige Lösungen: die Flottenerneuerung, Hybrid- und Elektroautos und -busse, Softwareupdates bei älteren Fahrzeugen, dazu Tempolimits, Luftfilteranlagen, Umstieg aufs Fahrrad und ja, auch neue Heizungen. All das entwickelte sich in einem relativ kurzen Zeitraum. Was lernen wir daraus?  Da geht doch noch viel mehr?   

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Das zeigt auch eine gerade veröffentlichte Studie unter dem Titel "Gesundheit in allen klimapolitischen Maßnahmen", die zu erstaunlichen Ergebnissen kommt. Wenn künftig alle Klimaschutz-Maßnahmen im Kontext einer umfassenden Gesundheitspolitik stünden, könnten allein in Deutschland 155.000 Todesfälle pro Jahr vermieden werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss: noch weniger Autoverkehr, noch mehr Fahrradwege und viele neue Grünflächen helfen, noch mehr Menschenleben zu retten. Welch große Chance und Potential schlummert da in so vielen Kommunen und Städten?   

Und wie zum Beweis passt eine Untersuchung aus Großbritannien dazu. Läden in fahrrad- und fußgängerfreundlich umgestalteten Stadtteilen Londons machen bis zu 30 Prozent bessere Geschäfte. Die Kundschaft komme, so das Ergebnis, häufiger in die Einkaufszonen und verbringe dort mehr Zeit als Autofahrer.  Angesichts der Misere unserer Innenstädte, klingt das nach einem echten Plan b! 

  

Damit trotz Lockerungen in der Corona-Krise die Abstandsregeln weiter beachten werden können, hat Brüssel den Verkehr verändert und eine fast autofreie Innenstadt geschaffen. Nicht Wenige hoffen, diese Regel habe auch nach Corona weiter Bestand.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Paris denkt sogar ganz groß, wie sich das eben für die französische Hauptstadt gehört. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat ein neues Ziel: die "Ville du quart d’heure", die 15-Minuten Stadt. Ihr Plan ist es, mit 650 Kilometer neuen Radwegen die Metropole so umzugestalten, dass alles Wichtige von jedem Einwohner innerhalb von 15 Minuten ab seinem Wohnort mit dem Fahrrad zu erreichen ist. In den nächsten drei Jahren soll das Fahrradnetzwerk ausgebaut sein. Zur Nachahmung empfohlen.  

Ich möchte Ihnen künftig an dieser Stelle gerne mehr Geschichten des Gelingens erzählen, Menschen näherbringen, die umdenken, neue Ideen verwirklichen und so die Welt ein kleines Stück besser, zumindest aber anders machen. 

Helfen Sie mit! Schreiben Sie uns, was Ihnen passiert ist, welche "Good News" Ihnen gefiel oder was Ihre Woche ganz persönlich besser gemacht hat. Sie erreichen uns unter zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende.   

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter von "plan b"   

Was zum Wochenende noch Mut macht  

Insektenschutzgesetz: Auch wenn das Gesetz in dieser Woche noch immer die Gemüter erregt, den Bauern geht es zu weit, den Artenschützern nicht weit genug. Für die einen kommt der Glyphosatausstieg bis 2023 zu früh, für die andern viel zu spät. Ist es da nicht gut zu wissen, dass längst Experten an einem Ersatz für das umstrittene und als krebserregend geltende Herbizid arbeiten. Klaus Brilisauer und Karl Forchammer sind Forscher an der Universität Tübingen.

Sie haben mit Kolleg*innen ein Zuckermolekül entdeckt, das auf Pflanzen eine ganz ähnliche Wirkung hat wie Glyphosat. Es hemmt das Wachstum bei Pflanzen, Bakterien und Pilzen. Für Tiere und Menschen wird es als ungefährlich eingeschätzt. Eine Entdeckung, die große Hoffnungen weckt und (erst) jetzt auch bei der Industrie auf großes Interesse stößt.

  

Pflanzenschutz ohne Chemie, Hightech auf den Feldern, Bio für alle – was heute auf den Äckern passiert, bestimmt unser Konsum- und Essverhalten von morgen.

Beitragslänge:
29 min
Datum:

Tsunami-Warnung: Japanische Forscher der Universitäten Tohoku und Tokio haben mithilfe des derzeit schnellsten Supercomputers ein KI-Modell entwickelt, das mit hoher Genauigkeit die Folgen eines Tsunamis vorhersagen kann. Damit lassen sich nahezu in Echtzeit Auswirkungen von Tsunami-Flutwellen vorhersagen. 

Diese Informationen sollen künftig auf einfachen PC‘s zugänglich sein. Rettungskräfte können dann viel gezielter Evakuierungsmaßnahmen durchführen und schneller in den vermutlich am schwersten betroffenen Gebieten reagieren. Außerdem sind sie unabhängiger, sollte die Kommunikationsstruktur zusammenbrechen, wie nach der Katastrophe von Fukushima von vor fast genau 10 Jahren.  

Die Natur als Rohstofflieferant: Apropos Natur. Mit der "Kraft der Natur" lassen sich inzwischen viele umweltschädliche Rohstoffe ersetzen. So dienen Pilze als Lederalternative oder Algen um Kerosin zu produzieren.

Normale Birkenrinde ersetzt Plastik aus Erdöl. Die Alternativen durch immer neue nachwachsende und kreislauffähige Alternativen sind vielfältig. 

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

In der Dokumentation "Die Rohstoff-Revolution" stellt die ZDF-Reihe "plan b" die Menschen vor, die in der Natur schon längst Lösungen für den täglichen Bedarf gefunden haben, nachhaltig, umweltverträglich und konstruktiv.  

Die ZDF-Sendung läuft immer samstags ab 17.35 Uhr im ZDF und jederzeit in der ZDF-Mediathek zu sehen. 

Wir beuten unseren Planeten aus, konsumieren mehr, als die Erde hergibt, und zerstören unseren Lebensraum. Dabei ginge es auch anders: mit der Kraft der Natur.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Uni Hamburg verbreitet fragwürdige Theorie: Geht die Corona-Pandemie auf einen Laborunfall in Wuhan zurück? Diese Theorie verbreitet die Uni Hamburg. Die Quellen: unter anderem "Focus", Twitter und Youtube. Unsere Faktenchecker haben die fragwürdige Theorie geprüft.

Wirbel um Laschet-Aussage: CDU-Chef Armin Laschet löste mit einer Kritik an angeblich "neu erfundenen Grenzwerten" eine Debatte aus. Was steckt hinter seinen Aussagen und sind sie korrekt? Das hat Nils Metzger aus unserem Faktencheck-Team überprüft.

Rover auf dem Mars gelandet: Es war ein heikles Manöver: Der Nasa-Rover "Perseverance" ist nach sieben Monaten auf dem Mars gelandet. ZDFheute live war mit Planetenforscherinnen und einer angehenden Astronautin dabei.

Studie zu Corona-Sterbefällen: Mehr als 700 Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona hat das Uniklinikum Hamburg untersucht. Im Schnitt waren die Verstorbenen 83 und hatten meist Vorerkrankungen. Die Ergebnisse noch einmal im Überblick.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schüßler. 

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.