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Das Gute zum Wochenende : Großer Erfolg beim Schutz des Meeres

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

es war in der Tat eines der deutlichsten Signale, beim UN-Klimagipfel in Glasgow. Vier Staaten - Costa Rica, Panama, Ecuador und Kolumbien - richten im Osten des Pazifischen Ozeans das größte Meeresschutzgebiet der westlichen Hemisphäre ein. Mit einer Fläche von mehr als 500.000 Quadratkilometern ist das Gebiet größer als Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen.

Es schafft einen Korridor im Ozean, in dem sich Wale, Haie, Rochen Schildkröten, Thunfische und viele andere Arten ungestört bewegen können. Industrieller Fischfang wird in dem Areal, das auch die wertvollen Ökosysteme der Galapagos- und Cocos-Inseln umfasst, verboten.

Galápagos-Inseln. Archivbild
Industrieller Fischfang wird im Areal der Galápagos-Inseln verboten.
Quelle: Leo F. Postl/dpa

Viele Vorreiter des Meeresschutzes waren Inselstaaten wie Palau und Mauritius, jetzt ziehen andere Staaten nach. Waren im Jahr 2000 nur 0,7 Prozent der Ozeane geschützt, sind es heute immerhin 7,7 Prozent, so die Weltnaturschutzorganisation (ICUN). Wie sehr Meeresschutzgebiete dazu beitragen, marine Arten und Lebensräume zu bewahren, kann man an zahlreichen Positivbeispielen erkennen. Die Insel Arran vor der Westküste Schottlands ist eines, das überzeugend darlegt, welche Erfolge möglich sind:

Jahrzehnte der Überfischung führten zu einem dramatischen Verlust der Artenvielfalt, die Fischerei brach zusammen. Auf Betreiben der Inselbewohner*innen wurde 2008 ein kleines Meeresgebiet zur "Schutzzone" erklärt. Das Ergebnis war eine Erholung der Bestände, unter anderem der Königsmuschel und des europäischen Hummers, und der Startschuss für weitere Meeresschutzgebiete in der Region.

Solche Maßnahmen helfen nicht nur dem Meeres-, sondern auch dem Klimaschutz. Denn marine Ökosysteme sind effiziente Helfer im Kampf gegen die Klimakrise. Denn Meerestiere, Algen und Seegras ziehen Kohlendioxid aus der Atmosphäre und binden es in ihrem Organismus.

Man kann es essen oder Kleidung daraus machen: Der Klimakiller CO2 kann dem Menschen sogar nützlich sein. Dafür entwickeln Vordenker*innen überraschende Konzepte.

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30 min
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Zuletzt haben Untersuchungen gezeigt, dass "Ocean Farming", also Meeresfarmen, die sich auf Algenzucht spezialisieren, maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. Wenn zum Beispiel "Ozeanbauern" in den USA etwas weniger als fünf Prozent der US-Gewässer für den Anbau von Algen verwenden würden, könnten sie laut einem Bericht der Weltbank schätzungsweise 135 Millionen Tonnen Kohlenstoff (entspricht etwa dem CO2-Jahresverbrauch aller New Yorker Einwohner) reinigen. Bleibt zu wünschen, dass sich weitere Staaten in Glasgow zu mehr Meeresschutz entschließen.

Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Autobahn aus Papier: In Zentralspanien, 350 Kilometer von Madrid entfernt, wird derzeit ausprobiert, ob sich Papier als Straßenbelag für Autobahnen eignet. Dabei wird nicht mehr recyclebares Altpapier verbrannt und statt Zement für eine neue Autobahn benutzt. Die Papierasche erfüllt nicht nur alle technischen Voraussetzungen, sondern ist auch umweltfreundlicher als Zement. Das innovative Material kann die Kohlenstoffemission um bis zu 75 Prozent senken.

Zweites Leben für Batterien: Ausgediente Batterien von Elektroautos enthalten wertvolle Rohstoffe, die weiterhin nutzbar sind. Normalerweise hält ein Akku rund zehn Jahre. Um sie recyceln zu können, hat ein Forschungsprojekt, koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, jetzt eine Roboterzelle mit ganz verschiedenen Werkzeugen entwickelt. Sie soll alle nötigen Arbeitsschritte der Demontage ausführen können und sich für sämtliche Batterietypen eignen.

Solares Kerosin: Schweizer Wissenschaftler*innen der ETH Zürich forschen an CO2-neutralem Flugtreibstoff. Wie die Forschenden jetzt in einer Studie bekanntgaben, wurde für die Herstellung des solaren Kerosins CO2 und Wasser direkt aus der Umgebungsluft abgeschieden und anschließend durch Solarenergie aufgespalten. Mit der Züricher Anlage lassen sich synthetische flüssige Treibstoffe wie Kerosin oder Methanol herstellen. Beim Verbrennen wird dann nur so viel CO2 freigesetzt, wie zuvor der Luft entnommen wurde. CO2-neutrale Treibstoffe sind für eine nachhaltigere Luft- und Schifffahrt von zentraler Bedeutung.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Bei plan b berichten wir am Samstag um 17:35 Uhr über neue Ideen für eine zukunftsfähige Stadt. "Lebenswerte Citys" heißt die Doku-Folge und zeigt, wie sich Städte neu erfinden und was sich gegen Leerstände, immer gleiche Ladenketten, zu viele Autos und zu wenig Grün tun lässt.

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29 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Mann fuhr wohl vorsätzlich in Kindergruppe: Im hessischen Witzenhausen erfasste ein Autofahrer am Freitag vor einer Woche eine Gruppe Kinder. Die Polizei teilte später mit: Der Fahrer soll die Kinder wohl vorsätzlich angefahren haben.

Booster-Impfungen für alle sollen kommen: Die Corona-Lage in Deutschland wird kritischer, das Robert-Koch-Institut hat seine Risikobewertung verschärft. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern für verstärkte Auffrischungsimpfungen ausgesprochen.

UN-Klimakonferenz in Glasgow geht weiter: 100 Milliarden Dollar pro Jahr ab 2020 sollten Entwicklungsländer für den Kampf gegen die Klimakatastrophe bekommen. Geliefert seitens der Industrieländer wurden bisher rund 80 Milliarden.

Mehr zur UN-Klimakonferenz haben wir auch in unserem Klima-Blog.

Politiker fordern schärfere Kontrollen beim Impfnachweis: Im Restaurant, im Flugzeug, bei Veranstaltungen gelten 3G- oder 2G-Regeln - doch sie werden häufig nicht kontrolliert. Die Kritik daran von Seiten der Politik wird immer lauter.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schneider.

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