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Das Gute zum Wochenende - Gute Vorsätze als Balsam für die Seele

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

es ist noch nicht lange her, da lagen unter vielen deutschen Weihnachtsbäumen japanische Ratschläge von einer gewissen Marie Kondo. Ihre Bestseller über die Perfektion des Aufräumens und des Ausmistens faszinierten auch bei uns sehr viele Menschen. Diese Art der Entrümpelung, der Vereinfachung, empfand eine Mehrheit als absolut positive Erfahrung.

Alsbald machte der Begriff vom "Minimalismus" weltweit die Runde und verlockte Menschen zu einer neuen Einfachheit. Und dann kam Corona. Führte uns die Pandemie zunächst gezwungenermaßen in den Verzicht, ins Runterfahren, folgte schnell eine neue Erkenntnis: Zurückgeworfen auf sich selbst stellten viele Menschen fest, wie leicht sie Dinge entbehren können, wie gut Enthaltsamkeit tun kann und vor allem, dass sie damit die Umwelt schonen können. Das war sicher eine der erfreulichen Erfahrungen aus der Pandemie.

Nun sind Verzicht, Einfachheit und Mäßigung keine neue Entdeckung. In allen Weltreligionen spielen sie eine wichtige Rolle. Der Buddhismus sieht im "Tanha", was übersetzt "Gier", "Wollen", "Verlangen" bedeutet, den Ursprung allen Leidens und sieht im Verzicht die Lösung.

Brauchen wir also für mehr Zufriedenheit oder Glück andere Quellen als Besitz und Konsum? Eine Frage, die der amerikanische Philosoph Richard Gregg schon 1933 mit "Ja!" beantwortete. In seiner Abhandlung sah er schon damals in der "Voluntary Simplicity", der freiwilligen Einfachheit, eine Lebensweise, die äußerlich einfach und innerlich reich ist, eine Art "psychische Hygiene".

Wohl aus diesem Gefühl heraus, zufriedener zu werden, beschäftigen sich die allermeisten von uns spätestens nach Weihnachten mit guten Vorsätzen. Die Energie und die Motivation, etwas zu verändern, tut gut. Wichtig dabei ist es, so die Psychologie-Professorin Marie Henneke, sich sinnvolle und realistische Ziele zu setzen, genaue Pläne zu machen, und sich bereits im Vorfeld mit den Hürden und Hindernissen zu befassen, die der Umsetzung im Weg stehen. Einer Studie der Uni Siegen zufolge sagt etwa die Hälfte aller Personen nach einem Jahr, dass sie ihre Neujahrsvorsätze erfolgreich umgesetzt hat.

Welche Art von Zielen sollten es sein? Mehr Sport treiben, abnehmen oder gesünder leben? Geht es nach einer großangelegten, internationalen Studie, angeführt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), dann könnten vor allem gute Vorsätze zum Klimaschutz helfen. Das Forscherteam hat 54.000 wissenschaftliche Fachartikel und mehrere Hundert relevante Arbeiten untersucht und festgestellt, dass Klimaschutz einen überwiegend positiven Effekt auf das Wohlergehen der Gesellschaft als Ganzes und auf jeden Einzelnen hat.

Zu den einfachen konstruktiven Lösungsansätzen für jeden von uns etwa zählen, häufiger das Auto stehen zu lassen und sich zu Fuß oder per Fahrrad auf den Weg zu machen, weniger Fleisch zu essen und mehr Dinge wiederzuverwerten und zu recyclen.

Wien gibt 50 Prozent dazu, damit es sich wieder lohnt, kaputte Lieblingsgegenstände zu reparieren und so Müll zu vermeiden.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Die Forschenden haben die Wirkung solcher Veränderungen auf Klima, Umwelt und menschliches Wohlergehen analysiert und gezeigt, dass sie - anders als vielfach wahrgenommen - die empfundene Lebensqualität und den Komfort nicht verringern.

Wenn also Verzicht und Reduzierung gut für die Seele und die Umwelt sind, dann haben wir ja die vielfältigsten Möglichkeiten für gute Vorsätze zum neuen Jahr.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und ein frohes Fest.

Viel Spaß beim Weiterlesen und bleiben Sie gesund

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

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Was noch gut war diese Woche

Kalifornien startet großes Recyclingprogramm: Ab Januar müssen kalifornische Bürger*innen sowie Geschäfte Essensreste von anderem Restmüll trennen. Dafür kommen flächendeckend neue Biotonnen zum Einsatz. Der Müll wird anschließend in Kompost oder Biogas umgewandelt. Bis zu 40 Prozent der Lebensmittel in den USA werden weggeworfen. Das belastet das Klima enorm, weil bei der Zersetzung Methangase freigesetzt werden. Die Maßnahme gilt als das größte Recyclingprogramm der US-Geschichte.

Hilfe aus der Luft: Bei Herzstillstand ist schnelle Hilfe überlebenswichtig. Aber gerade in abgelegenen Gebieten und Dörfern oder in freier Natur, kann es länger dauern, bis professionelle Retter eintreffen. An der Technischen Universität München haben Studierende jetzt den Prototyp einer Lebensrettungsdrohne vorgestellt. Sie fliegt autonom mittels Künstlicher Intelligenz und hat einen Defibrillator an Bord, der dann vor Ort über Seile heruntergelassen wird. So können auch medizinische Laien helfen und die Überlebenschance des Kranken deutlich erhöhen.

Umweltfreundlicher Lichterglanz: Spätestens in der Adventszeit beginnt die große Stunde der Teelichter. Sie gehören zu den meistverkauften Kerzen der Welt, allein in Europa verbrennen wir 12 Milliarden Teelichter im Jahr. Ihr Alumantel macht sie zugleich zu einem umweltschädlichen Einweg- und Abfallprodukt. Fast 5.000 Tonnen Aluminium und 7.500 Tonnen Plastik kommen so jedes Jahr zusammen. Die Hamburger Firma Cup Candle hat jetzt umweltverträgliche Teelichter entwickelt. Die Resthüllen können auf dem Kompost oder im Bio-Müll entsorgt werden. Sie sind biologisch abbaubar. Die Kerzen selbst sind aus Raps und enthalten keine Paraffine oder schädliches Palmöl.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

An dieser Stelle kann ich Ihnen keinen aktuellen Film von plan b empfehlen, weil wir eine kurze Weihnachtspause einlegen. Wir haben dieses Jahr aber 40 Dokumentationen produziert, die viele Lösungen, konstruktive Ansätze und zahlreiche Visionär*innen und Pionier*innen vorstellen. Schauen Sie doch einfach mal rein.

plan b

Gesellschaft - plan b 

Mutige Pioniere und innovative Projekte

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Booster nach vier Wochen: Ist das sinnvoll? Silas Thelen aus der ZDFheute-Redaktion ist dieser Frage nachgegangen. Charité-Immunologe Leif Erik Sander bestätigt: Eine vorgezogene Booster-Impfung sei bei "immungeschwächten Personen sinnvoll", um eine ausreichende Schutzwirkung der Impfung herzustellen.

Niedersachsen kippt 2G-Regel im Einzelhandel: Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg befand, dass die Maßnahme zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig sei. Der Handelsverband hatte die Regel im Vorfeld stark kritisiert.

Diese 19 Experten beraten jetzt die Regierung: Der Corona-Expertenrat soll die Politik zur Pandemie-Bekämpfung beraten. Mit dabei sind unter anderem der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, der Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn, Hendrik Streeck, und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler.

Wer die Corona-Proteste in Sachsen anheizt: In ganz Sachsen gehen Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße, mobilisiert von den rechtsextremen "Freien Sachsen". Wer ist die Partei? Und gegen wen stachelt sie auf? Julia Klaus vom ZDFheute Check hat sich das genauer angeschaut.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Elisa Kart.

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