Sie sind hier:
Update

Das Gute zum Wochenende - So kann Mobilitätswende in Deutschland gehen

Datum:
ZDFheute Good News

Guten Morgen,

ein Papier hat mich in dieser Woche besonders positiv überrascht. Es ist ein "Zukunftsmanifest" einer Gruppe von Wirtschaftswissenschaftler*innen und ehemaligen Automanagern. Darin geht es um nichts Geringeres als um die Mobilitätswende in Deutschland. Die Autor*innen fordern die Abkehr von der autozentrierten Stadtplanung, mehr Radwege, autofreie Zonen und die Hinwendung zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Als Beispiele nennt die Runde Kopenhagen und plädiert für das Prinzip "Nutzen statt Besitzen", d.h. mehr Carsharing, eine bessere Auslastung von Privatautos und den Ausbau der öffentlichen Nahverkehrsmittel. Die sollten deutlich günstiger werden, damit Mobilität für jeden bezahlbar ist.

Der Aufruf ist passend zur derzeitigen "Europäischen Mobilitätswoche“, an der auch 122 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise teilnehmen. Gemeinsam mit Bürger*innen probieren sie aus, wie Mobilität anders funktionieren kann. In Leipzig etwa wird der Promenadenring, der teils sechsspurig verläuft, für einen Tag autofrei. Im bayrischen Schweinfurt verwandelt die Stadt Parkplätze in Ruhe-Oasen, Spielflächen, Kunstgalerien oder Musikbühnen.

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Und wie es im großen Stil anders geht, sieht man an Wien. Die Stadt reagiert auf die junge autolose Generation. Der Blick auf die Wiener Singlehaushalte im Alter von 18 bis 35 zeigt: Die Zahl der Autolosen stieg zuletzt auf 72 Prozent. In dem Stadtteil "Seestadt Aspern", einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas, wird ein "Modal Split" angestrebt. Das bedeutet, dass der größte Teil der Mobilität mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Transportmitteln erfolgen soll. Neue Bus- und Straßenbahnlinien sind dazu in Planung. Lastenräder und E-Bikes können an mehreren Stellen ausgeliehen werden. Die Mobilitätsmischung sieht in dem Stadtteil nur noch 20 Prozent Autoverkehr vor. Die Devise: Heute planen wir eine Stadt für die nächsten 200 Jahre.

Unter dem Link finden Sie jede Woche weitere Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft.

Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Textilsiegel wird angenommen: Das staatliche Textilsiegel "der grüne Knopf" wird nach zwei Jahren vom Markt gut angenommen. Bisher sind 150 Millionen Textilien mit diesem Siegel verkauft worden. 78 Unternehmen, darunter für Sportmode und große Handelsketten, wie Tchibo, REWE oder Lidl beteiligen sich. Auch bei der Beschaffung durch Institutionen tut sich etwas. Die Caritas und die Diakonie wollen ihre 56.000 Einrichtungen, wie Krankenhäuser und Altenheime, auf "Grüne-Knopf-Textilien" umstellen. Das Siegel verlangt u.a. soziale und ökologische Mindeststandards, Mindestlöhne und ein Verbot von Kinderarbeit.

Kuh-Klos fürs Klima: Forschende haben Rinder darauf trainiert, zur Toilette zu gehen. Die Tiere lernten schnell ihren Urin und Kot nicht einfach irgendwo auf der Weide fallenzulassen. Nach einem Training steuerten sie gezielt das "Kuhklo" an, um dann dort ihr Geschäft zu verrichten. Die Wissenschaftler*innen setzen darauf, so die Kontamination von Böden und Wasser und die Treibhausgas-Emissionen durch Rinderexkremente einzugrenzen.

Ein Büro geht schwimmen: Im Hafen von Rotterdam ist das weltgrößte schwimmende Bürogebäude eröffnet worden. Das Haus wurde überwiegend aus Holz gebaut. Damit ist es recycelbar, leicht demontierbar und reduziert den CO2-Fußabdruck des Gebäudes enorm. Es wird durch Wärmeaustausch mit dem Hafenwasser gekühlt, während die überhängenden Stockwerke als Sonnenschutz dienen. Zudem verbessert das begrünte Dach das Klima.

Das schwimmende Bürogebäude Global Center on Adaption
Quelle: ap

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Die Dokureihe "plan b" zeigt wie Demokratie und Teilhabe an der Politik auch unabhängig von Wahlen gelebt werden kann. Denn laut Glücksforschung macht politische Mitbestimmung, also die Teilnahme an demokratischen Prozessen, zufriedener. Die Doku zeigt Beispiele aus Deutschland, Dänemark und Ungarn:

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

2G-Regel - Was jetzt in den Bundesländern gilt: Immer mehr Bundesländer planen die Einführung der sogenannten 2G-Regel. Nils Hagemann hat zusammengestellt, was jetzt in den einzelnen Bundesländern gilt.

Das Wahlkampf-Triell im Faktencheck: Vergangenen Sonntag kamen Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet bei ARD und ZDF zum Triell zusammen - und gingen sich teils hart an. Wie hielten es die Kanzlerkandidat*innen dabei mit der Wahrheit? Der Faktencheck zur Sendung.

Viel Streit und ein Lacher beim "Schlagabtausch": Auf sie könnte es nach der Bundestagswahl ankommen: FDP und Linke könnten einer möglichen Koalition nach der Bundestagswahl zur Mehrheit verhelfen. Zusammen mit AfD und CSU trafen sie sich im ZDF zum "Schlagabtausch". Kristina Hofmann über die Diskussion.

Darauf haben sich GDL und Bahn verständigt: Nach drei Streikrunden ist die Lösung da: Die Deutsche Bahn und die GDL legen ihren Tarifkonflikt bei. Nun meldet aber die EVG neue Ansprüche an.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.
  • Alle Nachrichten rund um die bevorstehende Bundestagswahl finden Sie in unserem Wahl-Blog.

Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

Zusammengestellt von Christian Dezer und Katja Belousova

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.