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Das Gute zum Wochenende - Neue Technik gegen Plastik im Ozean

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

es ist ja Woche für Woche ermutigend, wie viele Menschen daran arbeiten, unsere Welt besser zu machen. Nehmen wir ein herausragendes, mutmachendes Beispiel, um die Plastikverschmutzung unserer Gewässer zu vermeiden.

Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben ein System entwickelt, mit dem weltweit Plastik aus Flüssen entfernt werden kann. Das "Autonomous River Cleaning" (ACR) ist eine komplexe Mischung aus Künstlicher Intelligenz, Robotik und Automatisierung.

Dabei werden perforierte Röhren auf dem Grund der Flüsse angebracht, durch die dann Luft gepumpt wird. Aus den Öffnungen entweicht diese und erzeugt einen Aufwärtswirbel, der Plastikteile an die Wasseroberfläche drückt. Dort können sie dann bequem gesammelt werden.

Acht bis zwölf Millionen Tonnen Plastik gelangen jährlich über die Flüsse in die Weltmeere. Diese Methode will das Problem da beseitigen, wo es auftritt. Denn wenn die Plastikflut erst die Ozeane erreicht, sorgen Sonne, Wind und Strömungen dafür, dass der Plastikmüll in Kleinstpartikel zerfällt und zu einer noch größeren Gefährdung für Mensch und Tier wird.

Ein ähnliches System hat das niederländische Start-up "The Great Bubble Barrier" erfunden. Ein Luftkompressor am Gewässergrund verhindert wie eine Barriere, dass Plastik über den Luftwirbel hinweg ins Meer fließt.

Das Schweizer ACR-Verfahren geht aber noch einen Schritt weiter, es sammelt nicht nur den Müll, sondern sortiert, erkennt und analysiert ihn. Ab 2022 könnte das System in Flüssen Afrikas und Asiens einsetzbar sein.

Hier sehen Sie weitere Lösungsansätze zur Vermeidung von Plastik:

Beitragslänge:
30 min
Datum:

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen viele Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Für Ihre persönliche gute Nachricht erreichen Sie uns auch unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen, 

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Recyceltes Wasser für die Landwirtschaft: Dürre und Wasserknappheit fordern neue wassersparende Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft. An der Universität Braunschweig wurde mit dem Projekt "Hypo Wave" ein Anbauverfahren mit recyceltem Wasser erfolgreich erprobt.

Im Gegensatz zur traditionellen Landwirtschaft wachsen die Kulturpflanzen nicht in der Erde, sondern sie werden nebeneinander in lange Rohre eingebettet, über die sie mit einer Nährlösung versorgt werden. Für diese wiederum verwenden die Forschenden Wasser, das durch die Rohre geleitet, aufgefangen und wiederverwendet wird. Jetzt planen die Wissenschaftler*innen gemeinsam mit niedersächsischen Landwirten und Landwirtinnen auf einem Hektar Anbaufläche die Produktion von bis zu 700 Tonnen Tomaten und Paprika.

Blitzer gegen Autolärm: Autolärm macht krank und nach einer neuen dänischen Studie kann die langfristige Lärmbelastung durch Straßenverkehr sogar das Demenzrisiko stark erhöhen. Die Metropole Paris geht daher künftig schärfer gegen zu laute Autos und Motorräder vor. Eine Art "Blitzer" mit vier Mikrofonen und zwei Kameras soll zu laute Autos automatisch erkennen.

Das sogenannte Medusa-System basiert technisch auf einer Mikrofonanlage, die in den Städten der Vereinigten Staaten von Amerika automatisch Schüsse erkennt. Angepasst auf den neuen Einsatzzweck wird es bereits seit 2019. Die Stadt Paris setzt im Rahmen eines dreimonatigen Pilotprogramms die Technik in zwei Quartieren der Stadt gegen "Autoposer" ein.

Polizist kontrolliert Auto-Auspuff
Quelle: dpa /mhm014

Biokompostanlage in Kalifornien: Ab 2022 müssen in Privathaushalten und Geschäften alle Essens- und Gartenabfälle besonders gesammelt werden. Das ist eine staatliche Initiative, um Mülldeponien von organischem Abfall zu entlasten. In der Nähe von San Diego wurde dazu eine Bio-Kompostanlage eröffnet, die auf Solarbasis betrieben wird.

Der entstandene Kompost kann dann in den Gemeinden, aus denen der Müll stammt, wiederverwendet werden. Der US-Bundesstaat Kalifornien hat sich die Kreislaufwirtschaft zum Ziel gesetzt.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Die Alpen sind eines der vom Klimawandel am meisten betroffene Ökosysteme in Europa. 100 Millionen Menschen machen jedes Jahr Urlaub in den Bergen. Und das hat kolossale Folgen: Müll, Lärm und Umweltverschmutzung nehmen zu.

Zusätzlich belastet die Klimakrise die Natur und die Tierwelt. Wie kann die alpine Welt besser geschützt werden? Einige Menschen haben schlaue Ideen dazu, "plan b" hat mit ihnen gesprochen:

Beitragslänge:
29 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Dieselpreis steigt auf Rekordhoch: Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des letzten Sonntags lag er bei 1,555 Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Auch Benzin nähert sich einem Höchststand an. Super der Sorte E10 lag am Sonntag bei 1,667 Euro pro Liter.

Fünf Länder im Corona-Vergleich: Die Corona-Lage unterscheidet sich je nach EU-Land. Was machen Länder mit hoher Impfquote? Und wie wollen andere Staaten die Quote erhöhen? Fünf Beispiele.

Diskussion um 2G im Supermarkt: Viele große Lebensmittelketten wollen 2G-Regelungen nicht anwenden - selbst, wenn die Politik das erlaubt, wie in Hessen. Rechtlich wäre ein solcher Schritt auch fragwürdig, erklärt mein Kollege Oliver Klein aus dem ZDFheuteCheck-Team.

Warum das Finanzministerium so begehrt ist: Früher wollten Vize-Kanzler unbedingt Außenminister werden. Heute begehren Politiker vor allem das Finanzministerium. Allen voran Christian Lindner. Vier Gründe, warum das so ist.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schneider.

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