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Das Gute zum Wochenende - Inselstaat Palau, Schützer der Meere

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

der Sommer ist da und viele träumen vom Meer. Mir ist da sofort ein Weltmeister eingefallen. Einer, an dem sich viele ein Beispiel nehmen könnten. "Palau" – das ist ein Inselstaat im Pazifik.

Er ist Spitzenreiter beim Schutz des Meeres. Palaus geschützte Fläche umfasst 500.000 Quadratkilometer Meer. Das entspricht ungefähr der Fläche Spaniens. Damit gilt das Archipel als eines der reichsten Hotspots der Biodiversität weltweit.

Archiv: Eine Frau beim Schnorcheln in einer Lagune von Palau.
Quelle: imago

Das ist nicht nur eine gute Nachricht, weil diese Woche der "Tag des Meeres" war. Konsequenter Meeresschutz hat mehrere Effekte. Er trägt dazu bei, dass es mehr Fisch auf der Welt gibt und gefährdete Arten geschützt werden.

Eine neuere Studie berichtet vom "Spill-over-Effekt". Denn Fische kennen keine Grenzen und können aus streng geschützten Bereichen in Nachbarzonen "überschwappen".

Und das passiert überall da, wo es streng kontrollierten und überwachten Meeresschutz gibt, zum Beispiel an der Südostküste Kanadas. Überfischte Bestände von Jakobsmuscheln und Schellfisch haben sich seit 1994 in den hier gesperrten Gebieten spektakulär erholt.

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Von gesünderen Ozeanen profitieren Menschen und Wirtschaft aber noch auf ganz andere Weise. Die Meere sind gigantische Kohlenstoffspeicher und könnten bis zu einer Milliarde CO2-Emissionen verhindern und dem Klimawandel entgegenwirken.

Aktuell sind weltweit knapp acht Prozent der Meeresflächen geschützt, aber nur 2,7 Prozent der Gesamtfläche unterliegt strengem Schutz. Geht es nach einer neuen Koalition, könnte das anders werden. 30 Prozent der Ozeane sollen bis 2030 Schutzgebiet werden.

60 Staaten angeführt von Frankreich und Costa Rica haben sich der Naturschutzkoalition angeschlossen, darunter auch Deutschland. Bis Oktober 2021 auf dem Weltnaturschutzgipfel haben die Staaten Zeit, einen effektiveren Meeresschutz festzulegen. Es wäre ein Dreifachgewinn - für die Nahrung, die Natur und das Klima.

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Und auch Industrie und Wirtschaft erkennen zunehmend das große Potential unserer Meere und der sogenannten "Blue Economy". Dazu zählen Unternehmen, die helfen, die Meeresverschmutzung zu reduzieren und die Ozeanversauerung einzudämmen und die sich mit der nachhaltigen Nutzung von Meeresressourcen, Ökosystemen und der nachhaltigen Fischerei beschäftigen.

Längst interessieren sich internationale Investoren für diese richtungsweisende Wirtschaft. Nach Angaben des WWF liegt das jährliche "Bruttomeeresprodukt" der Ozeane bei 2,5 Billionen Dollar. Damit wäre die "Blue Economy" die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Unsere Ozeane gelten als die Quelle des Lebens, ihr Schutz ist maßgeblich für eine nachhaltige Zukunft und überlebenswichtig für uns alle.

Interessieren Sie sich für mehr Geschichten des Gelingens? Im Good-News-Blog finden Sie neue Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Sie erreichen uns auch weiterhin unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende. Bleiben Sie positiv und gesund.

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Computerspiele trainieren den Zahlensinn: Je länger sich Menschen mit Computerspielen befassen, desto besser können sie auf einen Blick eine Anzahl an Gegenständen abschätzen. Es handelt sich dabei um eine angeborene Fähigkeit, die es ermöglicht Mengen und Mengenunterschiede, ohne nachzuzählen, abzuschätzen. Das haben Neurowissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) nachgewiesen.

Danach verbessert das Spielen Aufmerksamkeitsprozesse im Gehirn. Für die Untersuchung wurden passionierte Computerspieler rekrutiert, die mehr als vier Stunden pro Woche mit ihrem Hobby verbrachten. Als Kontrollgruppe dienten Personen, die deutlich weniger Zeit mit Videospielen verbrachten. Im Mittel konnten Computerspieler intuitiv und ohne nachzuzählen, besser unterscheiden, ob mehr Äpfel oder mehr Orangen im Einkaufswagen lagen.

Premiere am Himmel: In München ist erstmals ein Rettungshubschrauber mit umweltfreundlichem Kerosin geflogen. Bei der Maschine handelte es sich um einen Helikopter der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, der Kraftstoff wird aus Biomasse gewonnen und stößt bis zu 90% weniger CO2 aus.

Der Treibstoff für den ersten Rettungshubschrauberflug wurde in Frankreich aus Altspeiseöl produziert, ohne Verwendung von natürlichem Pflanzenöl. Mit dem in München verwendeten Bio-Kerosin könnte die Flotte der ADAC Luftrettung eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 33 Prozent erreichen.

Waschmittel in Papierflaschen: Der Konzern Unilever hat angekündigt, eine neue Verpackung für Waschmittel auf den Markt zu bringen. Dabei sollen künftig Flaschen aus Papier zum Einsatz kommen. Diese neue Technologie könnte im Bereich Haushaltsprodukte den Anteil von Plastik drastisch reduzieren. Die ersten Produkte sind in Großbritannien auf den Markt gekommen, Brasilien und der Rest Europas sollen folgen.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Für die Ohren: Die neue Folge von pitch, dem plan b podcast lautet "Asche für Alle? Bedingungsloses Grundeinkommen." Angesichts der Diskussion um die Rente in dieser Woche, bestimmt ein interessanter Aspekt.

Zu Beginn eines jeden Monats 1.200 Euro auf das Konto. Bedingungslos. Das ist die Vision von Steven Strehl. Er arbeitet für den gemeinnützigen Verein "Mein Grundeinkommen", der ab Juni 2021 mit einem groß angelegten Pilotprojekt die Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) wissenschaftlich erforscht. Viele sehen in dem BGE eine Chance auf mehr Chancengleichheit, und eine echte Alternative zu Hartz IV. Andere wiederum zweifeln an der Finanzierbarkeit, befürchten eine Welle von Faulheit oder verschärfte Ungleichheit, wenn die Reichen ebenso wie die unteren Einkommensschichten denselben Beitrag vom Staat erhalten.

Das Bedingungslose Grundeinkommen – Utopie oder ein realistisches Szenario für unseren Sozialstaat?

Und zum gerade verabschiedeten Lieferkettengesetz möchte ich Ihnen noch eine plan b -Dokumentation empfehlen: "Wissen, was man kauft – mehr Transparenz für Kunden." Hier zeigen Unternehmen, wie man wirklich an alle Bereiche der Produktionskette denken kann.

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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Digitaler Impfpass - so weisen Sie sich aus: Der digitale Impfnachweis ist am Start. Geimpfte können den Nachweis darüber in der Corona-Warn-App oder in "CovPass" hinterlegen. Alles Wissenswerte hierzu hat Julia Klaus zusammengefasst.

Warum mRNA-Impfstoffe nicht toxisch sind: Ein kanadischer Immunologe glaubt, mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 seien hochgefährlich. Seine Thesen verbreiten sich schnell im Internet, sind aber trotzdem weitestgehend falsch, erklärt unser Faktenchecker Jan Schneider.

Union legt zu, Grüne verlieren: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die CDU/CSU zulegen, die Grünen verzeichnen Verluste. Das zeigte das aktuelle ZDF-Politbarometer in dieser Woche.

Die Fußball-EM startet: Wer spielt wann gegen wen? Den gesamten Spielplan finden Sie hier im Überblick.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schüßler.

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