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Das Gute zum Wochenende - Mehr Verantwortung für die Erde übernehmen

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

für eine große Mehrheit der Menschen wird es wichtiger, mehr Verantwortung für den Planeten zu übernehmen und entsprechende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen.

Nach einer neuen Umfrage in den sogenannten G20-Ländern befürworten 73 Prozent der Befragten die Idee, dass die Wirtschaft ihres Landes nicht nur auf Profit und Wirtschaftswachstum ausgerichtet sein sollte, sondern auch auf das Wohlergehen der Menschen und den Schutz und die Wiederherstellung der Umwelt. Diese Ansicht ist in allen G20-Ländern gleich hoch. Dort leben 4,8 Milliarden Menschen.

In der repräsentativen Umfrage waren als globale Gemeingüter, die die Erde stabil und widerstandsfähig halten, unter anderem die frische Luft und das Klima, die Ozeane, die Wälder, die Eisschilde und das Süßwasser definiert. Ergebnisse, die der Politik einen spannenden Spielraum beim Schutz der Natur einräumen.

Die Landwirtschaft ist mit 10 Prozent einer der größten globalen Verursacher von Treibhausgasen. Mit der Verwendung von Pestiziden, Herbiziden, mit einem enormen Wasserverbrauch und durch die Verschiffung von Lebensmittelgütern rund um die Welt ist sie alles andere als nachhaltig. Das liegt auch an uns, die wir jederzeit exotische Früchte und Gemüsesorten verlangen. Um das zu ändern, arbeiten immer mehr Unternehmen an neuen Anbaumethoden.

Eine davon ist die sogenannte "vertikale Landwirtschaft", auch "Indoor Farming" genannt. Dabei werden Pflanzen auf mehreren Ebenen übereinander in Hallen angebaut. Das spart Platz, die Nahrungsmittel wachsen dort, wo sie hauptsächlich konsumiert werden, und stehen wetterunabhängig ganzjährig zur Verfügung. Der Wasserverbrauch ist deutlich geringer und der Einsatz von Chemikalien kann entfallen (plan b zeigt ein Beispiel von vertikaler Landwirtschaft "Die Wasserretter").

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Gerade erst haben sich zwei der größten Player beim "vertical farming" aus Asien und den Vereinigten Staaten zusammengeschlossen. Was dort schon länger am Start ist, schwappt jetzt auch nach Europa. In der Nähe von Kopenhagen steht Europas größte vertikale Farm. Dort wachsen auf 14 Ebenen Salate, Kräuter und Gemüsesorten. Bis zu 1.000 Tonnen sollen hier produziert werden. In Österreich baut ein Indoor-Farming-Unternehmen in Gewächshäusern jetzt exotische Früchte an. Die Energie kommt über eine Photovoltaikanlage.

Noch ist der Energieverbrauch die Achillessehne bei der Nachhaltigkeit dieser Produktionsweise. Allein der Lichtbedarf für die Pflanzen sorgt für einen hohen Energieverbrauch. Eine spezielle LED-Beleuchtung kann zwar die Heizung ersetzen, nachhaltig aber wird die Produktion erst durch den konsequenten Einsatz von Wind- oder Solarenergie.

Diese Art der Landwirtschaft könnte also zu einer wichtigen Säule der Ernährung der Weltbevölkerung werden. Und die dann nicht mehr benötigten landwirtschaftlichen Flächen bekäme die Natur einfach zurück.

Haben Sie mehr Interesse an Lösungsansätzen, positiven Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft? Ich empfehle Ihnen unseren Good-News-Blog. Für Ihre gute Nachricht erreichen Sie uns auch weiterhin unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Weniger Herbizide: Die rheinland-pfälzische Firma Premosys hat eine spezielle Sensortechnik entwickelt, die zwischen Nutzpflanzen und Unkraut unterscheiden kann. Dadurch wird es möglich, gezielter Unkraut zu bekämpfen und die Menge der Gifte insgesamt deutlich zu reduzieren.

Meeresschutzgebiet vorteilhaft für die Wirtschaft: Vor der Küste Mallorcas wurde vor 14 Jahren ein Meeresschutzgebiet eingerichtet. Eine Studie hat jetzt festgestellt: Es nutzt nicht nur der Artenvielfalt, sondern auch der Wirtschaft. Für jeden investierten Euro wurden 10 Euro erwirtschaftet. Der größte Anteil dieser Wertschöpfung, beinahe zwei Drittel, stammen aus touristischen Dienstleistungen, wie Tauchangeboten, Bootsfahrten und Touren für Touristen. Spanien überlegt jetzt, weitere Meeresschutzgebiete einzurichten.

Stopp von Kohlekraftwerken auf Sri Lanka: Die Regierung des südostasiatischen Inselstaats will den Bau von Kohlekraftwerken stoppen und hin zu mehr grüner Energie. Strom soll bis 2030 zu 70 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Während viele Sendungen im Vorfeld der Bundestagswahl zeigen, was alles schiefläuft, wo dem Wahlvolk der Schuh drückt, und was die Politik bisher versäumt hat zu tun, geht die konstruktive ZDF-Dokumentationsreihe "plan b" die großen Herausforderungen positiv an: Was funktioniert schon, wo geht was in Deutschland, wer hat die zukunftsweisenden Ideen? In drei Teilen à 30 Minuten trifft Reporterin Antonia Lilly Schanze engagierte Menschen und lässt sich zeigen, was mit guten Ideen alles möglich ist. Zusammen mit ihr erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer Mut, Kreativität und Aufbruch: "Da geht was, Deutschland!" ist ab sofort in der ZDF-Mediathek.

Ein spritfressendes Auto, mehr Klamotten als nötig im Kleiderschrank und technische Geräte, die viel Strom verbrauchen: Umweltsünden begehen wir alle. Aber es gibt Alternativen.

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29 min
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Ein Arbeitsplatz an der Sonne, freie Zeiteinteilung, Selbstverwirklichung. Was wie ein Traum klingt, haben manche Unternehmer*innen schon längst in die Wirklichkeit umgesetzt.

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30 min
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Wohnung mit Balkon oder Häuschen mit Garten - am besten nachhaltig und in einem lebendigen Umfeld. Wäre das nicht was?

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29 min
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Und außerdem beschäftigt sich plan b heute auf dem Sendeplatz um 17:35 Uhr mit dem Thema Rückenschmerzen. In der Corona-Pandemie ist ein Auslöser hinzugekommen: der improvisierte Arbeitsplatz zu Hause. Die Dokumentation zeigt, was man tun kann, wenn der Rücken zum Problem wird.

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30 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Kabul - Tod im Fahrwerk von US-Militärflieger: Die US-Luftwaffe hat eine Untersuchung zu dem tödlichen Chaos rund um den Abflug einer ihrer Maschinen am Flughafen in Kabul eingeleitet. Nach Angaben der US-Luftwaffe war die Maschine vom Typ C-17 am Montag auf dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt gelandet, um Ausrüstung für die dortigen Evakuierungsaktionen zu liefern.

Bundeswehrsoldat über Zustände in Afghanistan: Harun Shah (Name von der Redaktion zum Schutz des Interviewpartners geändert) ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Er spricht fließend Dari, seine Eltern stammen aus Afghanistan und sind Mitte der 1980er Jahre von Kabul nach Deutschland emigriert. Sein Beruf: Hauptfeldwebel bei der deutschen Bundeswehr. Sechs Mal war Shah in Afghanistan vor Ort im Einsatz. Meine Kollegin Jenifer Girke hat mit ihm über seine Eindrücke vor Ort und die gegenwärtige Situation gesprochen.

Was Afghanistan für den Bundestags-Wahlkampf bedeutet: Die hastige Evakuierung Kabuls ist Anfang der Woche natürlich im Bundestagswahlkampf angekommen. Mein Kollege Dominik Rzepka hat analysiert, wie die einzelnen Parteien damit umgegangen sind und reagiert haben.

Warum die Taliban Afghanistans Armee besiegen: 20 Jahre lang haben Nato-Truppen afghanische Soldaten ausgebildet. Innerhalb weniger Tage verlieren sie die Kontrolle über das gesamte Land. Wie konnte das passieren? Dieser Frage ist Nils Metzger aus dem ZDFheute-Check-Team nachgegangen.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
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Zusammengestellt von Christian Dezer und Jan Schüßler.

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