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Das Gute zum Wochenende - Wie Corona auf der Straße Leben rettet

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ZDFheute Good News

Guten Morgen,

auf Deutschlands Straßen sterben immer weniger Menschen, bei den Verkehrstoten haben wir den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. In dieser Woche hat das Statistische Bundesamt die Zahl der Opfer im Straßenverkehr für das Jahr 2020 noch einmal nach unten korrigiert. 2.719 Menschen kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen um, gegenüber 2019 ein Rückgang von mehr als zehn Prozent. Der Appell, im Homeoffice zu arbeiten und auf überflüssige Reisen in Zeiten der Pandemie zu verzichten, rettet auch Menschenleben.

Warum in der Schweiz die Straßen besonders sicher sind (Video).

Beitragslänge:
30 min
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Und wenn Sie doch einmal das Auto brauchen, geht es Ihnen dann auch so wie mir? Seit dem Beginn der Pandemie empfinde ich Autofahren als deutlich entspannter: Die Straßen sind leerer, die Brücken weniger verstopft, die Parkhäuser nicht mehr überfüllt. Eine wissenschaftliche Studie hat herausgefunden: Wir verbrachten im vergangenen Jahr 26 Stunden im Stau. Das klingt zunächst einmal viel, aber es sind ganze 20 Stunden weniger als im Jahr davor. Die Fahrten in die Innenstädte sind während der Corona-Zeit um 40 Prozent zurückgegangen.

Infografik: Autofahrer*innen im Schnitt 20 Stunden weniger im Stau
Quelle: ZDF/iStock

Irgendwann wird Corona hoffentlich auch wieder ein Schreckgespenst von gestern sein. Ist dann wieder alles so wie zuvor? Abgase, Lärm und jede Menge Staus? Wahrscheinlich nicht, denn so einiges hat sich verändert. Unternehmen und Berufstätige schätzen immer mehr die Vorteile von Homeoffice. Das wird auch in Zukunft zu weniger Pendlerverkehr auf unseren Straßen führen. Und noch etwas anderes ist mir aufgefallen: Die vielen neuen Fahrradwege. In manchen Städten wurden Fahrspuren für den Autoverkehr einfach gesperrt - zugunsten der Fahrradfahrenden.

Sogenannte Pop-up-Radwege werden mit gelben Linien oder Baustellenbaken zunächst provisorisch eingerichtet - und wenn sich das Konzept bewährt, dürfen sie bleiben. Wissenschaftler*innen haben herausgefunden, dass mehr Radwege auch zu deutlich mehr Radverkehr führen. Gut für das Klima und gut für die eigene Gesundheit. Gerade wird am Landwehrkanal mitten in Berlin ein provisorischer Radweg auf Dauer eingerichtet, in meiner Heimatstadt Wiesbaden wurde auf einer Hauptverkehrsader eine Fahrspur für den Radverkehr abgeknapst. Bei mir hat das neue Radwegangebot funktioniert: Ich habe mir ein E-Bike gekauft. Stau ade.

Aber auch ohne Corona und Fahrrad lassen sich Staus vermeiden. Ein Start-up in Hannover hat eine neue Navigations-Software namens Nunav entwickelt. Das Ziel: eine intelligentere Verkehrs- und Routenplanung. Ist irgendwo Stau, empfehlen herkömmliche Navigationssysteme den Autofahrer*innen meist dieselben Ausweichrouten. Das wiederum führt zu neuen Staus - nur an anderen Stellen. Nunav hingegen empfiehlt jedem Fahrzeug den optimalen individuellen Weg. Dafür berechnet ein Algorithmus die Echtzeitverkehrsdaten aller Nunav-Nutzenden und erstellt daraus eine Prognose für die effizienteste Route. Das Land Niedersachsen verwendet die App mittlerweile unter anderem für seine Tunnelüberwachung, für private Nutzer ist sie kostenlos.

Vielen Dank auch für Ihre zahlreichen persönlichen guten Nachrichten in dieser Woche. Wir haben einige davon in unserem neuen Good-News-Blog gesammelt. Schauen Sie dort gerne vorbei. Sie erreichen uns auch weiterhin unter Mailadresse zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und viel Spaß beim Weiterlesen.  

Ihr Steffen Bayer, stellvertretender Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Corona-Impfungen: Zweiter Rekordtag in Folge - Durch die Beteiligung der Hausärzte an den Corona-Impfungen nahm die Impfkampagne diese Woche deutlich an Fahrt auf. Am Donnerstag wurden in Deutschland 719.927 Dosen verabreicht – noch mehr als am Mittwoch, als 668.799 Dosen gespritzt wurden. Hier finden Sie eine Übersicht über die Anzahl der bisher in Deutschland geimpften Menschen.

Wie ein Festival mit 35.000 Gästen noch in diesem Jahr klappen könnte: Das "Fusion Festival" soll trotz Pandemie stattfinden. Die Veranstalterinnen und Veranstalter haben dafür ein umfassendes Konzept entwickelt. Der Kern des Konzepts sind Massentests – das Konzept sieht dabei eine Kombination von PCR- und Schnelltests vor. Dadurch soll es möglich sein, dass sich die Besucherinnen und Besucher auf dem Festivalgelände ohne Einschränkungen frei bewegen und tanzen können.

Da PCR-Tests eine Momentaufnahme darstellen und nur etwa 72 Stunden aussagekräftig sind, werden sie nach zwei Tagen noch einmal wiederholt. Dafür gibt es eine extra Feierpause, in der das gesamte Festivalgelände geräumt wird. Wie das Konzept im Detail aussieht, berichtet Perspective Daily.

Straßenbelag aus Plastik: Weltweit arbeiten Unternehmen daran, recycelten Plastikabfall als Baumaterial, etwa als Straßenbelag, zu verwenden. In Großbritannien und den Niederlanden gibt es schon Modellstraßen und Test-Radwege, die recyceltes Plastik enthalten. Auch die Stadt Los Angeles spielt mit dem Gedanken, ihre Busspuren durch Plastikasphalt zu ersetzen. Doch es gibt auch kritische Stimmen: Fachleute befürchten, dass beim Befahren Mikroplastikartikel freigesetzt werden könnten. Die Entwickler des Verfahrens widersprechen. Das Plastik werde dauerhaft mit anderen Bestandsteilen verschmolzen.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

Die Reduzierung der Abfälle bleibt aber auf jeden Fall die beste Lösung: Ob Mehrweg-Verpackungen oder Pfandgeschirr, konstruktive Ideen gibt es viele. Mehr zur Vermeidung von Plastikmüll sehen Sie in der aktuellen plan b-Dokumentation.

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30 min
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Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Forderungen nach hartem, kurzen Lockdown: CDU-Chef Armin Laschet will ihn, CSU-Chef Markus Söder auch, Kanzlerin Angela Merkel ist dafür, Virologen und Intensivmediziner fordern ihn vehement - doch aus mehreren Bundesländern, SPD- wie CDU-geführten, kommt Widerstand. Die Uneinigkeit ist so groß, dass der für Montag geplante Bund-Länder-Gipfel abgesagt wurde. Stattdessen soll nun das Infektionsschutzgesetz geändert werden, damit der Bund mehr einheitliche Regeln erlassen kann.

 "Ihr habt die Kinder vergessen": Corona-Tests in Kindertagesstätten sollen als Baustein zum sicheren Kita-Betrieb beitragen - nur wurde im Vorfeld zu wenig über die Umsetzung nachgedacht. Ein Chaos mit Ansage, berichtet unsere Reporterin Alica Jung.

So können Sie sich nach dem Facebook-Leak schützen: 500 Millionen Nutzerdaten stehen im Netz. Warum Sie jetzt bei E-Mail-Anhängen, Paketverfolgungs-SMS und Anrufen in Abwesenheit besonders vorsichtig sein sollten, erklärt IT-Experte Peter Welchering.

Prinz Philip ist tot: Er galt als König der Fauxpas und war mehr als 70 Jahre lang der Mann an der Seite der Queen: Jetzt ist Prinz Philip mit 99 Jahren gestorben.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Kirsten Schönig, Kathrin Wolff und Jan Schüßler.

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