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Das Gute zum Wochenende - Unser Planet muss wieder wilder werden

Datum:
ZDFheute Good News

Guten Morgen,

heute ist ein guter Tag für die Umwelt, denn heute ist Weltumwelttag. Seit der Einführung im Jahr 1972 durch die Vereinten Nationen (UN) schärfen wir am 5. Juni unser Bewusstsein, mehr für die Umwelt, mehr für unseren Planeten zu tun. Über 150 Länder beteiligen sich mittlerweile daran. In diesem Jahr lautet das Motto: "Nein zu Wegwerf-Plastik - ja zu Mehrweg!"

Und das ist bitter nötig. Hat doch in Pandemie-Zeiten Plastik eine regelrechte Renaissance erlebt. Angesichts der Massen davon in den Weltmeeren, in Flüssen und an Land ist eine Verpackungswende nicht Option, sondern unumgänglich.

Dabei hilft sicher ein neues Gesetz, das ab dem kommenden Monat die Herstellung von Einwegartikeln aus Plastik EU-weit nicht mehr erlaubt. Wie ein weitreichendes Umdenken gehen und Plastik-Alternativen aussehen könnten, zeigt die plan-b-Doku:

Beitragslänge:
30 min
Datum:

Wie richtig und wichtig der Aufruf der UN vor fast 50 Jahren zu diesem Umwelttag war, sehen wir heute am Zustand unserer Erde. Nur drei Prozent aller Ökosysteme an Land sind weltweit noch intakt, berichtet eine neue Studie.

Und ganz aktuell warnen Klimaforscher vor der Gefahr, dass die wichtigen Klimazonen davorstehen, wie Dominosteine zu kippen und damit die Klimakrise weiter verschärfen.

Wäre es dann nicht richtig, auch den jüngsten Aufruf der UN ernster zu nehmen? Der fordert Regierungen, Industrien, die Wirtschaft und jeden Bürger auf, die Natur auf unserem Planeten "verwildern" zu lassen. Milliarden Hektar Land in Natur zurückzuverwandeln, mag zunächst abstrakt erscheinen und sich unmöglich anhören. Aber galt das nicht auch einmal für Mondlandungen und Marsflüge? Längst überzeugen gelungene "Rewilding"-Projekte bei uns in Europa.

Wie sehr politischer Wille weltbewegend sein könnte, habe ich in dieser Woche bei "Carbon Tracker" gelernt. Die gemeinnützige Organisation und Denkschmiede aus London erforscht, wie eine CO2-arme Wirtschaft funktionieren kann. Der neueste Bericht stellt heraus, dass Solar- und Windenergie mehr als das 100-Fache unseres weltweiten Energiebedarfs abdecken können. Laut der Studie scheitert es nicht an Geld, Technologie oder Platz, sondern am schieren Mangel von politischem Willen. Nach Berechnungen der Autoren beträgt die Fläche, die die Solarpaneele benötigen, um die gesamte globale Energieversorgung zu gewährleisten, 0,3 Prozent der weltweiten Landfläche.

Bewusstsein am Weltumwelttag ist das eine, das Ausschlaggebende ist der Wille.

Wie immer sammeln wir Geschichten des Gelingens im Good-News-Blog. Dort finden Sie neue Lösungsansätze, positive Entwicklungen und Meldungen über weitreichende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Sie erreichen uns auch weiterhin unter der Mailadresse: zdfheute-feedback@zdf.de

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende. Bleiben Sie positiv und gesund.

Ihr Christian Dezer, Redaktionsleiter plan b  

Was noch gut war diese Woche

Drei Jahre jünger in acht Wochen: Normal ist es, dass wir altern. Messbar ist das anhand unserer DNA. Eine neue Studie hat jetzt herausgefunden, dass wir uns recht einfach genetisch verjüngen können. Dabei stellten die Probanden ihre Lebensweise um: Sie machten jeden Tag mindestens 30 Minuten Sport, schliefen mindestens sieben Stunden pro Nacht und führten regelmäßig Atemübungen zur Entspannung durch. Zusätzlich veränderten sie ihre Ernährung, aßen wenig tierische Eiweiße und Kohlenhydrate, dafür viel Gemüse. Ihr Essensrhythmus entsprach einem gemäßigten Intervallfasten - zwischen 19 und 7 Uhr nahmen sie keine Nahrung zu sich. Das Ergebnis: Obwohl die Testpersonen ihre Lebensweise nur acht Wochen lang umgestellt hatten, drehte sich ihre genetische Uhr bis zu drei Jahre zurück.

Umweltfreundlicher fliegen: Ab dieser Woche geht es bei Starts ab München etwas umweltbewusster zu. Auf dem Flughafen kommt nachhaltiges Kerosin zum Einsatz. Die sogenannten Sustainable Aviation Fuels (kurz: SAF) gelten als erster Schritt zu einem schadstoffärmeren Flugverkehr und zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Auch die französische Airline Air France testet Alternativen:

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Veganer Covid-Impfstoff: Im Kampf gegen Corona setzt Deutschland vor allem auf mRNA-Impfstoffe. Allerdings basieren sie auf tierischem Cholesterol. Für die industrielle Herstellung der Impfstoffe wird das Cholesterol zum Beispiel aus Schafwolle oder tierischem Gewebe gewonnen. Dabei könnte das Risiko bestehen, durch ungewollte Übertragung Gehirnschädigungen auszulösen, die seit den 1990er-Jahren als BSE-Krankheit bekannt sind. Die Universität Magdeburg hat nun zusammen mit einem Pharmaunternehmen ein "veganes" Ersatzprodukt entwickelt. In einem industrietauglichen Verfahren kann Cholesterol pflanzlich hergestellt werden. Dadurch sind nicht nur die Risiken einer Verunreinigung ausgeschlossen, mit dem neuen Verfahren soll es künftig einfacher sein, große Mengen herzustellen.

Ihre Portion Konstruktives am Wochenende

In dieser Woche geht es im plan-b-Podcast "pitch" um den Tod. Auch wenn wir durch Corona in viel stärkerem Maße mit dem Tod konfrontiert worden sind, bleibt er in unserer Gesellschaft oft unsichtbar. Geht es um das Lebensende, sind viele unvorbereitet. Und das verursacht Leid: für die, die sterben, und die, die zurückbleiben.

Podcast-Host Salwa Houmsi und ihr Gast Dada Peng sprechen in "Ende gut" über Ängste und Tabus, wenn es um die letzte Reise geht, die wir alle irgendwann antreten müssen. Dada Peng will den Tod von seinem Stigma befreien. Er ist Autor, Sänger und Ehrenpreisträger des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbands. Der frühe Krebstod seines Vaters hat ihn mit dem Thema Sterben konfrontiert. Mit seinen Büchern, Podcasts und der Initiative "Superhelden fliegen vor" spendet der Künstler Trost, liefert neue Denkanstöße, öffnet verschlossene Türen. Auf unkonventionelle Art schafft er es, diesem Thema mit einer gewissen Leichtigkeit zu begegnen.

Weil das ZDF Sport überträgt, fällt die plan-b-Doku diese Woche aus. Konstruktive Lösungen finden sie aber hier.

Was diese Woche die Nachrichten sonst bestimmte

Unglücks-Seilbahn am Lago Maggiore seit Jahren manipuliert? Schon lange vor dem Gondel-Unglück von Stresa mit 14 Toten könnte die Seilbahn nach ZDF-Recherchen manipuliert worden sein. Darauf deuten Aufnahmen eines Schweizers Hobbyfilmers hin.

"Unser Impfpass ist fertig": Während Deutschland auf den digitalen Impfpass der Bundesregierung wartet, hat ein Magdeburger Unternehmen bereits eine Lösung entwickelt. Kostenlos und sicher soll sie sein.

War der Shutdown unnötig? Eine neue Studie sorgt für Zündstoff: Forscher der Uni München halten den Effekt der Corona-Maßnahmen für überschätzt. Doch manche interpretieren ihren Bericht völlig falsch.

Kommt im Herbst eine vierte Corona-Welle? Einige Experten schlagen Alarm, die Politik bereitet sich vor. Welche Szenarien sind wahrscheinlich? Ein Überblick.

Wenn Sie sich aktuell informieren möchten:

  • Alle Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus finden Sie unter diesem Link.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Zusammengestellt von Christian Dezer und Kathrin Wolff

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