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Bildung auf Chinesisch

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Update am Morgen - Bildung auf Chinesisch

Datum:
Antje Pieper

Guten Morgen,

Schulbücher in Hongkong sollen auf ihre "Legalität" überprüft werden. Das umstrittene chinesische Sicherheitsgesetz wird rigoros umgesetzt. Lehrer wurden angewiesen, im Konflikt mit dem Gesetz stehende Materialen zu entfernen. Was in Hongkong gelehrt und gedacht wird, fällt also nicht mehr unter Bildungsfreiheit. Orwellsche Methoden prangerte US-Außenminister Pompeo an. Peking arbeite an der "Zerstörung eines freien Hongkongs".

Wie geht also Bildung auf Chinesisch? Wenn schon den Kleinsten Gehorsam eingeimpft, die Überwachung stetig ausgefeilt und mit künstlicher Intelligenz unterstützt wird? Unsere China-Korrespondentin Stefanie Schöneborn hat sich in Peking umgesehen.

In Corona-Zeiten hilft der Vorsprung bei der Digitalisierung. Und doch beginnt der Schultag der neunjährigen Lele mit Seilspringen. Jeden Morgen um 7 Uhr 130-mal. Das gibt Sonderpunkte in der Schule und sei außerdem gut für die Augen, meint ihre Mutter, die mitspringt. Das viele Online-Lernen sei schließlich nicht gesund.

Ab 8 Uhr sitzt Lele dann wie alle anderen Neunjährigen vor dem Computer und folgt dem Unterricht. Früher hat sie sich immer gewünscht, zuhause zu sein. Aber jetzt ist das anders. Sie fühlt sich einsam. Seit fünf Monaten sitzt sie alleine auf dem Sofa. Dabei ist es ihr sehr wichtig, gut in der Schule zu sein. "Wenn ich jetzt nicht gut lerne, werde ich aufwachsen, ohne etwas zu wissen. Und nichts zu wissen, hilft uns nicht dabei, uns in die Gesellschaft einzufügen."

Diese Woche berichtet das auslandsjournal über ausbleibende Touristen auf Capri, Homeschooling in China, Brasilien in der Corona-Krise und die Folgen des Lockdowns für die Vergnügungsmeile in Pattaya.

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1 min
Datum:

Wie funktioniert Homeschooling in einem Land, in dem alles auf Leistung ausgerichtet ist, mit der längsten Lernzeit in und außerhalb der Schule? Darüber berichten wir heute im auslandsjournal. Und natürlich auch darüber, was alles auf der Strecke bleibt. Es wäre kurzsichtig zu glauben, dabei gehe es nur um die Augen.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen

Antje Pieper, "auslandsjournal"-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

Was heute noch wichtig ist

  • Angela Merkel reist nach Brüssel: Die Bundeskanzlerin soll dem Europaparlament das Programm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vorstellen. Es ist ihre erste Auslandsreise seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Vor den EU-Abgeordneten hält die CDU-Politikern am Nachmittag eine Rede und stellt sich der Debatte. Anschließend nimmt Merkel an einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und Parlamentspräsident David Sassoli zum nächsten EU-Haushaltsplan und zum geplanten Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise teil.

Die krisenerprobte Kanzlerin soll es nun richten und die EU in der Corona-Krise zusammenhalten: Phoenix-Runde zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

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  • Weizsäcker-Mordprozess: Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Berliner Chefarztes Fritz von Weizsäcker soll in seine Schlussphase gehen. Die Plädoyers und auch die Verkündung eines Urteils seien vorgesehen, gab das Landgericht bei der Verhandlung am Montag bekannt. Der jüngste Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker war am 19. November 2019 durch einen Stich in den Hals gegen Ende eines Vortrags in einer Berliner Klinik getötet worden.
  • Bundesgerichtshof verkündet Urteil zu Schönheitsreparaturen: Wenn es ums Renovieren geht, geraten Mieter und Vermieter häufig in Streit - heute klärt ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in einer wichtigen Frage die Fronten. So gut wie alle Mietverträge verpflichten die Mieter zu regelmäßigen Schönheitsreparaturen wie Tapezieren oder Streichen. Solche Klauseln sind nach einem Grundsatzurteil von 2015 allerdings unwirksam, wenn die Wohnung unrenoviert bezogen wurde. Das Problem: Bisher ist ungeklärt, ob stattdessen der Vermieter einspringen muss.

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Johns-Hopkins-Universität 198.343 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 430 dazu. Insgesamt sind 9.032 Menschen gestorben. (Stand: 08.7.2020 5:34 Uhr, Quelle: Johns-Hopkins-Universität)

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

OECD-Prognose: Bis Jahresende mehr Arbeitslose wegen Corona-Pandemie

Weitere Schlagzeilen

Wird Bolsonaro jetzt seine Corona-Politik ändern? ZDF-Korrepondent Christoph Röckerath in Rio de Janeiro mit einer Antwort.

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Die Nachrichten im Video

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So wird das Wetter heute

Am Mittwoch scheint an den Küsten und südlich des Mains häufig die Sonne. Dazwischen bleiben die Wolken meist dicht und es regnet zum Teil länger. Im Norden werden 14 bis 19, im Süden 20 bis 28 Grad erreicht.

Wettervorhersage für Mittwoch, 7. Juli
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