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Update am Abend : Impfpflicht-Debatte erstmal am Ende

Datum:
ZDFheute Update

Guten Abend,

das wars mit der allgemeinen Impfpflicht - zumindest bis auf Weiteres. Die Gretchenfrage der letzten 14 Monate Corona-Politik ist beantwortet. Auch die Stimme der extra vorzeitig vom Treffen der Nato angereisten Außenministerin Baerbock konnte das nicht verhindern.

Aber der Reihe nach: Im Mai 2020, gut vier Monate nachdem das Coronavirus Deutschland erreicht hatte, war eine Impfpflicht kein Thema: Das Robert-Koch-Institut dagegen, auch das Kanzleramt wollte sie nicht. Damals war die Hoffnung noch groß, dass sich die Menschen einfach freiwillig impfen lassen, wenn denn ein Impfstoff verfügbar ist.

Im Sommer 2021 wurde klar: Es lassen sich nicht genügend Menschen impfen, um das Virus erfolgreich einzudämmen. Der damals noch designierte Bundeskanzler Olaf Scholz plädierte im September dafür, dass in Deutschland ab spätestens Anfang März eine allgemeine Impfpflicht gilt.

Dann kam die Omikron-Variante: Die Infektionszahlen explodierten, doch die Todesfälle blieben im Verhältnis niedrig. Nach und nach verlor über den Winter die Forderung nach der Impfpflicht wieder den Schwung.

Heute dann das Ende der Diskussion. Abgelehnt wurden:

  • Der Gesetzentwurf aus der Ampel-Koalition: Impfpflicht für alle über 60-Jährigen. Alle ungeimpften Erwachsenen sollten zu einer Impfberatung verpflichtet werden.
  • Den Alternativ-Antrag der Union, der zunächst den Aufbau eines Impfregisters forderte und sich für einen "gestuften Impfmechanismus" aussprach, den Bundestag und Bundesrat bei verschärfter Pandemielage in Kraft setzen könnten. 
  • Die Anträge von Wolfgang Kubicki (FPD) und der AfD hatten ohnehin nicht für eine Impfpflicht argumentiert. Zusätzlich forderte die AfD auch noch die Abschaffung der seit Mitte März geltenden Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen.

Die Diskussionen werden weitergehen. Wie sie jetzt schon laufen, hat Kristina Hofmann aus unserem Hauptstadtstudio analysiert.

Keine Mehrheit im Bundestag - Impfpflicht: Was bleibt, ist Taktik 

Videolänge
von Kristina Hofmann

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will jedenfalls weiterkämpfen für seine Impfpflicht und sagt:

Man darf nie aufgeben, wenn es um das Leben anderer Menschen geht.
Karl Lauterbach

Ärzte, die weiterhin impfen, werden derweil weiterhin beschimpft, bedroht und müssen teilweise unter Polizeischutz arbeiten, wie eine Recherche meiner Kolleg*innen aus dem ZDFheuteCheck und frontal zeigt. Wer hinter den Drohungen steckt, lesen Sie hier:

Arzt unterzeichnet einen Impfpass

Impfpflicht-Debatte - Wie Ärzte von Impfgegnern bedrängt werden 

Die Debatte um die Impfpflicht heizt das Klima bei Impfgegnern weiter an. Ärzte werden bedroht und beschimpft. Wer ist Teil des Kosmos?

von S. Odenthal, E. Klotsikas, J. Klaus

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 201.729 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 1.251,3. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 76,6 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 76 Prozent sind zweimal, 58,9 Prozent dreimal geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist

Selenskyj wirft Russland Vertuschung vor: Der ukrainische Präsident Selenskyj wirft Russland vor, Beweise über Kriegsverbrechen zu verwischen. Damit versuche Russland, internationale Ermittlungen zu behindern.

Mutmaßliche Exekution eines russischen Gefangenen? Die "New York Times" hat Videoaufnahmen überprüft. Sie scheinen zu zeigen, wie eine Gruppe ukrainischer Soldaten einen gefangenen russischen Soldaten westlich von Kiew tötet.

Ukrainische Regierung ruft zur Flucht auf: Aufgrund der Verlagerung der russischen Offensive in den Südosten der Ukraine, hat Kiew die Menschen im Donbass und dem Küstenstreifen zur Krim zur Flucht aufgerufen.

ZDF-Korrespondentin in Kiew: Lage in der Ost-Ukraine "spitzt sich zu"

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Was darüber hinaus wichtig ist

Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Scholz: Beim Bund-Länder-Treffen beraten die Ministerpräsident*innen über die Verteilung der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland.

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Champions League

Etwas verpasst am aktuellen Champions-League-Spieltag? Hier finden Sie alle Spiele und alle Tore der UEFA Champions League sowie ausführliche Zusammenfassungen der Spiele mit deutscher Beteiligung.

UEFA Champions League

Sport - Champions League 

Livestreams, Liveticker, Highlightvideos

Bilder des Tages

In Amsterdam wurde heute das Pressefoto des Jahres gewählt. Es stammt von der Kanadierin Amber Bracken und zeigt Rote Kleider an Kreuzen am Straßenrand. Sie sollen an die toten Kinder von Ureinwohnern in Kanada erinnern. Der Fund eines Massengrabes mit den Überresten von 215 Kindern in der Stadt Kamloops im Sommer 2021 hatte weltweit für Bestürzung gesorgt. Zur Auswahl zum "World Press Photo" standen 65.000 Bilder von mehr als 4.000 Fotografen aus 130 Ländern. Die Fotos der anderen Kategorien sehen Sie hier in unserer Bildergalerie:

Weitere Schlagzeilen

Zahl des Tages

50.000. So viele Spinnenarten sind jetzt bekannt: Die in Südamerika lebende Springspinne ist die 50.000 Spinnenart, die Forschende identifizieren konnten. Die kleine Springspinne stellt ihrer Beute auf Sträuchern und Bäumen im südlichen Brasilien, Uruguay und bei Buenos Aires nach, so die Forschenden. Die schlechte Nachricht für alle, die die Tiere nicht mögen: Die Herausgeber des "World Spider Catalog" gehen davon aus, dass es noch ungefähr 50.000 weitere Spinnenarten zu entdecken gibt. So sieht die Springspinne übrigens aus:

50.000 Spinnenarten bekannt

Gesagt

Ein Land, welches die Einhaltung der Menschenrechte derart mit den Füßen tritt, kann nicht gleichzeitig die Einhaltung der Menschenrechte in der Ukraine und anderswo überwachen.
Katharina Stasch, UN-Botschafterin

Die UN-Vollversammlung stimmt heute über die Suspendierung Russlands aus dem UN-Menschenrechtsrat ab. UN-Botschafterin Katharina Stasch spricht im Interview mit ZDFheute über Butscha und mögliche Konsequenzen.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Leichte Unterhaltung gefällig? In einer Fahrschule treffen drei Frauen unterschiedlichen Alters für den sogenannten "Idiotentest" aufeinander. Zwischen den Frauen entwickelt sich eine enge Freundschaft. Annette, Katja und Isabel eint Abneigung gegen den machohaften Fahrlehrer Marius, aber auch Begeisterung für Erik, der ebenfalls die Nachschulung über sich ergehen lassen muss. Die drei Damen müssen die Probleme in ihrem Leben erkennen und in den Griff bekommen. (88 min, verfügbar bis 01.04.2023)

Beitragslänge:
88 min
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“Der russische Überfall markiert eine Zeitenwende", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. Für alle Demokratien dieser Welt stellt sich nun die Frage: Wie wird die Zeit nach dieser "Wende" aussehen? Sollten wirtschaftliche Beziehungen grundsätzlich da enden, wo Abhängigkeiten mit jenen Staaten entstehen? Oder darf man mit Autokratien eigentlich gar keine Geschäfte mehr machen? "13 Fragen" versucht, Antworten zu finden. Zu Gast ist unter anderem der Journalist Deniz Yüzel. (39 min, verfügbar bis 06.04.2023)

Jo Schück mit seinen Gästen

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39 min
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Die größte Abhängigkeit der Menschheit besteht nicht zwischen Staaten, sondern von Wasser: Doch der Klimawandel hat die natürlichen Wasserspeicher aus dem Gleichgewicht gebracht, und unsere Frischwasserreserven beginnen zu schrumpfen. Wie retten wir unser Wasser? "Mission Trinkwasser - Wie stillen wir den Durst der Menschheit?" sucht Lösungen. (43 min)

Der Klimawandel hat die natürlichen Wasserspeicher aus dem Gleichgewicht gebracht, und unsere Frischwasserreserven beginnen zu schrumpfen. Wie retten wir unser Wasser?

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43 min
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Genießen Sie Ihren Abend!

Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team

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