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Update am Abend : Der Status quo als Feind des Klimas

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ZDFheute Update

Guten Abend,

"Was wir tun, ist zu wenig" - das war der Geist des Treffens unter den G7-Umwelt und Energieministern, berichtet Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Allen Teilnehmern sei klar, dass der Status quo der Feind beim Kampf fürs Klima sei - so weit so schlecht.

"Keine Erderwärmung ist keine Option", so Habeck. Und es wird noch schlechter: Gemäß einer neuen Studie der Leopoldina sei das 1,5 Grad-Ziel nicht mehr zu erreichen. Umso größer müsse das Bemühen um Umwelt und Klima sein. Denn die drei großen Umweltkrisen (Verschmutzung, Artensterben und Klimawandel) verschärfen sich jeden Tag, erklärte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) - trotz Corona-Pandemie, trotz des Ukraine-Kriegs und den damit zusammenhängenden Problemen bei der Energiesicherheit.

Was sie nicht sagt, aber was im Subtext mitschwingt: Stoppt die Menschheit nicht endlich das Runterwirtschaften ihres eigenen Planeten, dann sind alle Krisen, die wir gerade durchleben, nichts verglichen mit dem, was uns noch bevorsteht.

Immerhin: Sowohl Lemke als auch Habeck sehen das Communiqué, auf das sich die G7-Vertreter geeinigt haben, als echten Durchbruch und erhoffen sich eine Art Initialzündung für die größere Runde der G20. Klar ist: Es kann nicht nur, es muss besser werden.

Die Umweltminister*innen der sieben führenden Industrienationen (G7) beenden heute ihre Beratung in Berlin über die Bekämpfung von Klima- und Umweltkrisen sowie über die Zukunft der Energieversorgung.

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Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist

  • Die pro-russischen Separatisten in Donezk haben nach eigenen Angaben die Stadt Lyman im Osten der Ukraine eingenommen. Der strategisch wichtige Ort sei vollständig unter ihrer Kontrolle, teilen die Separatisten in der selbst ernannten Volksrepublik Donezk mit. Eine unabhängige Bestätigung dafür ist zunächst nicht zu erhalten.
  • In der mittlerweile von russischen Truppen eingenommenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind Angaben eines Lokalpolitikers zufolge Dutzende weitere Leichen gefunden worden. Rettungskräfte hätten insgesamt rund 70 leblose Körper auf einem ehemaligen Fabrikgelände entdeckt, schrieb der Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko im Nachrichtendienst Telegram.
  • Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat angesichts der russischen Erfolge im Osten des Landes erneut auf die Lieferung schwerer Waffen aus dem Westen gedrungen. Die militärische Lage in der Ostukraine sei noch schlimmer als allgemein gesagt werde, erklärte Kuleba in einem am Donnerstagabend über Twitter verbreiteten Video. "Wir brauchen schwere Waffen", sagte er. "Wenn Ihnen an der Ukraine wirklich etwas liegt - Waffen, Waffen und nochmals Waffen."

Die aktuellen Entwicklungen am 93. Tag im Ukraine-Krieg fassen wir in unserem Überblick zusammen. Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Was darüber hinaus wichtig ist

Immer neue Widersprüche im Streit um Panzer für die Ukraine: Der Nebel lichtet sich kaum. In internen E-Mails widerspricht das Auswärtige Amt der These von der angeblichen Nato-Vereinbarung, keine Schützen- oder Kampfpanzer westlicher Bauart in die Ukraine zu liefern. Innerhalb der Koalition herrscht Verwirrung, analysiert Mathis Feldhoff.

Wie Russland Bundestagsabgeordnete beeinflussen will: Ein Schreiben aus Moskau belegt, dass der stellvertretende Duma-Vorsitzende engeren Kontakt in den Bundestag sucht. Einen AfD-Abgeordneten bat er um einen Termin per Videokonferenz. Meine Kollegin Julia Klaus hat zusammengetragen, was es damit auf sich hat.

Jahrestreffen der NRA trotz Amoklauf: Drei Tage nach dem Schulmassaker mit 21 Toten in Texas kommt die US-Waffenlobbyorganisation NRA zu ihrem dreitägigen Jahrestreffen zusammen. Die Konferenz in der texanischen Großstadt Houston hat prominente konservative Politiker wie Ex-Präsident Donald Trump zu Gast - und wird von Protesten von Waffengegnern begleitet.

Verband erwartet Ende kostenloser Retouren: Passt die bestellte Hose nicht, wird sie einfach zurückgeschickt - bislang oftmals auf Kosten der Händler. Experten gehen davon aus, dass damit bald Schluss ist.

Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis, zum Stand der Impfungen und zur allgemeinen Lage in Deutschland und weltweit.

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Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Nashorn Seha wurde fast von Wilderern getötet. Nachdem er wieder aufgepäppelt wurde, sorgt er jetzt für Nachwuchs.

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Zahl des Tages

Waffenladen in den USA. Symbolbild
Quelle: Chelsea Purgahn/Tyler Morning Telegraph/dpa

120: So viele Schusswaffen entfallen im Schnitt auf 100 US-Amerikaner. Die USA haben also deutlich mehr Waffen als Einwohner - mit dramatischen Konsequenzen: Im Schnitt gibt es dort pro Tag mehr als 50 Schusswaffentote. Laut Daten des Forschungsprojekts Small Arms Survey finden sich 40 Prozent aller Waffen auf der Welt, die in ziviler Hand sind, in US-amerikanischen Haushalten - obwohl die USA nur etwa vier Prozent der Weltbevölkerung stellen. In einer interaktiven Story zur Waffengewalt in den USA haben meine Kolleginnen Jennifer Werner und Jenifer Girke weitere Zahlen und Fakten zusammengestellt.

Gesagt

Bjorn Ulvaeus, Anni-Frid Lyngstad, Agnetha Faltskog und Benny Andersson auf dem Roten Teppich
Quelle: epa
Ich bin der echte Benny. Ich sehe nur sehr gut aus für mein Alter.
Abba-tar von Benny Anderson

Erstmals seit 40 Jahren standen Abba wieder gemeinsam auf der Bühne. Das emotionale Konzert der Weltpremiere von "Abba-Voyage" gaben allerdings digitale Kopien: "Abba-tare". Hier können Sie nachlesen, wie Sound und Stimmung bei der digitalen Abba-Premiere in London waren.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Die deutsch-britische Serie "The Mallorca Files" erzählt die Fälle des Ermittler-Duos Miranda Blake und Max Winter. In "Der Maestro" (erste Folge der zweiten Staffel) müssen die Engländerin und ihr deutscher Kollege den Mord an einem Opernsänger - mitten auf der Bühne - aufklären. (44 Min, FSK 12, verfügbar bis 26.05.2023)

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Seit Russlands Angriff auf die Ukraine und Putins Drohgebärden Richtung Westen ist die Angst vor einer gar atomaren Eskalation wieder zurück. Dazu kommen bedrohliche Szenarien wie Lebensmittelknappheit oder Stromausfälle durch Cyberattacken. Die Doku "Bunker, Sirenen, Vorräte" erklärt, wie uns der Staat im Krisenfall schützen will. (29 Min, verfügbar bis 25.05.2024)

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Auf den Tag genau 50 Jahre ist es her, dass das ZDF die erste Folge von "Raumschiff Enterprise" im deutschen Fernsehen zeigte. Passend dazu haben sich unsere Kollegen von "Die Anstalt" in die unendlichen Weiten des Klimawandels begeben - auf der Suche nach einer satirischen Lösung zur Rettung der Menschheit. (48 Min, verfügbar bis 31.05.2023)

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Tai Becker und das gesamte ZDFheute-Team

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