Update am Morgen: Österreichs holpriger Skisaison-Start

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    Update am Morgen:Österreichs holpriger Start in die Skisaison

    von Antje Pieper
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    Antje Pieper

    Guten Morgen,

    heute soll es vielerorts schneien. "Endlich!", sagen sicher alle Wintersportfans. Die Bilder von schmalen weißen Bändern, die sich durch grüne Berge ziehen, haben mir als Skifahrerin jedenfalls in der Seele wehgetan. Sie zeigen, wie real der Klimawandel ist und gefährlich sind diese oft engen und eisigen Kunstschneebahnen auch. Österreich erlebt einen traurigen Rekord: 13 Pistentote bis zum Jahreswechsel 2022/2023 - und der war einer der wärmsten je gemessenen.
    In der Uniklinik Innsbruck versorgen sie immer schwerere Unfälle, erzählt der Unfallchirurg Dr. Rohit Arora: "Für die gesamte Skisaison bis Ostern, rein vom alpinen Ski, haben wir meist acht bis neun Querschnittsgelähmte, und mittlerweile haben wir bis jetzt schon fünf."  Wer von der Kunstschneepiste abkommt, landet nicht im weichen Schnee, sondern unter Umständen auf Felsen oder Baumstümpfen.
    Wie sieht sie also aus, die Zukunft des Skifahrens? Im auslandsjournal berichtet heute Britta Hilpert aus Hintertux. Bis zu 80 Prozent der Pisten Österreichs werden beschneit, aber auch dem Kunstschnee setzen die warmen Winter zu. Langfristig wird Skifahren nur auf Pisten möglich sein, die hoch genug liegen, um Schnee zu bewahren, meint Michael Rothleitner. Er forscht und berät Skigebiete, wie besser und energiesparender beschneit werden kann.
    "Ich glaube, dass wir Europäer uns einfach im Klaren sein müssen, dass unser Energieverbrauch einfach nicht akzeptabel ist." Durch den Einsatz von Schneekanonen und Co. treffe die Wintersportindustrie sicher auch eine Teilschuld, die Menschen in den Alpen seien seiner Meinung nach aber auch Opfer einer mutlosen Klimapolitik. Ich persönlich war dieses Jahr übrigens noch nicht Skifahren. Wenn es jetzt aber schneit, wird die Sehnsucht sicher jeden Tag größer.  
    Kommen Sie gut durch den Tag
    Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin
    Was im Ukraine-Krieg passiert ist
    • Raketen-Einschlag in Dnipro: Die Ukraine hat die Vermissten-Suche eingestellt.
    • Pistorius: Deutschland "indirekt" an Krieg in der Ukraine beteiligt: "Das Verteidigungsministerium ist schon in zivilen, in Friedenszeiten eine große Herausforderung und in Zeiten, in denen man als Bundesrepublik Deutschland an einem Krieg beteiligt ist, indirekt, noch einmal besonders", sagte der designierte Verteidigungsminister.
    • Debatte um Panzerlieferungen: US-Außenminister Antony Blinken spricht sich für "souveräne" Entscheidung der Länder aus.
    • Patriot-Hilfe für die Ukraine: Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, verspricht der Ukraine einen Beitrag zur Ausbildung und Bewaffnung ukrainischer Soldaten mit dem Raketenabwehrsystem. Details nannte er nicht.
    • Neun ukrainische Kraftwerksblöcke beschädigt Die russischen Raketenattacken vom Samstag gehörten ukrainischen Angaben zufolge auch mit Blick auf die Energieversorgung zu den verheerendsten seit Kriegsbeginn. Durch den Angriff seien neun Blöcke von Wärmekraftwerken beschädigt worden, teilte Regierungschef Denys Schmyhal mit. Darüber hinaus seien drei Umspannwerke und eine Hochspannungsleitung getroffen worden.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Reden von Scholz und Selenskyj in Davos: Olaf Scholz hält heute eine Ansprache in Davos. Auch der ukrainische Präsident Selenskyj soll auf dem Weltwirtschaftsforum sprechen - zugeschaltet per Video. Am Dienstag hatte schon seine Frau Olena in Davos eine Rede gehalten, in der sie zu einem geeinten Vorgehen gegen Russland aufrief.
    Treffen des Nato-Militärausschusses: In Brüssel treffen sich ab 11 Uhr die Generalstabschefs. Auch Schweden und Finnland, die dem Militärbündnis beitreten wollen, sind eingeladen.
    Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis und zur allgemeinen Lage in Deutschland.

    Grafik des Tages

    Grafik: Regensburg hat die meisten Single-Haushalte
    Quelle: ZDF/iStock.com

    In Regensburg wohnen die meisten Menschen allein. Mit 52,7 Prozent Single-Haushalten liegt die Stadt in der Oberpfalz damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 40,9 Prozent.

    Zahl des Tages

    40.000 Lehrerinnen und Lehrer fehlten zum Schuljahresbeginn 2022/2023 nach Einschätzung des Deutschen Lehrerverbands. Die Robert Bosch Stiftung stellt heute die Ergebnisse der Befragung zum neuen Deutschen Schulbarometer vor.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden17.04.2024 | 1:53 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Mittwoch fällt im Süden zeitweise Schnee. Einzelne Schauer gibt es auch an der Nordsee. Sonst ist es freundlich, teils auch länger sonnig. Im Laufe des Tages frischt der Südwestwind im Nordwesten deutlich auf. Die Höchsttemperatur liegt zwischen minus 1 und plus 4 Grad.
    Das Wetter am Mittwoch 18.02.2022
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Anna Grösch
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